<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Unterwegs &#8211; ostalb.net</title>
	<atom:link href="https://ostalbpresse.de/unterwegs/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://ostalbpresse.de</link>
	<description>Kultur aus Ost-Württemberg</description>
	<lastBuildDate>Tue, 19 Jan 2021 14:38:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>
	<item>
		<title>Der Limes im Fokus</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/der-limes-im-fokus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2021 14:38:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/der-limes-im-fokus/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2324" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2324" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/01/a6f838f0ef99ef2a7fcab07e1231e40e.jpg" alt="Foto: Annika Wegner, Lorch" class="caption" title="Der Wachtturm den Elementen ausgesetzt. Sonne und Eis." width="800" height="601" />Der Wachtturm den Elementen ausgesetzt. Sonne und Eis.[/caption]<p>Der in Aalen ans&#228;ssige Verein Deutsche Limesstra&#223;e hatte zum Jubil&#228;umsjahr zum Fotografieren am Limes aufgerufen.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Im Jubil&auml;umsjahr 2020 schrieb der Verein Deutsche Limes-Stra&szlig;e einen Fotowettbewerb aus. Unter dem Motto &bdquo;Du bist Welterbe&ldquo; waren die Teilnehmenden vom Vereinsvorstand um den Vorsitzenden, Aalens OB Thilo Rentschler, aufgefordert: &bdquo;Halten Sie mit Ihrer Kamera spannende Momente fest, ungew&ouml;hnliche Ansichten auf der Deutschen Limes-Stra&szlig;e, dem Deutschen Limes-Radweg und dem Deutschen Limes-Wanderweg. Zeigen Sie uns Ihre Perspektive auf die Monumente und Rekonstruktionen von Limeswall, Palisaden, Wacht&uuml;rmen und in den Museen am Limes.&ldquo; Als Gewinne winkten Eintrittskarten f&uuml;r Museen am Limes, B&uuml;cher und ein Besuch in den Limes-Thermen Aalen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" size-full wp-image-2325" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/01/PNr_012_Conrad_Lunar_Neuwied_Streetart_zum_roemis_chen_Bruckenschlag.jpg" alt="PNr_012_Conrad Lunar, Neuwied, Streetart zum r&ouml;mis chen Bruckenschlag.jpg" width="800" height="600" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/01/PNr_012_Conrad_Lunar_Neuwied_Streetart_zum_roemis_chen_Bruckenschlag.jpg 800w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/01/PNr_012_Conrad_Lunar_Neuwied_Streetart_zum_roemis_chen_Bruckenschlag-300x225.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/01/PNr_012_Conrad_Lunar_Neuwied_Streetart_zum_roemis_chen_Bruckenschlag-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>Streetart zum r&ouml;mischen Br&uuml;ckenschlag, von Conrad Lunar, Neuwied</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Limesreisende in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern nahmen die Einladung zahlreich an und reichten Fotos von Kastellen, Wachtt&uuml;rmen, Palisaden, Limesfundamenten, Gladiatoren-Schauk&auml;mpfen, r&ouml;misch inspirierter Streetart, Landschaftsaufnahmen und Ausstellungsst&uuml;cken in R&ouml;mermuseen wie dem Limesmuseum in Aalen ein. Neben ber&uuml;hmten Motiven wie dem Limeskastell Pohl, dem R&ouml;merkastell Saalburg, dem Welzheimer Ostkastell und dem Kastell Biriciana bei Wei&szlig;enburg befinden sich unter den Wettbewerbsbeitr&auml;gen auch zahlreiche Aufnahmen von weniger bekannten Orten an der ehemaligen Au&szlig;engrenze des R&ouml;mischen Reiches. &bdquo;Die Bilder zeigen spannende und ungew&ouml;hnliche Perspektiven und laden dazu ein, neue Reiseziele am Obergermanisch-Raetischen Limes &ndash; Europas gr&ouml;&szlig;tem Bodendenkmal &ndash; zu entdecken. Ich lade dazu ein, 2021 entlang des Limes Urlaub zu machen und die historischen St&auml;tten selbst zu entdecken&ldquo;, sagte OB Thilo Rentschler bei der P&auml;sentation der Siegerfotos im Aalener Rathaus.</p>
<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-2326" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/01/PNr_012_Claudia_Hellriegel_Strecke_Neuberg-Ravolzhausen_nach_Staden_The_power_of_imagination.jpeg" alt="PNr_012_Claudia Hellriegel, Strecke Neuberg-Ravolzhausen nach Staden, The power of imagination.jpeg" width="640" height="468" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/01/PNr_012_Claudia_Hellriegel_Strecke_Neuberg-Ravolzhausen_nach_Staden_The_power_of_imagination.jpeg 640w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/01/PNr_012_Claudia_Hellriegel_Strecke_Neuberg-Ravolzhausen_nach_Staden_The_power_of_imagination-300x219.jpeg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>&#8222;The power of imagination&#8220; von Claudia Hellriegel an der Strecke Neuberg-Ravolzhausen nach Staden&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Der Fotowettbewerb stie&szlig; auf so gro&szlig;e Resonanz, dass der Vorstand des Vereins Deutsche Limes-Stra&szlig;e entschied, anstatt der drei besten Fotos insgesamt zw&ouml;lf Fotos mit Preisen auszuzeichnen &ndash; drei f&uuml;r jedes der vier Bundesl&auml;nder, durch die der Obergermanisch-Raetische Limes f&uuml;hrt.&nbsp;Die Gewinnerfotos erscheinen in der Neuauflage der Imagebrosch&uuml;re des Vereins Deutsche Limes-Stra&szlig;e. Zudem sind alle Wettbewerbsbeitr&auml;ge auch im Internet zu sehen:&nbsp;<a href="http://www.limesstrasse.de/" target="_blank" rel="noopener">www.limesstrasse.de</a></p>
<p>&nbsp; &nbsp;<strong>Die Siegerbilder der vier Bundesl&auml;nder:</strong></p>
<ul>
<li>Rheinland-Pfalz: Conrad Lunar:&nbsp;<br />&bdquo;Streetart zum r&ouml;mischen Br&uuml;ckenschlag&ldquo;</li>
<li>Hessen: Claudia Hellriegel:&nbsp;<br />&bdquo;The power of imagination&ldquo;</li>
<li>Baden-W&uuml;rttemberg: Annika Wegner:&nbsp;<br />&ldquo;Den Elementen ausgesetzt. Sonne und Eis.&ldquo;</li>
