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	<title>Nachgehakt &#8211; ostalb.net</title>
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	<description>Kultur aus Ost-Württemberg</description>
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		<title>Der Mythos schützt nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2020 08:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
		<category><![CDATA[Bill Gates]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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		<category><![CDATA[Virus]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="media/k2/items/src/0f3f7b3d024c0f56f0acc50bc50d9557.jpg" alt="" /><p><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"></span>Das muss man sich mal vorstellen. Muss man? Kann man? Soll man? Auch wenn&#8217;s schwerf&#228;llt, das Virus l&#228;sst uns keine Wahl.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Ob es nun eine Fledermaus gewesen ist, die da Ende 2019 &uuml;ber einen Markt im fernen Wuhan geflattert ist, oder ein fataler Lapsus in einem chinesischen Labor &ndash; wir haben jetzt jedenfalls die Bescherung. Covid-19 h&auml;lt die Welt in Atem. Ziemlich gemein, dieses Ding. Es hat gleich den Arzt ins Jenseits bef&ouml;rdert, der es als extremen Krankmacher entdeckt hat. Sehr wandelbar und anpassungsf&auml;hig &ndash; und hundsgemein, wenn es ihm gelingt, in die Lungen von Menschen vorzudringen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Nicht nur dort sorgt es f&uuml;r Lebensgefahr, es kann offensichtlich im ganzen Organismus f&uuml;r Durcheinander sorgen. Irgendwie ist es als blinder Passagier nach Ischgl gekommen, zum Apr&egrave;s-Ski in einer proppenvollen Bar. Und da hat es sich ein bisschen umgesehen und &ndash; eingenistet in diversen Atmungsorganen. Allein aus dem Ostalbkreis sollen 24 Busse &ndash; offizielle Lesart vier &ndash; in dem Winterlustort geparkt haben. Rechnen wir nur mal jeweils 50 Passagiere. Das gibt eine Menge Leute. Abstand halten? Wieso denn? Beim Partymachen?! Dabei hatte man im fernen Island schon einige Zeit zuvor vor der unsichtbaren gelben Gefahr gewarnt. In &Ouml;sterreich wollte man sich die Touristenkohle nicht entgehen lassen und lie&szlig; die Warnung Warnung sein. Dann hatten wir den Salat. In Coronaform. Die Pandemie.</p>
<p>&nbsp; &nbsp; B&uuml;rger haltet Abstand. B&uuml;rger tragt Masken. B&uuml;rger bleibt zuhause. Weil au&szlig;erhalb der eigenen vier W&auml;nde ohnehin nichts mehr stattfindet, das den Weg nach drau&szlig;en lohnen w&uuml;rde. &bdquo;Lockdown&ldquo; oder &bdquo;Shutdown&ldquo; f&uuml;r alle. Schlimme Geschichte. F&uuml;r alle, die davon leben, dass sie vor Menschen auftreten d&uuml;rfen, dass sie welche bewirten d&uuml;rfen; f&uuml;r die Leute, deren Behausung zum Homeoffice wird. Einschlie&szlig;lich Kinderbetreuung, weil die Kitas zu haben. Da kommt Freude auf.</p>
<p>&nbsp; &nbsp; Inzwischen k&ouml;nnen wir Corona zwar wieder entspannter sehen, weil massenhaftes verantwortungsvolles Verhalten und die warmen Temperaturen dem Virus die b&ouml;se Arbeit erschweren. Die T&ouml;nnies-Schweinerei, die den Werkvertragssklaven des Schweinebarons massenhafte Infektionen eingetragen hat, vergessen wir dar&uuml;ber nicht. Daf&uuml;r hat die Zeit, in der fast alles stillgestanden ist, eine Spezies auf den Plan gerufen, die man nur aus schlechten Romanen zu kennen glaubte. Die Mythenprediger, die &bdquo;Basisdemokraten&ldquo;, die Coronaleugner, die Maskengegner, die Verschw&ouml;rungstheoretiker. Ein ziemlich bunter Haufen, der einem das Sto&szlig;gebet &uuml;ber die Lippen treibt: &bdquo;Oh Herr, schmei&szlig; Hirn ra!&ldquo; Tats&auml;chlich finden sie Wissenschaftler, meist emeritiert, und Blogger, die mit der fatalen Wirklichkeit auf dem Kriegsfu&szlig; stehen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wir allerdings vertrauen lieber auf den Virologen Drosten und Co. Dieses Virus hat nichts mit einem Grippekollegen gemeinsam. Deshalb sind die vergleichenden Betrachtungen von Todesf&auml;llen allerh&ouml;chstens zynisch. Vielleicht sollten die fast panischen Reaktionen in Chinas Hauptstadt auf das Auftreten neuer Erkrankungen oder die rapide steigende Zahl der Toten in den USA zu denken geben. Wo der Pr&auml;sident ohne Maske vor seinen offensichtlich ebenso bescheuerten Anh&auml;ngern Wahlkampf macht. Statt zu erkennen, dass man dieser weltweiten Bedrohung nur durch gemeinsames weltweites Handeln wirksam begegnen kann. Zumindest bis ein wirksamer Impfstoff die Menschen sch&uuml;tzen kann.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Vor Mitte n&auml;chsten Jahres ist kaum damit zu rechnen. Aber Vorsicht; die Bill Gates Stiftung soll dessen Entwicklung mit einigen Millionen Dollar f&ouml;rdern. Ausgerechnet. Wo der superreiche Ami doch nur im Schilde f&uuml;hrt, was ihm selbst n&uuml;tzt. Sagen die Corona-Mythologen. Ohnehin stecken f&uuml;r sie Regierungen &ndash; ob Land oder Bund &#8211; unter einer Decke, um mit der Angst vor dem Virus b&uuml;rgerferne Politik zu machen. Grundgesetz aush&ouml;hlen, B&uuml;rgerrechte mit F&uuml;&szlig;en treten und so. Wer da nicht die Maske fallen l&auml;sst und gegen &bdquo;die da oben&ldquo; protestiert, dem ist ohnehin nicht zu helfen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wir lassen lieber die Maske auf und fragen uns, wie linke und rechte Radikale mit dem Ball umgehen, den ihnen diejenigen zuspielen, die ihre Freiheitsrechte so massiv gef&auml;hrdet sehen. Vor allem, wenn im Herbst mit Sicherheit die zweite Welle die Coronabetten in den Kliniken f&uuml;llen wird. Aber die Mythologen sch&uuml;tzt ja ihr Mythos. Wetten w&uuml;rde ich darauf allerdings nicht!&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer</em> &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p>
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		<title>Deutschland Bildungswunderland?</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/deutschland-bildungswunderland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2019 08:46:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
		<category><![CDATA["Bildungsrepublik"]]></category>
		<category><![CDATA[Ansehen der Erzieher]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalb]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialprestige]]></category>