<li>Bayern: Thomas Eirich: &bdquo;Kastell Biriciana&ldquo;</li>
</ul>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Acht Alb-Täler in drei Tagen erleben</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/acht-alb-taeler-in-drei-tagen-erleben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2020 09:29:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[acht Täler]]></category>
		<category><![CDATA[Albtäler-Radweg]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[UNESCO-Geopark Schwäbische Alb]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/acht-alb-taeler-in-drei-tagen-erleben/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2271" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2271" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/08/f0045bbd92708e1770925e94b8398442.jpg" alt="(Foto: Th. Rathay)" class="caption" title="Das Lonetal mit seinen bekannten Höhlen der Eiszeitkunst ©Schwäbische Alb Tourismus," width="800" height="533" />Das Lonetal mit seinen bekannten Höhlen der Eiszeitkunst ©Schwäbische Alb Tourismus,[/caption]<p>Der Sommerurlaub ist da und Corona macht einen Strich durch die Reisepl&#228;ne? Da sollte man nicht verzagen</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Denn eine kurze Radreise, die vor der Haust&uuml;r startet, macht nicht nur Spa&szlig;, sondern ist auch ein erholsames Vergn&uuml;gen, zumal sie auf einsamen Wegen verl&auml;uft.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Der Albt&auml;ler-Radweg mit seinen 186 Kilometern gibt aktiven Radlern und besonders E-Bike-Fahrern die M&ouml;glichkeit, acht T&auml;ler der Schw&auml;bischen Alb in drei Tagen zu entdecken. Der Reiz dieser Vier-Sterne-Qualit&auml;tsradroute liegt in der Erkundung der Ur- und Fr&uuml;hgeschichte dieser Gegend sowie deren geologischen Besonderheiten, darunter das UNESCO-Welterbe &bdquo;H&ouml;hlen und Eiszeitkunst der Schw&auml;bischen Alb&ldquo;. Der Rundkurs f&uuml;hrt vorbei an bizarren Felslandschaften, hei&szlig;en Quellen und Spuren von Mammut und Co. Auf einer L&auml;nge von 186 Kilometern lenkt er die Radwanderer durch die acht sch&ouml;nsten T&auml;ler im UNESCO-Geopark Schw&auml;bische Alb und &uuml;ber die aussichtsreichen Hochfl&auml;chen &ndash; mit dabei sind neben anderen das romantische Lonetal mit seinen bekannten H&ouml;hlen der Eiszeitkunst, das Eselsburger Tal mit seinen &bdquo;Steinernen Jungfrauen&ldquo;, das Naturschutzgebiet Eybtal sowie das Roggen- und Obere Filstal mit seinen Thermalb&auml;dern. Oben auf der Albhochfl&auml;che k&ouml;nnen sich dann Geologie-Fans auf einen Abstecher in die tiefste begehbare Schauh&ouml;hle Deutschlands, die Tiefenh&ouml;hle Laichingen, freuen oder die weiten Aussichten und die Ruhe genie&szlig;en. Bei zahlreichen Gastgebern gibt es w&auml;hrend der Tour die M&ouml;glichkeit, die Akkus der Bikes w&auml;hrend der Einkehr aufzuladen und auch Ladestationen im Arch&auml;opark Vogelherd oder an der H&ouml;hlenErlebnisWelt Giengen-H&uuml;rben bieten den Radlern diesen Service. Bei ausgew&auml;hlten H&auml;ndlern kann man E-Bikes ausleihen. Angebote sowie Kartenmaterial und GPS-Daten sind unter www.albtaeler-radtour.de erh&auml;ltlich.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;F&uuml;r k&uuml;rzere Wochenendtouren eignet sich der Krater-zu-Krater-Radweg vom Steinheimer Becken &uuml;bers H&auml;rtsfeld ins N&ouml;rdlinger Ries oder eine Kombination aus Brenz-Radweg und Donau-H&auml;rtsfeld-Radweg. Informationen hierzu erh&auml;lt man unter www.heidenheimer-brenzregion.de oder beim Landratsamt Heidenheim unter Tel. 07321/321-2593.</p>
<p><em>pm</em></p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Weiden – die gepfählte Stadt</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/weiden-die-gepfaehlte-stadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 08:44:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA["Brennende Ohrwaschl"]]></category>
		<category><![CDATA[Herzer]]></category>
		<category><![CDATA[Kalle Dobler]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstverein]]></category>
		<category><![CDATA[Oberpfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalb]]></category>
		<category><![CDATA[Weiden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/weiden-die-gepfaehlte-stadt/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2169" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2169" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/11/7bc8cb8699a452430e95a37b47c70175.jpg" alt="Fotos: -uss" class="caption" title="Auch nach 40 Jahren kein bisschen leise: der harte Kern der "Brennende Ohrwaschl" mit Frontmann Kalle Dobler beim Jubiläumskonzert in der "Linda"." width="1024" height="687" />Auch nach 40 Jahren kein bisschen leise: der harte Kern der [/caption]<p>Bunte Farben empfangen den Besucher an diesem kalten Novembertag in Weiden. Ein Bild wie Milch und Honig. Eingebettet in eine weite Landschaft, die sich inmitten der Oberpf&#228;lzer Alb und des Oberpf&#228;lzer Waldes erstreckt. Eine heitere Stadt. Eine heitere Stadt?</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp; Viele der H&auml;user stehen auf Pf&auml;hlen, weil die weite Landschaft mit sumpfigem Untergrund lauert. Das Venedig im Nowhereland. &bdquo;Neverywen&ldquo; w&uuml;rde ein stadtbekannter K&uuml;nstler erg&auml;nzen. Das &bdquo;wen&ldquo; steht f&uuml;r Weiden. Kan&auml;le, auf denen Gondoliere ihre Boote voranschieben und f&uuml;r ihre Passagiere &bdquo;O sole mio&ldquo; schmettern (obwohl der Ohrwurm in Neapel gezeugt worden ist), gibt es keine. Daf&uuml;r das Fl&uuml;sschen Waldnaab; nicht mehr als eine Sch&uuml;ssel Wasser, die der Boden aufsaugt wie ein Schwamm. Immerhin bleibt ausreichend reich begraster Wiesengrund, auf dem einst Bauern ihre Rinder und die schwedischen Besatzer, die der Drei&szlig;igj&auml;hrige Krieg angeschwemmt hatte, ihre Pferde grasen lassen konnten. Deren Reiter suchten derweil die Weidener heim. Keine heitere Stadt! Willkommene Station auf dem Raubzug brandschatzender Soldateska, Stadt am Rande.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&bdquo;Wenn der B&ouml;hmische bloust&ldquo;, kurz und knackig hat eine blutjunge Punkband vor 40 Jahren den Erwachsenen ihrer stillen Heimatstadt den Marsch geblasen &ndash; im frechen Bewusstsein, worauf sich &bdquo;Marsch&ldquo; reimt. &bdquo;Brennende Ohrwaschl&ldquo; haben die aufm&uuml;pfigen Burschen f&uuml;r ihren zeitgeistigen Musiktrip zwar nicht kassiert; dass ihnen der eine oder die andere aus der alteingesessenen Bourgeoisie aber gerne welche verpasst h&auml;tte, l&auml;sst sich denken.&nbsp;&nbsp;Ja, Weiden liegt am Rande der Welt. Im Dunkeln der Geschichte. Doch seien wir gn&auml;dig: lag.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis zu jenen st&uuml;rmischen Tagen, als die Mauer und mit ihr der &bdquo;eiserne Vorhang&ldquo; fiel, war die Tschechoslowakei ihr direkter Nachbar. In solcher Nachbarschaft errichtet man weder zukunftstr&auml;chtige Fabriken noch Wellnesstempel. Wie w&auml;re es stattdessen mit einem Atomkraftwerk? Wackersdorf liegt 30 Kilometer entfernt. Dort haben auch aus Weiden die Gegner des gef&auml;hrlichen Energieproduzenten demonstriert. &bdquo;Bei Minus 20 Grad haben wir damals im Wald &uuml;bernachtet&ldquo;, erinnert sich einer, der dabei gewesen ist. Vermutlich hat er in der Eisesk&auml;lte seinen Geruchssinn verloren.</p>
<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-2170" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/11/Wolfgang_Herzer.jpeg" alt="Wolfgang Herzer.jpeg" width="800" height="666" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/11/Wolfgang_Herzer.jpeg 800w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/11/Wolfgang_Herzer-300x250.jpeg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/11/Wolfgang_Herzer-768x639.jpeg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>Wolfgang Herzer, K&uuml;nstler und Kulturbeweger, vereinigt alles unter seinem Dach: die Kneipe, ein Museum, jede Menge Kunst &#8211; und sich selbst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kein Nachteil, wenn einen der Weg auf Weidens Weiden f&uuml;hrt. Bauernh&ouml;fe, die vorne mit b&uuml;rgerlicher Fassade gl&auml;nzen und hinten riechen, sind im Lauf der Jahrhunderte zumeist echten B&uuml;rgerh&auml;usern gewichen. Die auf Pf&auml;hlen stehen. Von Pfahlbauten sollte man dennoch nicht sprechen. Obwohl sie bei dieser Bauweise in ihrem Bestand weniger gef&auml;hrdet w&auml;ren. Risse ziehen sich durch die W&auml;nde vieler H&auml;user. Die Pf&auml;hle, auf denen sie ruhen, versinken ganz langsam im nachgiebigen Erdreich. Geb&auml;ude- und Hausratversicherungen werden die Leiden in Weiden durch ihre Tarife vermutlich noch intensivieren.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;John Steinbeck hat sicher nicht an Weiden gedacht, als er seinen gro&szlig;en Roman &bdquo;Jenseits von Eden&ldquo; geschrieben hat.&nbsp;&nbsp;&bdquo;Die Menschen sind verstrickt &ndash; mit ihrem Leben und Denken [&hellip;] in einem Netz von Gut und B&ouml;se. [&hellip;] Tugend und Laster waren Schuss und Kette unseres fr&uuml;hesten Bewusstseins und sie werden das Gewebe unseres letzten bilden, ungeachtet aller Ver&auml;nderungen [&hellip;] aller Wandlungen von Wirtschaft und Lebensweise.&ldquo;&nbsp;Gleichwohl findet man Beobachtungen seines Familienepos&lsquo; im sowohl katholisch als auch protestantisch gepr&auml;gten oberpf&auml;lzer Mikrokosmos wieder.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ob die Risse in den Hausw&auml;nden ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse darstellen? Flach ist die soziale Hierarchie zwar nicht, das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner liegt mit knapp 54.000 Euro jedoch deutlich &uuml;ber dem bundesdeutschen Durchschnitt. Insofern darf man mit dem fr&uuml;heren Bundeskanzler Helmut Kohl von einer &bdquo;bl&uuml;henden Landschaft&ldquo; sprechen; nur halt auf der falschen Seite der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Also mittlerweile ein heiterer Ort in heiler Landschaft?</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der Schein tr&uuml;gt. Weiden liegt in einer geologischen Formation, die flei&szlig;ig Radon ausatmet; ein nat&uuml;rliches radioaktives Edelgas, das im Erdboden beim Zerfall von Uran entsteht. Deshalb sollten die H&auml;user m&ouml;glichst dicht sein. Auch die mit den Rissen.&nbsp;Das grenzt zwar nicht an die Quadratur des Kreises, ein Problem bereitet das strahlende Gas dennoch. Echte T&ouml;chter und S&ouml;hne der Stadt erkl&auml;ren damit ihr strahlendes Aussehen. Skeptiker wiederum vermuten die permanente Beatmung mit Radon als Ursache f&uuml;r mitunter seltsames Gebaren der Bev&ouml;lkerung.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-2171" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/11/Stadtmauer.jpeg" alt="Stadtmauer.jpeg" width="800" height="533" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/11/Stadtmauer.jpeg 800w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/11/Stadtmauer-300x200.jpeg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/11/Stadtmauer-768x512.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>Ein rissiger Weiden-Rest aus ganz alter Zeit. Vielleicht haben hier die Schweden einst gehaust.