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					<description><![CDATA[Was sind Deutschlands wichtigste Bodensch&#228;tze? Von Kretschmann bis Merkel und der fr&#252;heren Ministerpr&#228;sidentin des Saarl&#228;ndles, AKK, herrscht Einverst&#228;ndnis: Bildung und nochmals Bildung. Deshalb investieren Bund und L&#228;nder was immer die Staatsfinanzen hergeben in Forschung und Ausbildung. Ein Wunderland. W&#228;re da nicht die Schwester des Wunders, das M&#228;rchen. Mit Kohle ist schon l&#228;ngst keine Kohle mehr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" size-full wp-image-2175" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/12/6df901b16372d215be01b1ccfd4892aa.jpg" alt="" width="1280" height="854" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/12/6df901b16372d215be01b1ccfd4892aa.jpg 1280w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/12/6df901b16372d215be01b1ccfd4892aa-300x200.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/12/6df901b16372d215be01b1ccfd4892aa-1024x683.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/12/6df901b16372d215be01b1ccfd4892aa-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>Was sind Deutschlands wichtigste Bodensch&auml;tze? Von Kretschmann bis Merkel und der fr&uuml;heren Ministerpr&auml;sidentin des Saarl&auml;ndles, AKK, herrscht Einverst&auml;ndnis: Bildung und nochmals Bildung. Deshalb investieren Bund und L&auml;nder was immer die Staatsfinanzen hergeben in Forschung und Ausbildung. Ein Wunderland. W&auml;re da nicht die Schwester des Wunders, das M&auml;rchen. Mit Kohle ist schon l&auml;ngst keine Kohle mehr zu machen. Ob schwarz oder braun (die Kohle), ihr Abbau kostet nur, muss subventioniert werden, macht &Auml;rger. Die Steinkohle steht tats&auml;chlich vor dem Aus. Wo in Essen einst die Zeche Zollverein das schwarze Gold ans Tageslicht geholt hat, warten heute ein fantastisches Bergbaumuseum und ein wahrlich buntes Designmuseum auf die Besucher. Insofern hat die Bildung dort bereits den ohnehin auf dem Index der Klimasch&uuml;tzer stehenden Bodenschatz ausgestochen. &Auml;hnliches kann man in Bochum mit seinem Schaubergwerk erleben. Tats&auml;chlich blinken da nur einzelne Leuchtt&uuml;rme.</p>
<p><strong>&#8222;Bildungsrepublik&#8220; in Zahlen</strong></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Wirklichkeit sieht anders aus. Elf Jahre sind es her, dass Bund und L&auml;nder die &bdquo;Bildungsrepublik&ldquo; ausgerufen haben. Verschiedene ambitionierte Ziele hat man sich gesetzt. Unterm Strich herrscht Ern&uuml;chterung. Lediglich die Studienanf&auml;nger- und die Weiterbildungsquoten von 40 bis 50 Prozent sind erreicht worden. In Finnland liegt die Abschlussquote f&uuml;r die Mittlere Reife deutlich &uuml;ber 90 Prozent; die meisten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler lernen weiter bis zum Abitur, das immer noch fast 90 Prozent von ihnen absolvieren. In Deutschland lag diese Quote 2018 im Durchschnitt bei rund 40 Prozent. Spitzenreiter ist der Stadtstaat Hamburg mit 54,8 Prozent; Schlusslicht ist &uuml;berraschend Bayern mit 32,1 Prozent, w&auml;hrend Baden-W&uuml;rttemberg mit 42,4 Prozent immerhin noch Platz 5 belegt. Wie sieht es mit der Forschung aus? Nur ein kleines Schlaglicht: Wer in der Medizin &nbsp;forscht, speziell in den Grenzbereichen zu anderen Disziplinen, kann es gleich bleiben lassen, wenn er nicht gen&uuml;gend sogenannte &#8222;Drittmittel&#8220; au&szlig;erhalb der Uni auftreiben kann. Das hei&szlig;t, bei Stiftungen anzuklopfen, der Deutschen Forschungsgemeinschaft das Projekt schmackhaft machen, oder die schwerreiche Pharmaindustrie anzubaggern. Letzteres hei&szlig;t h&auml;ufig einen Pakt mit dem Beelzebub zu schlie&szlig;en. Denn gef&ouml;rdert wird, was gef&auml;llt, also Aussicht auf deutliche Gewinne verspricht.&nbsp;</p>
<p><strong>&nbsp;An den Finnen ein Beispiel nehmen</strong> &nbsp;&nbsp;</p>
<p>Bildungsforscher haben errechnet, dass in der Bundesrepublik die Ausgaben f&uuml;r Bildung sogar gesunken sind. Das mag mit der f&ouml;deralen Struktur und der Kulturhoheit der L&auml;nder zu tun haben. Insofern mag ein Vergleich mit den finnischen Verh&auml;ltnissen etwas hinken. Fakt ist jedoch, dass bei den Nordm&auml;nnern eine Schulklasse maximal 20 Sch&uuml;ler haben soll. Noch viel wichtiger scheint jedoch das Ansehen und das soziale Prestige zu sein, das die Lehrerinnen und Lehrer dort genie&szlig;en. Obwohl sie im Vergleich mit Deutschland schlechter bezahlt sind, bewerben sich auf 100 freie Studienpl&auml;tze seit Jahren rund 1000 Abiturienten. Das sind zehn Prozent des jeweiligen Jahrgangs. Und nicht die schlechtesten. Dem hohen Sozialprestige geschuldet ist auch die Tatsache, dass die Finnen kein Problem haben, Bewerber f&uuml;r die akademische Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher zu finden.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hierzulande indes korreliert das Lehrergehalt nicht mit dem Ansehen. Daran tr&auml;gt die Kultuspolitik ein ger&uuml;ttelt Ma&szlig; an Schuld. Nur ein Beispiel: Wer Gymnasiallehrer an Grundschulen einsetzen m&ouml;chte, weil es dort wegen katastrophaler Planung an P&auml;dagogen fehlt, und &ndash; noch schlimmer &ndash; Lehrkr&auml;fte, die als Feuerwehr fungieren, w&auml;hrend der Sommerferien am ausgestreckten Arm verhungern lassen, muss sich nicht wundern, wenn die Guten der Kultusministerin Susanne Eisenmann eine lange Nase zeigen und zum Beispiel in der Schweiz anheuern. Wobei sie f&uuml;r die in der Vergangenheit falsch gestellten Weichen nichts kann.</p>
<p><strong>Die Bildung geht baden</strong></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das zeitigt fatale Folgen. Kinder sind ein unverzichtbarer Wechsel auf eine gesicherte Zukunft f&uuml;r die &Auml;lteren. Nun wird im Musterl&auml;ndle jedoch nur noch an jeder vierten Grundschule Schwimmunterricht erteilt. Weil kein Schwimmbad in zeitlich erreichbarer N&auml;he ist &ndash; und weil qualifizierte Lehrer fehlen. Deshalb ertrinken hier bundesweit am meisten Kinder. Den Eltern die Verantwortung daf&uuml;r zuzuschieben, dass ihr Nachwuchs schwimmen kann, wie es Eisenmann tut, ist angesichts der traurigen Fakten erb&auml;rmlich.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Klettert man in der Schulkarriere nach oben bis zum Abitur, stellt man fest, dass sich die Notendurchschnitte zwar verbessert haben. Gleichzeitig beklagen die Hochschulen mangelnde F&auml;higkeiten zum Beginn eines Grundstudiums. Das Gymnasium versagt in seiner Hauptaufgabe, weil die Anforderungen konsequent nach unten geschraubt werden. Ausnahmen best&auml;tigen die Regel.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Deutschland Bildungswunderland? Von wegen, im Sumpf von f&ouml;deraler Hochn&auml;sigkeit und wuchernder B&uuml;rokratie treibt es mit seinem wichtigsten Schatz Schindluder. Weiter so im Jahr 2020? Hoffentlich nicht!</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer</em></p>
<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kein Sprung ins Leere</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/vor-50-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Sep 2019 08:15:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
		<category><![CDATA["Anyone's Daughter"]]></category>
		<category><![CDATA["Easy Rider"]]></category>