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;So konnte man unl&auml;ngst in der Kneipe (&bdquo;Linda&ldquo;) des 300 Mitglieder starken Kunstvereins beobachten, dass Menschen, die ganz normal zu einem Konzert hereingekommen waren, von der Musik eines Quartetts aus einem Vor-S&auml;nger, einem Bass- und einem Leadgitarristen sowie einem IT-Spezialisten am Schlagzeug zu wahren Veitst&auml;nzen animiert wurden. Und noch f&auml;hig waren, in der Bewegungsorgie kryptische Ges&auml;nge anzustimmen. &bdquo;Geht scho besser, geht scho guat&ldquo;, h&ouml;rt der Gast den &ndash; zugegeben &ndash; griffigen Refrain.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In der Tat scheint es allen gut zu gehen. Der Bar-Keeper an der langen Theke hat alle H&auml;nde voll zu tun, um mit seinen fl&uuml;ssigen Mitteln das Hochgef&uuml;hl hoch zu halten. Ja, damals vor 40 Jahren, als die Hormone rockten und das Testosteron locker den Kampf mit der Vernunft f&uuml;r sich entschieden hat, damals wurde das brennende Verlangen nach einer gewissen Steffi von deren Mutter mit einem sehr ern&uuml;chternden &bdquo;Steffi hat Kopfweh&ldquo; beschieden.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kalle Dobler und Co. haben &uuml;ber diese durchaus m&ouml;gliche Erfahrung ein Lied gemacht. Vier Jahrzehnte sp&auml;ter stimmen nicht nur die Steffis in der &bdquo;Linda&ldquo;, sondern auch ein paar Enddrei&szlig;iger lauthals in den Refrain ein. In den Refrain eines oberpf&auml;lzer Punksongs, den sie altersm&auml;&szlig;ig eigentlich gar nicht kennen k&ouml;nnen. Eigentlich. Weiden ist voller R&auml;tsel. Wahrscheinlich l&auml;sst sich auch dieses Ph&auml;nomen mit der die Synapsen erweiternden Wirkung des Edelgases erkl&auml;ren. Klingen die Stimmen der 1986 im &bdquo;Bahnw&auml;rterh&auml;usl&ldquo; eingespielten Tapes (steht so auf dem Cover der 2019 nochmals aufgelegten Scheibe) noch jugendlich hell und frisch, so haut der sonore Bariton des Mitf&uuml;nfzigers Kalle (mehr &uuml;ber ihn &nbsp;auf&nbsp;<a href="http://www.houa.de" target="_blank" rel="noopener">www.houa.de</a>)&nbsp;in die &bdquo;Linda&ldquo; richtig rein. Was die Punk-Bubis einst rotzig tr&auml;llerten, erh&auml;lt eine erwachsene Bedeutung. &bdquo;Fleisch &amp; Wille&ldquo; finden zusammen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Verlassen wir die rauschende Party. Drau&szlig;en trifft man niemanden. Nicht mal einen streunenden Hund oder einen Stubentiger auf M&auml;usejagd. Nur der Mond wandert mit einem zur Herberge. Ein guter Ort, um einen ereignisreichen Tag auf der straffen Matratze Revue passieren zu lassen. Nahtlos verb&uuml;nden sich die Bilder des Tages mit dem absurden Kopfkino der Tr&auml;ume. Eine Frau mit wehender M&auml;hne lehnt sich gegen eine zerbr&ouml;selnde Mauer; ein Polizist sagt zu einem &bdquo;Geht scho besser&ldquo;. Filmriss!</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das Fr&uuml;hst&uuml;ck Sonntagmorgen im Hotel l&auml;sst keine W&uuml;nsche offen. So wenig wie der Durchblick zur K&uuml;che, in der sich zwei gute Geister einen Kaffee g&ouml;nnen. Freundlich offen ist auch das Gesicht des Wirtes, der sich pers&ouml;nlich um das Wohl seiner G&auml;ste k&uuml;mmert. In seinen milden Z&uuml;gen nistet indes ein Hauch von Melancholie. Die Weidener Grundstimmung. Wer so lang in &bdquo;Neverywen&ldquo; lebt &#8211; um eine dort entstandene Bildergeschichte &uuml;ber ein Familienleben in &bdquo;everywen&ldquo; zu paraphrasieren &#8211; muss melancholisch werden.</p>
<p><strong>Da kommt Stimmung auf</strong></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jahrzehnte als Grenzl&auml;nder allein gelassen, den Eisernen Vorhang und b&ouml;hmische W&auml;lder vor der Nase, heute nur noch Wald &ndash; da kommt Stimmung auf. Er l&auml;chelt zwar, der farbige Kellner in seinen knielangen Lederhosen &#8211; wie einst der Jazztrompeter und Schlagers&auml;nger Billy Mo, der sich lieber einen Tirolerhut kaufen wollte &#8211; als er im Br&auml;u-Keller das hausgemachte Bier bringt (ein Hochgenuss!); tats&auml;chlich erscheint er als Fleisch gewordene pure Melancholie, gemacht zur Karikatur eines hemds&auml;rmeligen bayerisch-oberpf&auml;lzischen servierenden Kraftmeiers.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Maler und Musiker haben wir bereits in Melancholie und Edelgas vereint. Die Wirkung der Mixtur wird zur Ursache der geschilderten Frohsinns-Eruption in der &bdquo;Linda&ldquo;. Letztere &uuml;bernimmt die Funktion der bl&uuml;henden Dorflinde, unter der im Volkslied die Burschen den M&auml;dels an die W&auml;sche gehen. Ein Hort der individuellen Freiheit im Ort, der mehrere Stra&szlig;en nach ehemaligen B&uuml;rgermeistern benannt hat. Bei so viel Ehrerbietung f&uuml;r verblichene Honoratioren muss man ja bei &bdquo;Linda&ldquo; Zuflucht suchen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;An jenem Sonntagmorgen ist die Kneipe des Kunstvereins bereits wieder blitzeblank, als eine ganz andere Klientel dort ihre Aufwartung macht. Einige Frauen bereiten einen veganen Brunch vor. Wir sind froh, bereits frugal gefr&uuml;hst&uuml;ckt zu haben. Wohlgen&auml;hrt und wohlgemut machen wir uns auf den Weg nach Hause auf die Ostalb. Ohne Melancholie. Sie bleibt in Weiden zur&uuml;ck.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Nachtrag:</strong> Und es gibt sie doch, die Verbindungen zwischen dem Oberpf&auml;lzer Wald und der rauen Ostalb. Der Textiler Witt Weiden betreibt in Aalen und drum herum einige Filialen. Und jetzt konnte man in der &ouml;rtlichen Presse einen Aufruf des Landratsamtes lesen, dass die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in ihren Behausungen den Radon-Gehalt der Raumluft messen sollten. Wie? Das ruchlose Edelgas auch hier? Das k&ouml;nnte im Blick auf Weiden so manche seltsame Entwicklung und Entscheidung erkl&auml;ren&hellip;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer&nbsp;</em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Hoch auf die Azoren</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/azoren-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Aug 2018 11:57:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Azoren]]></category>