		<category><![CDATA["twen"]]></category>
		<category><![CDATA[Beatles]]></category>
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					<description><![CDATA[2019 ist ein Jubil&#228;umsjahr. Besonders rund f&#252;r alles, was vor 50 Jahren geschehen ist. 1969 haben die &#8222;Beatles&#8220; mit ihrem elften Studioalbum &#8222;Abbey Road&#8220; das Ende der &#8222;Fab Four&#8220; eingel&#228;utet. Von nun werden sie getrennte Wege gehen. &#160; &#160;&#8222;Keiner wagt ihn &#8211; den Sprung ins Leere. Wir alle wagen nur den ins Fastleere. Jeder lebt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-2108" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/09/cb1c367cf984f0ad2cae4fa928f517fc.jpg" alt="" width="600" height="896" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/09/cb1c367cf984f0ad2cae4fa928f517fc.jpg 600w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/09/cb1c367cf984f0ad2cae4fa928f517fc-201x300.jpg 201w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>2019 ist ein Jubil&auml;umsjahr. Besonders rund f&uuml;r alles, was vor 50 Jahren geschehen ist. 1969 haben die &bdquo;Beatles&ldquo; mit ihrem elften Studioalbum &bdquo;Abbey Road&ldquo; das Ende der &bdquo;Fab Four&ldquo; eingel&auml;utet. Von nun werden sie getrennte Wege gehen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;&bdquo;Keiner wagt ihn &ndash; den Sprung ins Leere. Wir alle wagen nur den ins Fastleere. Jeder lebt f&uuml;r sich und betreibt seine eigene Philosophie, getragen von Unfreiheit.&ldquo; So beginnt der aus heutiger Sicht argumentativ recht einfach und larmoyant gestrickte Text zu der 1969 unter dem Label der 1971 eingestellten hippen Zeitschrift &bdquo;twen&ldquo; erschienenen LP &bdquo;Off 2 Hallucinations&ldquo;. Mit dem Untertitel &bdquo;Psychedelic Underground&ldquo; beschw&ouml;rt sie die befreiende Wirkung der &bdquo;Psychomusic&ldquo; als weitaus weniger sch&auml;dlichen Ersatz f&uuml;r psychotoxische Substanzen wie LSD, die einen in einen &bdquo;Freiheitstraum&ldquo; entf&uuml;hren (k&ouml;nnen). Zum Einsatz kommen Bands wie &bdquo;MC 5&ldquo;, &bdquo;The Holy Modal Rounders&ldquo;, &bdquo;Rhinoceros&ldquo;, &bdquo;Earth Opera&ldquo;, &bdquo;The Incredible String Band&ldquo; und &bdquo;The Doors&ldquo;, um nur einige zu nennen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Ebenfalls 1969 treten im Flecken White Lake im Bundesstaat New York 70 Kilometer s&uuml;dwestlich von Woodstock vor gesch&auml;tzten 400.000 entspannten Fans 32 Bands und S&auml;ngerinnen und S&auml;nger auf. Sex and Drugs and Rock &rsquo;n&lsquo; Roll und eine Menge anderer Musikstile zeigen &uuml;berzeugend Wirkung. Im fernen Vietnam hat ein Jahr zuvor Amerikas Army durch das Massaker von My Lai nicht nur das Gesicht sondern letztlich auch den Krieg gegen den kommunistischen Norden verloren. Vor diesem d&uuml;steren Hintergrund gilt das Festival auch als eine riesige friedliche Demonstration gegen diesen Krieg, der die Nation spaltet.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Dass es in Woodstock stattgefunden hat, liegt an Bob Dylan. &bdquo;His Bobness&ldquo; hatte bei dem kleinen Ort einen Motorradunfall und blieb dort gleich zur Regeneration. Das ideale Zugpferd f&uuml;r ein gro&szlig;es Festival denkt sich ein Veranstalter, klopft bei dem vom Folk- zum Rockstar mutierten Poeten an &ndash; und holt sich eine barsche Abfuhr. Einer der wie in &bdquo;Playboys and Playgirls&ldquo; gegen &bdquo;wahnsinnige Kriegstreiberparolen&ldquo;, &bdquo;Kommunistenj&auml;ger&ldquo; und &bdquo;Rassenhetzer&ldquo; ansingt, den muss doch so eine Kulisse magnetisch anziehen, mag er &uuml;berlegt haben. Falsch gedacht. Als das Mammutkonzert beginnt, hat sich Dylan schon l&auml;ngst vom Acker gemacht. Dieser Mann l&auml;sst sich nicht instrumentalisieren.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;50 Jahre sind seitdem vergangen. Welche Musik hat mich in diesen f&uuml;nf Jahrzehnten begleitet? Vom Cover einer meiner ersten Langspielplatten blickt mich der junge Bob Dylan mit pr&uuml;fender Skepsis an, &bdquo;Highway 61 Revisited&ldquo;. An dieser Stra&szlig;e, an der auch sein Geburtsort Duluth liegt, haben einige der gr&ouml;&szlig;ten Blues-Legenden gelebt. Einige davon sind ebenfalls in meiner Plattensammlung gelandet. &bdquo;Like a Rolling Stone&ldquo;, einer der gro&szlig;en Hits dieser Scheibe, f&uuml;hrt einen zwangsl&auml;ufig zu den &bdquo;Rolling Stones&ldquo;. Zuvor stehen die Pilzk&ouml;pfe aus Liverpool auf der Liste meiner musikalischen Begehrlichkeiten. Mit der &bdquo;ungehobelten&ldquo; Jagger-Truppe werde ich mich erst Jahre sp&auml;ter anfreunden, dann aber dauerhaft.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Vor 50 Jahren ist &bdquo;Easy Rider&ldquo; in die Kinos gekommen. Peter Fonda und Denis Hopper machen als Wyatt und Billy auf ihren Harleys mit dem Kokain-Schmuggel ein wenig Kohle, bis die beiden von den &bdquo;bodenst&auml;ndigen&ldquo; Insassen eines Pickups, denen die Langhaarigen zuwider sind, &uuml;ber den Haufen geschossen werden. Der Soundtrack zu dem Film ist legend&auml;r. &bdquo;Steppenwolf&ldquo;, &bdquo;The Byrds&ldquo;, &bdquo;The Jimi Hendrix Experience&ldquo;, &bdquo;Fraternity of Man&ldquo;, &bdquo;The Electric Prunes&ldquo;, &bdquo;Smith&ldquo;, Roger McGuinn und &bdquo;The Holy Modal Rounders&ldquo; treffen sich auf der LP wieder. Das glatte Gegenteil dazu begegnet mir mit dem Trio &bdquo;Taste&ldquo;. Den Iren scheint mit ihrem kantigen Bluesrock die Zukunft zu geh&ouml;ren &ndash; bis Rory Gallagher im September 1970 aussteigt. &bdquo;Suzanne&ldquo; und &bdquo;Marianne&ldquo; vers&uuml;&szlig;en die Zeit zwischen Tag und Traum &#8211; Leonard Cohen sei Dank. Mit dem symphonisch beginnenden &bdquo;April&ldquo; sind &bdquo;Deep Purple&ldquo; bis heute treue Weggef&auml;hrten. &bdquo;Pink Floyd&ldquo;, &bdquo;Crosby, Stills, Nash &amp; Young&ldquo;, Alexis Korner, Eric Clapton, Bruce Springsteen, Mark Knopfler mit seinen &bdquo;Dire Straits&ldquo;, &bdquo;Blood, Sweat &amp; Tears&ldquo; und viele andere sind dazugekommen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp; Selbst welche aus dem &bdquo;L&auml;ndle&ldquo;. 1972 gr&uuml;nden Uwe Karpa und Matthias Ulmer in Stuttgart ein Quartett geeignet, das mit seinem &bdquo;Progressive Rock&ldquo; auf der Ostalb Stammgast gewesen ist &#8211; &bdquo;Anyone&rsquo;s Daughter&ldquo;.&nbsp;&nbsp;1986 l&ouml;st sich die Band auf; zur Jahrtausendwende kommt&rsquo;s zu einer Wiedervereinigung. 2018 erscheint die Platte &bdquo;Living the Future&ldquo;. Immer noch dabei mit Keyboard und Stimme: Matthias Ulmer.