		<category><![CDATA[Azorenhoch]]></category>
		<category><![CDATA[Gelbschnabelsturmtaucher]]></category>
		<category><![CDATA[Ponta Delgada]]></category>
		<category><![CDATA[San Miguel]]></category>
		<category><![CDATA[Vulkan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/azoren-2/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_1770" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-1770" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/b0776ea0ff3c7ec4ba82e898c021ccc5.jpg" alt="Fotos: -uss" class="caption" title="Ein Blick vom Aussichtspunkt "Vista do Rei" auf die Zwillingsseen Lagoa Azul und Lagoa Verde in dem zwölf Kilometer großen Krater im Westen der Insel." width="1024" height="768" />Ein Blick vom Aussichtspunkt [/caption]<p>Vom Dach der Keramikfabrik in Lagoa auf der Hauptinsel San Miguel &#228;ugt ein Bussard auf die Besucherinnen und Besucher herab. Sie lassen ihn kalt.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Wegfliegen kann er sowieso nicht &ndash; als keramisches Wunderwerk.&nbsp;Eigentlich handelt es sich ja um einen Habicht. Zum Gl&uuml;ck war die Gruppe um den Adeligen Diogo de Silves, der vor 591 Jahren offiziell die Inselgruppe f&uuml;r die portugiesische Krone in Besitz genommen hat, ohne Vogelkundler unterwegs. Sonst w&uuml;rde das vulkanische Archipel nicht Azoren hei&szlig;en; es w&auml;re auf einen ziemlich sperrigen Namen getauft worden. Schlecht geeignet, um ein Hoch zu benennen, auf das sich die Festlandeurop&auml;er so freuen. Gl&uuml;cklicherweise haben die Portugiesen die zahlreichen Bussarde mit deren Verwandtschaft verwechselt.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Diese Verwechslung gibt einem indes ebenso zu denken, wie vieles andere auf diesem pittoresken Vulkangestein. Eigentlich war auf den Inseln an Tieren nichts heimisch au&szlig;er Flederm&auml;usen und einer seltenen Gimpelart, die nur im Osten der Hauptinsel San Diego vorkommt. Nur hier findet er, was ihm am besten schmeckt. Orangenbl&uuml;ten und Heidelbeeren. Der Priolo (Domherr). Im Unterschied zu ihrem mitteleurop&auml;ischen Verwandten, dem Dompfaff, tragen M&auml;nnlein und Weiblein des spatzengro&szlig;en Vogels einheitlich ein graues Federkleid.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1772" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Bussard.jpg" alt="Bussard.jpg" width="610" height="600" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Bussard.jpg 610w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Bussard-300x295.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 610px) 100vw, 610px" /></p>
<p>Der Bussard, den die portugiesischen Eroberer f&uuml;r einen Habicht hielten. Zum Gl&uuml;ck. Sonst g&auml;be es den Namen Azoren nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ihre Vorliebe f&uuml;r die S&uuml;dfrucht h&auml;tten die Tiere &uuml;brigens fast mit dem finalen Garaus bezahlt. Die Orangenbarone, die im 17. und 18. Jahrhundert auf der Insel das Sagen hatten, r&auml;umten die Konkurrenz aus dem Weg, wo immer sie ihrer habhaft wurden. Ihr Gl&uuml;ck war, dass die Orangen von einem Pilz befallen wurden. Das Ende der Apfelsinenplantagen bedeutete den Beginn des Ananasbooms, der bis heute anh&auml;lt. Dazu sp&auml;ter mehr.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sollte man beim Wandern an der K&uuml;ste seltsame Ger&auml;usche h&ouml;ren und m&ouml;wengro&szlig;e V&ouml;gel bei k&uuml;hnen Flugman&ouml;vern sehen, handelt es sich um den scharenweise an der K&uuml;ste herumzischenden Gelbschnabelsturmtaucher. Der gesellige Flattermann &auml;u&szlig;ert sich mit einem eigenartigen Ruf, der wie &bdquo;Aua aua&ldquo; klingt. B&ouml;se Zungen behaupten, es handle sich um einen Schmerzensschrei, weil das dumme Tier immer gegen die Felsen donnere.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Diese Erkl&auml;rung muss man in Zweifel ziehen. Die zu &uuml;ber 90 Prozent r&ouml;misch-katholischen Azoreaner sind zu bestimmt 99,9 Prozent freundliche Menschen mit einem ausgepr&auml;gten Entschleunigungs-Gen. Trotzdem wohnen einige in kostenlosen Unterk&uuml;nften in bester Lage mit unmittelbarem Meerblick im Osten von Ponta Delgada. Nur k&ouml;nnen sie nicht hinaus. Wegen der von Stacheldraht gekr&ouml;nten Mauern&nbsp;&nbsp;rund um ihr Domizil. Voll belegt ist das Gef&auml;ngnis, erfahren wir, alles Einheimische. Schlingel gibt&rsquo;s &uuml;berall. Sie m&uuml;ssen wohl oder &uuml;bel eine Zeitlang&nbsp;&nbsp;auf ihre Lieblingsbesch&auml;ftigung verzichten &#8211; Feiern aller Art.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Vorzugsweise religi&ouml;se Feste und Sakramente. Jedes Dorf hat seinen eigenen Heiligen. Daneben geben Geburten nebst Taufe, Hochzeiten, Beerdigungen und ganz gew&ouml;hnliche Familienfeste wie Geburtstage ausreichend Gelegenheit, sich zu treffen. Man k&ouml;nnte auch sagen, Gelegenheit zum Grillen. Robert Hoge, ein &uuml;ber lexikalisches Wissen verf&uuml;gender charmanter Reiseleiter aus &Ouml;sterreich, der wegen einer Sch&ouml;nen von den Azoren seinen gut dotierten Job als Nachrichtentechniker aufgegeben hat, erz&auml;hlt, wie er in den ersten beiden Jahren kaum etwas von den Inseln gesehen hat, weil er von Fest zu Fest weitergereicht worden sei. Die Selbstmordrate gehe gegen Null, erw&auml;hnt er beil&auml;ufig. Wen wundert&rsquo;s.