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Zum Schluss blicke&nbsp;&nbsp;ich nochmals weit in die Vergangenheit zur&uuml;ck. Zu einem Doppelalbum mit echt stylischem Cover. Aufgenommen wurde es &bdquo;am Totensonntag anno 1977 zwischen 8.45 Uhr morgens und 3 Uhr in der Nacht bei Scheune-Records in (D-7081) Westhausen&ldquo;. &bdquo;Mohren Skiffle&ldquo; nannte sich diese erlesene Truppe aus Aalen, die Ohrw&uuml;rmer wie &bdquo;Franz war Japanese&ldquo;, &bdquo;Fu&szlig;pilz&ldquo;, &bdquo;Blue Ridge Mountains&ldquo; und andere Traditionals in Rillen gepresst hat. Die Besetzung liest sich als ein &bdquo;Who is Who&ldquo; der damaligen Musikszene der Kreisstadt: Dimitrij Tramba (Geige, Gitarre, Banjo), Gabi Hailer (Geige, Fl&ouml;te, Mandoline, Gesang, Glockenspiel), Ernst Hehr (Geige, Gitarre, Banjo, Mandoline, Glockenspiel, Gesang), J&uuml;rgen &bdquo;Buddha&ldquo; Ziegelbauer (Gitarre, 5-String-Banjo, Gesang), Wolfgang &bdquo;Yogi&ldquo; P&ouml;sselt (Washboard, Percussion, Gesang, Ger&auml;usche), Ray &bdquo;Gondel&ldquo; Contrael (T-Bass, Gitarre, Spoons, Gesang, Ger&auml;usche). &ndash; Im Blick auf die eingangs angestimmte Klage, dass keiner den Sprung ins Leere wage, also den Mut zum Risiko zeige, das Freiheit mit sich bringt, bleibt mir nur noch, die &bdquo;Mohren Skiffle&ldquo; mit diesem Pr&auml;dikat zu w&uuml;rdigen: Weniger Leere war nie!</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer&nbsp;</em></p>
<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Ein paar Grad mehr</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/ein-paar-grad-mehr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2019 17:33:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
		<category><![CDATA[Arsenale]]></category>
		<category><![CDATA[Biennale Venedig]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalb]]></category>
		<category><![CDATA[Salvini]]></category>
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					<description><![CDATA[<img class=" size-full wp-image-2069" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2019/06/d684a5f1d6d18e9647b504aaaaf15048.jpg" alt="" width="284" height="427" /><p>&#160;Es ist Freitag, wenn ich diese Zeilen schreibe. Friday for Future. Zeit und Aufforderung, f&#252;r ein gutes Klima zu demonstrieren.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Ein paar Grad mehr im zwischenmenschlichen Miteinander haben andere Auswirkungen, als zwei Grad mehr Erderw&auml;rmung. Beides geh&ouml;rt zusammen. Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, k&ouml;nnen wir verhindern, dass die Ozeane Inseln verschlucken und ganze Landstriche &uuml;berfluten. Deshalb haben die jungen Leute, die nach dem Vorbild der Schwedin Greta Thunberg f&uuml;r den Klimaschutz auf die Stra&szlig;e gehen und damit nicht nur f&uuml;r ihre, sondern auch f&uuml;r die Zukunft von uns allen &bdquo;streiken&ldquo;, Anerkennung verdient.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sie handeln im Sinn der 17 &ouml;kologischen, &ouml;konomischen und sozialen UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs = Sustainable Development Goals). Die aus Schw&auml;bisch Gm&uuml;nd stammende und mit ihrer Familie in New York lebende bildende K&uuml;nstlerin Regina Baumhauer hat diese 17 Ziele in Bronzereliefs dargestellt und bef&uuml;hlbar gemacht. Ausgestellt wurden die Tafeln im Rahmen ihres Projekts &bdquo;EdUcation 4 futUrE. Demokratie=Bunt&ldquo; bei Veranstaltungen in Schw&auml;bisch Gm&uuml;nd, Aalen und Heidenheim. Der seit vielen Jahren unverdrossen mit einer MS-Erkrankung k&auml;mpfenden K&uuml;nstlerin sind vor allem das zweite Ziel (Kein Hunger) und das dritte (Gesundheit/Wohlergehen) wichtig. Bildung f&uuml;r alle ohnehin.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Besondere Freude d&uuml;rfte Regina Baumhauer eine Aktion in ihrer Heimatstadt machen. Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler der Mozartschule haben die &bdquo;Gm&uuml;nder Charta der Gemeinsamkeiten&ldquo; gemalt. Die Bilder waren bis Ende Juni in einer Ausstellung im Gm&uuml;nder Rathaus zu sehen. &Uuml;ber 400 Gm&uuml;nderinnen und Gm&uuml;nder hatten zusammen zw&ouml;lf Thesen erarbeitet, die eine Richtschnur f&uuml;r das Miteinander in der Stadt bildensollen.So finden sich in diesen Gm&uuml;nder &bdquo;SDGs&ldquo; Themen wie die sorgende und sichere Gemeinschaft, Heimat f&uuml;r alle Menschen, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit wieder.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der offizielle deutsche Titel dieser besonderen UN-Charta lautet &bdquo;Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 f&uuml;r eine nachhaltige Entwicklung.&ldquo; &bdquo;Weltzukunftsvertrag&ldquo; klingt ebenfalls nicht schlecht. Zumal schon die alten R&ouml;mer gelehrt haben: &bdquo;Pacta sunt servanda.&ldquo; Vertr&auml;ge sind einzuhalten. Papier ist indes ebenso geduldig, wie Pergament es schon damals gewesen ist. B&ouml;se Menschen behaupten, Vertr&auml;ge seien dazu da, um gebrochen zu werden. In der pragmatischen Praxis gelten solche Vereinbarungen so lange als gut, wie sie dem eigenen Interesse dienen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nun soll ja besagter Vertrag die Zukunft der ganzen Welt sichern und nicht nur partikularen Interessen dienen. Etwas Besseres kann der Menschheit sowie der Tier- und Pflanzenwelt gar nicht passieren. Diese hoffnungsvolle Aussicht hat nur einen kleinen Haken. Der Wunsch der V&ouml;lker erf&uuml;llt sich allzu selten im Handeln ihrer Regierungen. Zu viele Autokraten, Diktatoren und Tyrannen von West bis Ost und S&uuml;d bis Nord treten die Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en und halten die Charta der Nachhaltigkeitsziele f&uuml;r einen Kanon der Unzumutbarkeiten.&nbsp;&nbsp;Der italienische Innenminister Matteo Salvini und Chef der rechten Lega will Kapit&auml;ne bestrafen, die mit Gefl&uuml;chteten an Bord in italienische Hoheitsgew&auml;sser fahren. Vielleicht sollte er mal die Biennale in Venedig besuchen. Dort steht am Rand der alten Schiffswerft Arsenale ein Wrack aufgebockt. Der f&uuml;r 15 Matrosen gedachte Fischkutter war am 18. April 2015 193 Kilometer vor der italienischen Insel Lampedusa gekentert und gesunken. An Deck und im Bauch zwischen 700 und &uuml;ber 1100 afrikanischen Fl&uuml;chtlingen, so die Sch&auml;tzung. Um die Leichen bergen zu k&ouml;nnen, musste eine viereckige &Ouml;ffnung in die Bordwand geschnitten werden. Im Kontext der Biennale mit Genderthemen und Beitr&auml;gen zu&nbsp;Klimawandel, Rassismus, Digitalisierung und Globalisierung stellt sich die Frage, ob das von dem Schweizer K&uuml;nstler Christoph B&uuml;chel installierte Schiff Kunst oder Mahnmal oder beides in einem ist. Engagierte Kunst hat immer einen mahnenden Charakter. Deshalb steht das Wrack mit seiner grauenvollen Vergangenheit am Rand der Biennale und eines kleinen Hafens, in dem Polizeiboote vor Anker liegen, genau am richtigen Ort. Ach ja, Salvini. Wir w&uuml;rden ihm eine Nacht im Bauch des Kahns g&ouml;nnen. Ganz im Finstern, ohne Loch in der Seitenwand. Vielleicht w&uuml;rde ihm dann ein Licht aufgehen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die SWR-Redakteurin Filiz K&uuml;krekol hat &uuml;brigens folgenden Vorschlag gemacht, das vor 70 Jahren beschlossene Grundgesetz zeitgem&auml;&szlig; zu erg&auml;nzen: &sbquo;Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Einwanderungsland. Alle Menschen nehmen in gleicher Weise an unserem Zusammenleben teil. Dieses Zusammenleben auf allen Ebenen durch Integration zu f&ouml;rdern, ist das Ziel aller Organisationen im Land.&ldquo; Mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und der 1948 von den UN verabschiedeten Allgemeinen Erkl&auml;rung der Menschenrechte als Basis. Beide sind rechtlich nicht bindend. Umso st&auml;rker setzen wir auf das Prinzip Hoffnung.&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer</em></p>
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		<title>Im Bann der Bilder</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/im-bann-der-bilder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2018 20:42:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
		<category><![CDATA[Boko Haram]]></category>
		<category><![CDATA[Karikatur]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria]]></category>
		<category><![CDATA[Shell]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwei Bilder gehen mir nicht aus dem Kopf. Auf dem einen sieht mich eine anmutige junge Frau mit ihren dunklen Augen sehr ernst an. Sie ist eine der &#8222;Stolen Girls&#8220;, der 276 Sch&#252;lerinnen, die im April 2014 bei einem &#220;berfall der islamistischen Terrororganisation Boko Haram&#160;auf das Dorf Chibok im Nordosten Nigerias entf&#252;hrt worden sind. Waren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="media/k2/items/src/5d9106cd3b26b3ecac196958778c9f70.jpg" alt="" /></p>
<p>Zwei Bilder gehen mir nicht aus dem Kopf. Auf dem einen sieht mich eine anmutige junge Frau mit ihren dunklen Augen sehr ernst an. Sie ist eine der &bdquo;Stolen Girls&ldquo;, der 276 Sch&uuml;lerinnen, die im April 2014 bei einem &Uuml;berfall der islamistischen Terrororganisation Boko Haram&nbsp;auf das Dorf Chibok im Nordosten Nigerias entf&uuml;hrt worden sind. Waren kann man nicht schreiben, weil sich bis heute Tausende Frauen in der Knechtschaft der Terroristen befinden. Dem M&auml;dchen auf dem Faltblatt einer Ausstellung, die im Herbst dieses Jahres im Stadthaus Ulm zu sehen war, ist die Flucht gelungen. Mit einem Kind ihrer Vergewaltiger unter dem Herzen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2015 waren der ZEIT-Reporter Wolfgang Bauer und der Fotograf Andy Spyra nach Nigeria gereist, um mit Frauen und M&auml;dchen zu sprechen, die fl&uuml;chten konnten. Die Fotochefin der Wochenzeitung, Ellen Dietrich, hat Spyras Aufnahmen als &bdquo;un&uuml;berh&ouml;rbares Statement&ldquo; bezeichnet: &bdquo;ecce homo &ndash; siehe, der Mensch&ldquo;.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In der zweitgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft Afrikas macht der in Den Haag mit seiner Hauptverwaltung beheimatete und global aufgestellte Mineral&ouml;lkonzern Shell nach wie vor satte Gewinne, seit er Mitte des letzten Jahrhunderts im Nigerdelta mit der Erd&ouml;lf&ouml;rderung begonnen hat. Und es nachhaltig mit der &Ouml;lpest verseucht hat, wie Kritiker klagen. Aber das Geld sprudelt wie gesagt im christlichen S&uuml;den und nicht im moslemischen Norden. Mammon geht vor Moral, wie die zaghaften Versuche der Regierung zeigen, die Terroristen zu z&uuml;geln. Pech gehabt, in der falschen Gegend geboren, k&ouml;nnte man zynisch shellm&auml;&szlig;ig zu der jungen Frau sagen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das andere Bild kommt dem ersten erschreckend nahe. Der syrische Cartoonist Hussam Sarah zeichnet den Santa Claus, wie er mit seinem Schlitten durch den n&auml;chtlichen Himmel an der hellen Erde vorbeifliegt. Nur wird sein Gef&auml;hrt von zwei D&uuml;senj&auml;gern gezogen und seine Geschenke fallen als Bomben hinab. Leider besteht kein hinreichender Grund zur Hoffnung, dass sich an diesem Bild bis in einem Jahr etwas &auml;ndern k&ouml;nnte. (Zur Zeit ist es in der Ausstellung &bdquo;IDENTITY&ldquo; des Kunstvereins KISS auf Schloss Untergr&ouml;ningen zu sehen.)&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nach den Attentaten in Schulen und Kirchen in den USA hat ein Sprecher des NRA-TV (also des Senders der National Rifle Association) behauptet, h&auml;tte es vor f&uuml;nf Jahren schon bewaffnete Kr&auml;fte an Schulen gegeben, w&auml;re alles viel sicherer. Der Pr&auml;sident dieses Landes hat empfohlen, jeden Lehrer mit einer Knarre auszustatten. Das nennt man Bildungssicherheit nach Trumps Art. Und vielleicht gleich jeden Rabbi, Pastor und Imam ebenfalls? Dann w&auml;re der Erzbischof von San Salvador, Oscar Romero, vielleicht noch am Leben. Er ist am 24. M&auml;rz 1980 von einem gedungenen Soldaten ermordet worden, als er in einer Krankenhauskapelle eine Messe hielt. Genug von den unterirdischen Moralvorstellungen dieses Pr&auml;sidenten.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ein bisschen Weihnachtsbotschaft soll schon noch sein. Welche Weisheit hat der Philosoph Nietzsche f&uuml;r uns parat? &bdquo;Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen.&ldquo; Und welche Antwort gibt der charismatische neue Dirigent des SWR Symphonieorchesters, Teodor Currentzis auf die Frage &bdquo;Warum machen wir Kunst?&ldquo; &bdquo;Weil wir die Welt erschaffen wollen, in der wir leben.&ldquo; Ein guter Vorsatz f&uuml;r das neue Jahr 2019. Machen Sie mit!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wolfgang Nu&szlig;baumer&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Steinzeit in der Republik</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/steinzeit-in-der-republik-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Aug 2018 07:41:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst und Kontemplation]]></category>
		<category><![CDATA[Steinmauern und Steinsäulen]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz ums Goldene Konsum-Kalb]]></category>
		<category><![CDATA[Verdinglichung]]></category>
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					<description><![CDATA[<img class=" size-full wp-image-1787" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/08/2448909041eb1b59b4b28c16cb918292.jpg" alt="" width="1024" height="683" /><p>Welches Gef&#252;hl steigt in Ihnen auf bei dieser Situation: Sie wollen ganz selbstverst&#228;ndlich kurz einen Blick in &#246;ffentliche Ausstellungsr&#228;ume werfen, die nach alter Tradition auch &#252;ber die Mittagszeit zum Besuch einladen. Und stehen pl&#246;tzlich vor verschlossener T&#252;r.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Ein Schild belehrt Sie, dass dar&uuml;ber hinaus die &Ouml;ffnungszeiten stark eingeschr&auml;nkt worden sind. Ein paar Schritte weiter steht eine Kirche. Ort der Stille, des Gebets, der Besinnung; Enklave des Inneren in einer Welt des &Auml;u&szlig;eren. Doch die Pforte ist verschlossen. Den Schl&uuml;ssel gibt&rsquo;s beim Mesner.</p>