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Menschen auf den Azoren bilden wahrlich ein geselliges V&ouml;lkchen. Picknick macht nur im Gro&szlig;familienverbund richtig Laune. Deshalb sorgen die Gemeinden nicht nur daf&uuml;r, dass in der wundersch&ouml;nen Landschaft ausreichend traumhafte Picknickhaine zur Verf&uuml;gung stehen; sie stellen auch das Brennholz bereit. Neben den gro&szlig;en Grillrosten stehen Tonnen, gelb, gr&uuml;n und blau. Zur sachgem&auml;&szlig;en Entsorgung des entstandenen M&uuml;lls.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der Gast aus Deutschland, der sich am Tag zuvor auf der Fahrt zum Flughafen noch &uuml;ber die r&uuml;cksichtslos weggeworfene Abfallt&uuml;te am Stra&szlig;enrand ge&auml;rgert hat, staunt &uuml;ber die blitzblanken Pl&auml;tze ohne ein Fitzelchen herumliegendes Papier. Die Einheimischen wissen, was sie sich und ihrer an einen Garten Eden erinnernden Heimat schuldig sind. Selbst in den Stra&szlig;en der wenigen St&auml;dte wie Ponta Delgada auf San Miguel sind dauernd Arbeiter mit Besen, Schaufel und Eimer unterwegs, um die letzten Reste von Unrat zu beseitigen. Da verwundert es einen nicht, dass die &uuml;ppige Flora der B&ouml;schungen selbst im zerkl&uuml;fteten Nordosten an abgelegenen und sich durch Schluchten windenden Stra&szlig;en einen gepflegten Eindruck macht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1773" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Parklandschaft.jpg" alt="Parklandschaft.jpg" width="640" height="376" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Parklandschaft.jpg 640w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Parklandschaft-300x176.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Das Juwel eines Parks: der private aber &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche Terra Nostra Garden in Furnas.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Man findet auf den Inseln 56 Pflanzenarten, die sonst nirgendwo auf der Welt vorkommen. Viele andere, die wir in Haus und Garten hegen und pflegen, bl&uuml;hen und sprie&szlig;en hier in freier Natur. Das imposante Blumenrohr (Canna) mit seiner Bl&uuml;tenpracht, die nicht minder sch&ouml;nen Montbretien, Hibiskus, Rhododendren, Hortensien, Azaleen, Rosen und Kamelien und vieles mehr sorgen als Importe f&uuml;r ein&nbsp;&nbsp;florales Farbenfeuerwerk. Die Bauern n&uuml;tzen den Segen der Natur und hindern ihre zahlreichen Rinder, die das ganze Jahr drau&szlig;en weiden, statt mit Elektroz&auml;unen mit Hortensienhecken daran, auszub&uuml;xen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Mutter aller Gummib&auml;ume erwartet einen in dem herrlichen Stadtpark Jardim Ant&oacute;nio Borges, in dessen pflanzlicher Vielfalt die gesamte Inselflora fokussiert scheint. Weit streckt der Baumriese seine gewaltigen Wurzeln aus. Zwischen ihnen wird der Mensch auf seine wahre Gr&ouml;&szlig;e zurechtgestutzt. Neben schierer Freude und fassungslosem Staunen beschleichen&nbsp;&nbsp;einen Demut und Scham. Dar&uuml;ber, wie gleichg&uuml;ltig in vielen Industrienationen mit der verletzlichen Natur umgegangen wird.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Robert Hoge winkt ab. Dass die Milchwirtschaft im Export die wichtigste Rolle spiele, sei nicht zuletzt der Tatsache riesiger Rodungen geschuldet, um Weideland zu gewinnen. &Uuml;ber 900 Millionen Liter Milch produzieren die K&uuml;he. Gemolken werden sie an mobilen Stationen. Der gr&ouml;&szlig;te Teil wird in fl&uuml;ssiger und in Pulverform in die Schweiz (!) und nach China exportiert; der Rest zu schmackhaftem K&auml;se &ndash; oder einem der zahlreichen Lik&ouml;re verarbeitet. Vor allem die US-Amerikaner m&ouml;gen das s&uuml;&szlig;e Ges&ouml;ff mit dem milchigen Geschmack einer alkoholisierten Mutterbrust.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Rinder selbst landen neben Gefl&uuml;gel auf dem Grill oder im Kochtopf. Die Azoreaner m&ouml;gen&rsquo;s herzhaft und fleischig zum Gem&uuml;se. Fisch geh&ouml;rt ohnehin auf den Tisch. Rustikal und einfach ist die K&uuml;che, gut gekr&auml;utert &ndash; und in der Regel von unkompliziertem Wein (von den Inseln und vom Festland) und Wasser begleitet. Wer in eine Wirtschaft, sprich Restaurant, zum Essen geht, speist dort bestimmt nicht alleine; zumal die Preise aus Sicht der Urlauber ohnehin g&uuml;nstig sind.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Anders sieht es f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrzahl der Einheimischen aus, die sich dennoch gerne eine gesellige Tafelrunde g&ouml;nnen. Das Lohnniveau liegt niedrig, rund 30 Prozent der Jugendlichen sind arbeitslos. Verm&ouml;gend sind die Nachfahren der einstigen Gro&szlig;grundbesitzer, Orangen- und Ananasbarone und die R&uuml;ckkehrer aus Kanada und den USA. &Uuml;ber eine Million Menschen hat die Inseln im Atlantik verlassen, um in der Neuen Welt ihr Gl&uuml;ck zu machen &ndash; und wenn m&ouml;glich die armen Verwandten in der alten Heimat zu alimentieren. Beide wohlhabende Gruppen erkennt man vor allem an den mit gro&szlig;en Fenstern belichteten Villen und modernen Wohnh&auml;usern mit ebenfalls viel Glas und Flachd&auml;chern.