<p>&nbsp; &nbsp; Ach, Sie brauchen noch Zahnpasta, Hemd und ein paar Socken? Kein Problem. Das Kaufhaus nebenan hat durchgehend ge&ouml;ffnet. Vielleicht in gar nicht so weiter Ferne rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Welches Gef&uuml;hl steigt da in Ihnen auf? Stimmen unsere gesellschaftlichen Werterelationen noch, wenn dem Konsum T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet und sie Kunst und Kontemplation vor der Nase zugemacht werden? Ist kein Geld da f&uuml;r die Rentnerin oder den Rentner, der in der Ausstellung f&uuml;r ein paar Euro Aufsicht f&uuml;hren k&ouml;nnte? Vielleicht w&uuml;rde auch jemand umsonst diesen Job machen, weil er ja nicht vergeblich ist. Kirchent&uuml;r zu, weil sonst ein Dieb den Opferstock knacken oder eine Dumpfbacke an geweihtem Ort ihre Zerst&ouml;rungswut ausleben k&ouml;nnte. Gleichzeitig mutet uns privates Fernsehen immer peinlichere Einblicke in das Seelen- und Sexualleben mehr oder weniger unbedarfter Mitmenschen und Scheinpromis zu. Big Brother k&auml;mpft sich in diversen Castingshows und Realitysoaps durch das Dschungelcamp der geistigen Notdurft. Und die Flut der Talkshows l&auml;sst sich mit wenigen Ausnahmen nur durch den Aus-Knopf am TV stoppen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Muss man sich ja nicht antun, die Bohlens, K&uuml;blb&ouml;cks und Klums dieser Welt (Auswahl beliebig). Diese Beispiele sind jedoch symptomatisch f&uuml;r zwei bedenkliche Entwicklungen: f&uuml;r eine zunehmende Verdinglichung und Ver-&Auml;u&szlig;erung der Gesellschaft und damit korrespondierend eine (in Spielshows (!) noch nutzbringend pervertierte) steigende Aggressivit&auml;t. Wir k&ouml;nnen hier nicht tiefere Ursachenforschung betreiben. Beispielsweise dar&uuml;ber nachdenken, wie stetig sinkende Realeinkommen und die &ndash; nachweislich! &#8211; immer weiter auseinander klaffende Schere zwischen Arm und Reich in diesem wohlhabenden Land mit der immer grotesker werdenden Anmache zum Tanz ums Goldene Konsum-Kalb, exemplarisch die fr&ouml;hlich gesungene Sparkassenwerbung, kompatibel sind. Oder mit dem lockeren Victory-Zeichen eines Bankchefs im D&uuml;sseldorfer Landgericht vor zw&ouml;lf Jahren. Es ist schon eine Ewigkeit her, aber vielleicht erinnern Sie sich noch an den smarten Schweizer Josef Ackermann, der als Chef der Deutschen Bank mit einigen anderen Alpham&auml;nnchen im Mannesmann-Prozess angeklagt war und 2006 mit einer Geldauflage davongekommen ist. Oder mit gro&szlig;z&uuml;gig dotierten Beratervertr&auml;gen der &ouml;ffentlichen Hand, die doch unser aller gebende und nehmende Extremit&auml;t ist. Schon erstaunlich, wie viel Bodenhaftung beim Streben nach der Oberfl&auml;chlichkeit des Daseins verloren gegangen ist. Ganz zu schweigen von der B&uuml;rgerferne der Besatzung des Regierungs-Raumschiffs in Berlin. Als Willy Brandt einst mit seinem rau rollenden &bdquo;r&ldquo; von den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern sprach, hat man sich tats&auml;chlich noch ernst genommen gef&uuml;hlt.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Vielleicht versuchen deshalb immer mehr H&auml;uslesbauer, ihre zur Zeit stetig im Wert steigenden Liegenschaften mit Steinmauern und Steins&auml;ulen zu sch&uuml;tzen. Manchmal setzen sie Lebensbaum-Hecken oder anderes Gr&uuml;nzeug davor, um den Wall zu tarnen. M&ouml;glicherweise wollen sie mit dem Verhau die grauen Herren von der Zeitsparkasse (Michael Ende: &bdquo;Momo&ldquo;) davon abhalten, ihnen Zeitsparvertr&auml;ge anzubieten. Als ob man Lebenszeit&nbsp;&nbsp;ansparen k&ouml;nnte. Oder sie haben einfach zu viel Schotter. Steins&auml;ulen kosten zwar deutlich mehr als Grassamen und Geb&uuml;sch, sind jedoch pflegeleicht. Kosten also keine Zeit. Oder k&ouml;nnte es sein, dass in diesen eher grauen Steink&auml;figen mehr als nur eine Modeerscheinung Ausdruck findet? Ein Symbol f&uuml;r das steinerne Herz, an dem die Gesellschaft krankt. Weil das Ich mehr z&auml;hlt als das Wir.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Dieses Kulturportal ist nicht auf dem Ego-Trip. Es &ouml;ffnet seine Seiten, um zu zeigen wie bunt und vielf&auml;ltig die Welt ist und wie lebenswert das Leben. Es will keinen Stein zum Weinen bringen &ndash; es reicht schon, wenn er sich in eine Rose verwandelt.</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer</em> &nbsp; &nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Nicht mehr als ein &#8222;Vogelschiss&#8220;</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/nicht-mehr-als-ein-vogelschiss-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jun 2018 06:53:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
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					<description><![CDATA[Was haben der AfD-Demagoge Alexander Gauland und die Typen gemeinsam, die Kunstwerke aus Bronze rauben? Darum soll es im Folgenden gehen. &#160; &#160;Wir erinnern uns. Der einstige konservative CDU-Mann und jetzige Neo-Nationalist hat unl&#228;ngst wieder mit einer widerlichen Geschichtsklitterung f&#252;r negative Schlagzeilen gesorgt. Das Hitler-Deutschland sei nicht mehr als ein &#8222;Vogelschiss&#8220; in &#252;ber 1000 Jahren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-1693" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/06/1990ac324e26b7e716caf3c87ed6c195.jpg" alt="Foto: Harald Habermann" width="1024" height="683" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/06/1990ac324e26b7e716caf3c87ed6c195.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/06/1990ac324e26b7e716caf3c87ed6c195-300x200.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/06/1990ac324e26b7e716caf3c87ed6c195-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Was haben der AfD-Demagoge Alexander Gauland und die Typen gemeinsam, die Kunstwerke aus Bronze rauben? Darum soll es im Folgenden gehen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Wir erinnern uns. Der einstige konservative CDU-Mann und jetzige Neo-Nationalist hat unl&auml;ngst wieder mit einer widerlichen Geschichtsklitterung f&uuml;r negative Schlagzeilen gesorgt. Das Hitler-Deutschland sei nicht mehr als ein &bdquo;Vogelschiss&ldquo; in &uuml;ber 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte. Erstens kann man von einer genuinen deutschen Geschichte eigentlich erst seit dem Deutschen Kaiserreich sprechen. Das r&ouml;misch-deutsche K&ouml;nigreich, das Gauland vermutlich im Sinn hatte, war nicht mehr als ein einzelstaatlicher Flickenteppich. Erfolgreich? Es gen&uuml;gt an den Drei&szlig;igj&auml;hrigen Krieg zu erinnern.&nbsp;Nach einer auch in Wikipedia verbreiteten Angabe sind etwa 40 Prozent der deutschen Landbev&ouml;lkerung des&nbsp;&nbsp;Heiligen R&ouml;mischen Reiches Deutscher Nation dem Krieg und den Seuchen zum Opfer gefallen. Von den Opfern der nachfolgenden Kriege gar nicht zu reden.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das Tausendj&auml;hrige Reich kann der Mann mit dem passenden Namen wider Erwarten nicht gemeint haben. Der &bdquo;Vogelschiss&ldquo; hat zwar nur zw&ouml;lf ungl&uuml;ckselige Jahre gedauert, aber Schaden an Land, Leuten und Seelen f&uuml;r 1000 Jahre angerichtet. In seinen rassistischen und r&uuml;ckw&auml;rtsgerichteten Brandreden hat dieser Brandstifter mit dem Biedermannaussehen sich gerade mal im Umfang der Vogelnotdurft von dieser erfolgreichen NS-Vernichtungsmaschinerie distanziert, die zig Millionen Menschen das Leben gekostet hat.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;W&auml;hrend sein Mitvorsitzender J&ouml;rg Meuthen jede Menge Kreide frisst, um seine &Auml;u&szlig;erungen zu tarnen, agiert Gauland als Wolf im Wolfspelz. Als Einzelg&auml;nger k&ouml;nnte man ihn vielleicht tolerieren; da er jedoch an der Spitze eines gro&szlig;en Rudels agiert, muss man ihn und seine Sippschaft einz&auml;unen. Nicht mit schwedischen Gardinen, sondern mit demokratischen Argumenten und rechtsstaatlichen Mitteln. Die AfD und ihre populistische Stra&szlig;enarmee Pegida tragen unverhohlen autokratische Z&uuml;ge. Presse- und Kunstfreiheit sind ihnen suspekt &#8211; und die Meinungsfreiheit halten sie nur deshalb hoch, weil sie unter deren Deckmantel ihr braunes S&uuml;ppchen kochen k&ouml;nnen. Kein Haar sind diese selbst ernannten Islamkritiker besser als der islamische Autokrat Erdogan.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Im Unterschied zur AfD gilt Bronze mit einem Kupferanteil von mindestens 60 Prozent als wertvoll. Deshalb sind Skulpturen aus diesem Material in den Fokus b&ouml;ser Buben geraten, die sonst Kupferrohre abschrauben. Im Raum Heilbronn haben sie einige Kunstwerke mit roher Gewalt vom Sockel geholt. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass sie bereits eingeschmolzen und im Schrotthandel versilbert worden sind.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kunst im &ouml;ffentlichen Raum dient der Identifikation. Indem sie gef&auml;llt &ndash; oder auch nicht &#8211; und ein Zeichen f&uuml;r deren Freiheit setzt, wie sie nur ein demokratisches Gemeinwesen garantieren kann. Wer also diese Werke stiehlt, sch&auml;ndet damit zugleich Symbole unserer Wertegesellschaft. Das ist mehr als ein Bubenst&uuml;ck. Sollte man die T&auml;ter und/oder T&auml;terinnen erwischen, sollte man sie zusammen nachsitzen lassen. Damit sie gemeinsam die Werte b&uuml;ffeln, die sie aus Gier oder ideologischer Verblendung mit F&uuml;&szlig;en treten. Sie das Grundgesetz auswendig lernen lassen &ndash; was f&uuml;r eine sch&ouml;ne Vorstellung.</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer &nbsp; &nbsp;</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zynische Perspektive</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/zynische-perspektive-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2018 13:55:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaftsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[LEA]]></category>
		<category><![CDATA[Lingel]]></category>
		<category><![CDATA[Mankell]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Rentschler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/zynische-perspektive-2/</guid>

					<description><![CDATA[<img class=" size-full wp-image-1639" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/05/48b2caa4acdcf286e67d646faa59fcbf.jpg" alt="" width="1024" height="683" /><p style="margin-top: 0cm; margin-right: 162.7pt; margin-bottom: 0.0001pt; font-size: medium; font-family: Cambria; line-height: 18.399999618530273px;">&#160;</p>
<p style="margin-top: 0cm; margin-right: 162.7pt; margin-bottom: 0.0001pt; font-size: medium; font-family: Cambria; line-height: 18.399999618530273px;"><span style="font-family: 'Times New Roman';"></span></p>
<p>Was hat Ellwangen eigentlich mit Vilankulo in Mosambik zu tun?</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Und was Aalen mit der LEA, der Landeserstaufnahmeeinrichtung (so tolle Begriffe schafft nur die deutsche Sprache) am Rande der Schul-, Justiz-, Kirchen- und Kulturstadt an der Jagst. Sagen wir mal so: kaum etwas. Daran hat auch die Eskalation vor wenigen Tagen, mit der &bdquo;die gute Stadt&ldquo; (W&uuml;rttembergs K&ouml;nig Friedrich I. anno 1811) bundesweit in die Schlagzeilen geraten ist, nichts ge&auml;ndert.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In einer &ouml;rtlichen Zeitung stellt sich das ganz anders dar. Auf der Ellwanger Seite wird nach bestem St. Floriansprinzip ein &bdquo;Schlussstrich&ldquo; gefordert &#8211; f&uuml;nf Jahre LEA seien genug &#8211; w&auml;hrend im Aalener Teil der selben Ausgabe der mit einer&nbsp;&nbsp;Aalener Delegation zwecks Geschichtsschreibung im sehr fernen Mosambik weilende Chefredakteur die Polizeiaktion als &bdquo;Abschiebe-Skandal&ldquo; gei&szlig;elt. Stilvoll in einer Baumh&uuml;tte (armes Land!) hat dort OB Rentschler zusammen mit seinem dortigen Amtskollegen einen Freundschaftsvertrag mit der K&uuml;stenstadt Vilankulo unterschrieben, w&auml;hrend es fast gleichzeitig in der in diesem Falle ebenso fernen Landeseinrichtung drunter und dr&uuml;ber ging.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Frage des leitenden Redakteurs, ob man in der Parallelit&auml;t der Ereignisse einen &bdquo;ungl&uuml;cklichen Zufall&ldquo; sehen k&ouml;nne, ist indes ebenso obsolet wie die Mutma&szlig;ung, in Aalen w&uuml;rde irgendjemand interessieren, was in der einstigen Oberamtsstadt abgeht &ndash; wie umgekehrt auch! Das eine hat mit dem anderen nur insofern etwas zu tun, als bei einer Aufl&ouml;sung der LEA die Fl&uuml;chtlinge eben wo anders untergebracht werden m&uuml;ssten. Und zwar in Ellwangen, wo der Wohnraum ohnehin knapp ist.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Tats&auml;chlich haben die Ellwanger mit den LEA-Bewohnern keinen nennenswerten &Auml;rger gehabt. Nicht einmal zur Hochzeit mit fast 5000 gefl&uuml;chteten Menschen. Daf&uuml;r sehr gute Gesch&auml;fte gemacht. Sp&auml;ter haben einige aus dem Maghreb stammende Kriminelle die &ouml;ffentliche Ordnung gest&ouml;rt. Sie sind postwendend ausgelagert worden. Der eigentliche Skandal war der &bdquo;spontane&ldquo; Aufmarsch von rund 900 Russlanddeutschen vor der LEA; angef&uuml;hrt wurde dieser Mob, der sich vor Jahren ja ebenfalls wegen der Hoffnung auf ein besseres Leben auf den Weg nach Westen gemacht hatte, von einem polizeibekannten Neonazi. Da ging unter den Gefl&uuml;chteten die Angst um.