&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;<span style="font-size: 12pt;"><strong> Auch wer keine Sorgen hat, hat hier Lik&ouml;r</strong></span></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Einer von ihnen betreibt in Ribeira Grande an der Nordk&uuml;ste eine Lik&ouml;rfabrik. Die Verkostung der gro&szlig;z&uuml;gig ausgeschenkten zahlreichen Sorten mit unterschiedlichem Alkoholgehalt erweist sich als gro&szlig;e Herausforderung. Am Ende gewinnt f&uuml;r die Mehrzahl der deutschen Besucher der Maracuja-Brandy. Sie stellen nach den Festland-Portugiesen die zweitst&auml;rkste Gruppe in der Tourismusbilanz. Das freut die Azoreaner, die verst&auml;rkt auf Ferieng&auml;ste von au&szlig;erhalb der Inselgruppe setzen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mit guten Gr&uuml;nden. Neben bl&uuml;hender Landschaft und Lik&ouml;r hat die Etappe zwischen der alten und der neuen Welt noch viel zu bieten. Tee- und Tabakplantagen und eine ganz besondere Ananas. Sie ist kleiner als ihre lateinamerikanische Schwester, hat einen kleineren Bl&auml;tterbusch und schmeckt verdammt gut. Daf&uuml;r ist sie auch erheblich teurer, zumal der Anbau ziemlich kompliziert ist. Die Frucht wird in Gew&auml;chsh&auml;usern gezogen. Nach neun Monaten werden diese einger&auml;uchert und neun Tage lang verschlossen. Dadurch werden nicht nur die Sch&auml;dlinge get&ouml;tet; der Rauch wirkt gleichzeitig als Initialz&uuml;ndung f&uuml;r die Pflanzen, zu reifen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Im riesigen Furnas-Vulkankrater erstreckt sich ein See, den Blaualgen vergiftet haben. Umso schmackhafter sind die Eint&ouml;pfe, die in Edelmetallt&ouml;pfen sechs Stunden bei 90 Grad Celsius garen &ndash; barfu&szlig; geht hier niemand &#8211; , bevor sie mit einem Transporter in eine gro&szlig;e Villa gebracht werden. Dort warten bereits die Touristengruppen auf &bdquo;ihren&ldquo; vorbestellten Topf. Hungrig verl&auml;sst hier niemand den Saal &ndash; auch wenn man die Blutwurst nicht mag.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Gleich um die Ecke wartet ein weiteres der vielen Wunder, der private Terra Nostra Garden. Ein Juwel der Gartenbaukunst, in dem unter anderem Kamelien aller Art wachsen. Die grandiose Anlage mit ihren skulpturalen B&auml;umen und ihrer unglaublichen Pflanzenvielfalt entschleunigt einen ganz automatisch. Ein eisenhaltiger, mal nicht schwefliger, warmer See l&auml;dt zum erholsamen Bade f&uuml;r mehr oder weniger alte Knochen und der eine oder andere kleine Teich im Dickicht zum entspannten Ausruhen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ohnehin m&ouml;gen die Inselbewohner das Bad im hei&szlig;en Pf&uuml;hl. Wie in der tropischen Oase von Caldeira Velha unterhalb des Lagoa do Fogo, des Feuersees. M&ouml;glichst in f&uuml;lliger Gro&szlig;familienst&auml;rke. Als Gast darf man sich unbeschwert dazwischen quetschen. Hier sorgt der Schwefel daf&uuml;r, dass&nbsp;&nbsp;sich niemand etwas einf&auml;ngt, das krank macht. Wie im 17. Jahrhundert. Da hat die vom Rattenfloh &uuml;bertragene Pest auf der Insel gew&uuml;tet. Eingeschleppt hatten sie die auf den Segelschiffen als blinde Passagiere mitreisenden Ratten. In Ponta Delgada starben die Menschen wie Fliegen. Im schwefligen Furnas dagegen blieb die Welt in Ordnung. Das &uuml;bel riechende Gas und die Hitze unter den F&uuml;&szlig;en hielten die Nager fern. Au&szlig;erdem machte der Schwefel den Pestbakterien rasch den Garaus. In der geplagten Inselhauptstadt haben deshalb damals viele Menschen ihre Behausungen mit einer schwefligen Masse eingestrichen.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Oben angekommen, hat man aus etwa 800 Metern H&ouml;he vom Kraterrand einen fantastischen Blick in die Tiefe, hinab ins Blau des Sees. Und nochmals geht&#8217;s hoch hinaus; diesmal in den Westen nach Sete Cidades und dem Aussichtspunkt &bdquo;Vista do Rei&ldquo;. Nicht zu viel versprochen, der Ausblick &uuml;ber den 12 Kilometer gro&szlig;en Vulkankrater ist k&ouml;niglich. Auf dieses einmalige Panorama hatten auch die Planer eines F&uuml;nf-Sterne-Hotels Mitte der 1980er-Jahre gesetzt. Ihr Marketing-Konzept ging jedoch nicht auf. Au&szlig;er Ausblick gibt&rsquo;s dort nichts. Selbst Senioren wollen heute &#8222;Action&#8220;. Deshalb haben die Besitzer nach wenigen Jahren den riesigen Laden zugemacht, der jetzt als Bauruine vor sich hin gammelt. Mit bester Aussicht. Daf&uuml;r lohnt sich die Fahrt hinunter in den Krater zu dem gr&uuml;nen und dem blauen See.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Szenenwechsel nochmals nach Norden, in den &auml;ltesten Teil der Insel. In dessen &bdquo;Hauptstadt&ldquo; Nordeste scheint die Zeit still zu stehen. Gepflegt nat&uuml;rlich, aber weitab vom Schuss. Ein gefl&uuml;geltes Wort im Ort lautet: &bdquo;Gibt&rsquo;s was Neues?&ldquo;. Antwort: &bdquo;Da musst du aufs Festland.&ldquo;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1774" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Wal_taucht_ab.jpg" alt="Wal taucht ab.jpg" width="792" height="768" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Wal_taucht_ab.jpg 792w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Wal_taucht_ab-300x291.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/Wal_taucht_ab-768x745.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 792px) 100vw, 792px" /></p>
<p>&Uuml;bermannt vom Appetit auf Tintenfisch &#8211; der Wal taucht ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was f&uuml;r ein Vers&auml;umnis. Wir waren noch nicht an Bord der &bdquo;Moby Dick&ldquo;.&nbsp;&nbsp;Bei diesem Namen kann es nur um Wale gehen. Nicht zum Harpunieren, zum Schauen. Seit &uuml;ber 30 Jahren haben die Meeress&auml;uger rund um die Azoren ihre Ruhe. Also hinaus mit dem rustikalen Trawler auf die hohe See. Der Kapit&auml;n verspricht, nicht umzukehren, bevor nicht ein Wal gesichtet sei. Delfine begleiten das Schiff, springen in Formation &ndash; ihr Wasserballett lockt die Fotografen. Doch gegen den Riesen, dessen brauner R&uuml;cken nach vier Stunden aus dem blauen Wasser auftaucht, sind sie kleine Fische. Geruhsam schwimmt der Buckelwal dahin, bl&auml;st die Font&auml;ne der Atemluft in die H&ouml;he &ndash; l&auml;ssig Zeit zum Fotografieren und Filmen. Bis ihn der Appetit &uuml;bermannt und er abtaucht, nicht ohne mit der Schwanzflosse freundlich Winkewinke zu machen. Das war&rsquo;s; die &bdquo;Moby Dick&ldquo; macht kehrt und f&auml;hrt mit voller Kraft zur&uuml;ck nach Ponta Delgada. Das spritzt und schaukelt m&auml;chtig. Etliche Passagiere werden bleich und bleicher, wie der Bauch der Delfine, die um den &bdquo;wei&szlig;en Wal&ldquo; herum vergn&uuml;gt Fangen spielen. In ein paar Stunden sieht die Welt schon wieder anders aus. Freundlich, friedlich, beschaulich &ndash; und in der Erinnerung gr&uuml;&szlig;t eine markante Schwanzflosse. Zeit zum Abtauchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur</strong>: Polyglott on tour, Azoren, Autorin Susanne Lipps</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer&nbsp;&nbsp;</em></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Im Juli auf die Ostalb</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/unterwegs-auf-der-ostalb-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jun 2018 09:25:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Alb-Guide Östliche Alb]]></category>
		<category><![CDATA[Wandern auf der Ostalb]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/unterwegs-auf-der-ostalb-2/</guid>

					<description><![CDATA[<img class=" size-full wp-image-1716" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/06/43cb3b26768b82a0e3ec1fb837718565.jpg" alt="" width="1315" height="987" /><p>Der Hochsommermonat Juli bietet in der Kulturlandschaft Ostalb mit Albuch, H&#228;rtsfeld und Lonetal ein reichhaltiges Angebot unterschiedlichster Unternehmungen.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dazu hat der Arbeitskreis &bdquo;Alb-Guide &Ouml;stliche Alb&ldquo; im Naturschutzbund interessante natur- und landschaftskundliche F&uuml;hrungen vorbereitet.&nbsp;</p>
<ol style="list-style-type: upper-roman;">
<li>&nbsp; Am Sonntag, 1. Juli geht es bei NABU Alb-Guide und Kr&auml;uterp&auml;dagogin Martina Mack auf die Kr&auml;uterheide zu den Heidekr&auml;utern. Die botanische Exkursion rund um die G&uuml;ssenburg dauert ca. zwei Stunden . Die Anmeldung ist erforderlich. Treffpunkt: 9.30 Uhr bei der Sportgastst&auml;tte Hermaringen. Info: Tel.: 0157.78979387&nbsp;</li>
<li>Ebenfalls am Sonntag, 1. Juli, geht man mit NABU Alb-Guide Karin Marquard-Mader rund um Auernheim auf &bdquo;Die Suche nach dem Wasserdippel und anderen Sch&auml;tzen&ldquo;, zu Keltengr&auml;bern, verborgenen Hangquellen, zu einer verlorenen Burg und alten Epitaphien, ggf. mit Besichtigung der Barockkirche. Die Anmeldung ist erforderlich. &#8212;&gt; Treffpunkt: 13 Uhr, Auernheim, Parkplatz beim Waldsportpfad &#8212;&gt; Info: Tel. 0170.3268449, E-Mail an <a href="mailto:marquard-mader@web.de">marquard-mader@web.de</a>&nbsp;</li>
<li>Am Samstag, 7. Juli mit NABU Alb-Guide und Imkermeister Erich F&auml;hnle, der durch die moderne Apitherapie-Imkerei f&uuml;hrt. Dabei erhalten die Teilnehmer einen umfassenden Einblick zu Bienenprodukten und deren Anwendung, sowie altes Erfahrungswissen und neueste Forschungsergebnisse vermittelt. Es besteht Gelegenheit, viele unterschiedliche Honigsorten zu verkosten. Um Anmeldung wird gebeten. Treffpunkt: 14 Uhr in der Hirscheckstra&szlig;e 29 in K&ouml;nigsbronn-Zang. Info: Tel.: 07328.922022&nbsp;</li>
<li>Am Sonntag, 08. Juli f&uuml;hrt Alb-Guide Guido Wekemann eine &bdquo;Hochsommertour zum Ohrengipfel&ldquo;. Bei dieser ausgedehnten Tageswanderung (Dauer: 7 Stunden, Strecke: 23 km) kann man das H&auml;rtsfeld auf Schritt und Tritt erleben. Zum Abschluss besteht die M&ouml;glichkeit zur Erfrischung im Freibad K&ouml;singen (Badehose). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldung ist erforderlich. Treffpunkt: 9 Uhr, K&ouml;singen, Parkplatz am Freibad.&nbsp;&nbsp;Info: Tel.: 07326.7467 E-Mail: <a href="mailto:albguide.wekemann@wetterglas.de">albguide.wekemann@wetterglas.de</a>&nbsp;</li>
<li>Am Sonntag, 22. Juli zeigt NABU Alb-Guide Karin Marquard-Mader bei der F&uuml;hrung &#8222;H&ouml;hlenfaszination im Lonetal &#8211; Wo der Neandertaler zu Hause war&ldquo;. Besuch der faszinierenden Lonetalh&ouml;hlen am &#8222;weltkultursprung&#8220;: der Bocksteinh&ouml;hle, welche lange vom Neandertaler bewohnt war und der Hohlenstein-H&ouml;hle; wo der ber&uuml;hmte L&ouml;wenmensch zu Hause war; mit interessanten Informationen zu den einzigartigen Ausgrabungsfunden und dem Leben in der Steinzeit. Die Anmeldung ist erforderlich. Treffpunkt: 13 Uhr am Parkplatz Gasthaus zum Schl&ouml;ssle, Lindenau-Rammingen. Info: Tel. 0170.3268449, E-Mail an <a href="mailto:marquard-mader@web.de">marquard-mader@web.de</a>&nbsp;</li>
<li>Am Sonntag, 29. Juli ist man mit NABU Alb-Guide Siegfried Conrad &#8222;Auf den Spuren des Bibers entlang der Egau&#8220;. Bei der 5 km langen Wanderung erf&auml;hrt man Geschichten um den Biber, sieht Biberdamm, Burg, R&ouml;hren, Nage- und Fu&szlig;spuren. Teilnahme auch mit Kinderwagen m&ouml;glich. Die Anmeldung ist erforderlich. Treffpunkt: 13 Uhr, Dischingen, bei der Kirche;&nbsp;Info: Tel. 07325-6673 <a href="mailto:siegfried.conrad@t-online.de">siegfried.conrad@t-online.de</a>&nbsp;</li>
</ol>
<p>&nbsp; &nbsp;<strong> Info:</strong> F&uuml;r alle F&uuml;hrungen wird eine geringe Geb&uuml;hr verlangt. Die beliebten Gutscheine f&uuml;r F&uuml;hrungen des Arbeitskreises &bdquo;Alb-Guide &Ouml;stliche Alb&ldquo; sind ein ideales Geschenk; man erh&auml;lt diese in der Tourist-Information Giengen, Marktstr. 9, 89537 Giengen,&nbsp;&nbsp;Tel. 07322.952-2920 und im TUI Reise Center, In den Schlo&szlig;arkaden, Karlstr. 12, 89518 Heidenheim,&nbsp;&nbsp;&nbsp;Tel.&nbsp;07321.2 73 80, in der Tourist-Information, Hauptstra&szlig;e 21, 73450 Neresheim, Tel. 07326.8149 und bei jedem Alb-Guide.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span><span class="tve-leads-two-step-trigger tl-2step-trigger-0"></span>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