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zur&uuml;ck nach Mosambik in eines der &auml;rmsten L&auml;nder der Welt. Der schwedische Autor und Theaterregisseur Henning Mankell hat nicht nur einige zu Herzen gehende Romane &uuml;ber das immer noch unter den Folgen seiner portugiesischen Kolonialzeit und eines langen B&uuml;rgerkrieges leidende Land geschrieben, sondern in dessen Hauptstadt Maputo auch ein Theater gegr&uuml;ndet. Wie Mankell sieht sich auch der Aalener Banker Siegfried Lingel dem schwarzen Kontinent verpflichtet. Dem Schatzmeister der &bdquo;Deutschen Afrika Stiftung&ldquo; ist die Verbesserung der Situation in Mosambik als dessen Honorargeneralkonsul ein besonderes Anliegen. Erw&auml;hnung h&auml;tte er verdient, auch wenn er nicht Mitglied der Delegation gewesen sein sollte. Ohne ihn w&auml;re der Freundschaftsvertrag vermutlich nicht zustande gekommen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ob diese Vereinbarung eine &bdquo;Perspektive&ldquo; er&ouml;ffnet, die junge Menschen des Landes davon abh&auml;lt, sich nach Europa auf den Weg zu machen, wie im Kommentar suggeriert wird, darf bezweifelt werden. Eine &bdquo;Perspektive&ldquo; ist unter den real existierenden Umst&auml;nden nicht mehr als ein Wechsel auf eine ungewisse Zukunft.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das gilt auch f&uuml;r den jungen Mann aus Togo, der in eine Heimat ohne Perspektive abgeschoben werden sollte. Ein Freundschaftsvertrag mit der Stadt eines autokratisch regierten Landes, in dem die Pressefreiheit mit F&uuml;&szlig;en getreten wird, ist schwer vorstellbar. Denn man muss sich letztlich die Frage stellen, warum er sich auf einen Weg gemacht hat, der f&uuml;r viele in den Tod f&uuml;hrt &ndash; verdurstet, ertrunken, ermordet. F&uuml;r diese Menschen kann die R&uuml;ckkehr keine Perspektive sein. Sie auszumalen ist zynisch.&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer&nbsp;&nbsp;</em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Die Wahrheit als Risiko</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/die-wahrheit-als-risiko-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2018 08:34:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
		<category><![CDATA[DITIB]]></category>
		<category><![CDATA[Erdogan]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Tag der Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="media/k2/items/src/23da450944f0818162562a06dc761501.jpg" alt="" /><p>Heute ist der 3. Mai, der "Tag der Pressefreiheit". Dann bin ich mal so frei und schreibe was.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Zwar liegt Deutschland im Ranking nur knapp unter den Top Ten; im Vergleich mit anderen Demokratien wie Polen, Ungarn oder der T&uuml;rkei lebe ich jedoch im Paradies. Herr Erdogan, der so gerne mal in einen Schafspelz schl&uuml;pft, wenn er von der EU im allgemeinen und von Deutschland im besonderen eine Wohltat m&ouml;chte, l&auml;sst wie sein Bruder im Geiste, der &auml;gyptische Diktator As-Sisi, gerne unbotm&auml;&szlig;ige Journalistinnen und Journalisten einsperren.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Sobald sie ihrem Job nachgehen, also der Wahrheit in der Wirklichkeit verpflichtet sind, erkl&auml;rt der Sultan von Konstantinopel sie flugs zu Terroristen und bringt sie hinter Gitter. In der Regel l&auml;nger und ohne Prozess. Geduld ist des Inhaftierten erste Pflicht, denn die Justiz ist ja unabh&auml;ngig; und deren M&uuml;hlen mahlen langsam aber gr&uuml;ndlich. Deshalb fliehen immer mehr Journalisten aus ihrem Heimatland und bitten in zunehmender Zahl in Deutschland um Asyl. In Griechenland w&auml;ren sie praktisch in Reichweite der t&uuml;rkischen Staatsgeheimpolizei. Und in Ungarn, Polen, Tschechien oder der Slowakei als verfolgte Ausl&auml;nder zumindest nicht gern gesehen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Hierzulande f&uuml;hlen sie sich also einigerma&szlig;en in Sicherheit. Zwar hat der Osmanenherrscher in der Bundesrepublik ebenfalls seine Lauscher und Agitatoren; offene Gewalt gegen unliebsame Kritiker anzuwenden w&auml;re allerdings zu riskant. Wie sieht es jedoch mit der verdeckten aus, die sich in erster Linie gegen Kurden richtet. Aus Erdogans Sicht sind sie ohnehin Terroristen, die er sogar in Syrien verfolgt.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Nun wollen wir hier weder die V&ouml;lkerrechtsproblematik noch jene der Natozugeh&ouml;rigkeit er&ouml;rtern. Wir fragen ganz einfach, wie sich die Gl&auml;ubigen der DITIB-Moschee in Aalen (T&uuml;rkisch-Islamische Union der Anstalt f&uuml;r Religion e.&nbsp;V.)&nbsp;zur massiven Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit und zu anderen Menschenrechtsverletzungen in der T&uuml;rkei stellen. Immerhin wird sie als staatliche Institution vom t&uuml;rkischen Innenministerium alimentiert. Ich f&uuml;rchte, dass sie diesen Vorw&uuml;rfen &auml;hnlich gegen&uuml;ber steht wie dem V&ouml;lkermord an den Armeniern. Alles nicht wahr, eine b&ouml;swillige M&auml;r.</p>
<p style="margin-top: 0cm; margin-right: 106pt; margin-bottom: 0.0001pt; font-size: medium; font-family: Cambria; line-height: 18.399999618530273px;"><span style="font-family: 'Times New Roman';"></span></p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</em><i><span style="font-family: 'Times New Roman';"></span></i></p>
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		<title>Die herbe Ostalb – so bunt</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/die-herbe-ostalb-so-bunt-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2018 11:04:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachgehakt]]></category>
		<category><![CDATA[EKM]]></category>
		<category><![CDATA[Keraamika]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Opernfestspiele Heidemheim]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalb]]></category>
		<category><![CDATA[Theater der Stadt Aalen]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="media/k2/items/src/ed7b17da6cf518a8c679fcad36d4a22c.jpg" alt="Foto: Harald Habermann" /><p>So lange ist das noch gar nicht her, dass die Ost&#228;lbler nach Stuttgart gefahren sind, wenn sie au&#223;er Klassik-Konzerten Hochkultur erleben wollten.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen treten zum gleichen Zwecke immer mehr Hauptst&auml;dter die Fahrt gen Osten an. Gemeinhin war in dieser Richtung fr&uuml;her bei Schorndorf das Ende der Welt erreicht. Weiterfahren war riskant. Man konnte ja &uuml;ber den Rand der Erdscheibe fallen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wann &bdquo;fr&uuml;her&ldquo; geendet hat, l&auml;sst sich ziemlich genau datieren. Mit der Gr&uuml;ndung des Theaters der Stadt Aalen 1990 und einem legend&auml;ren Konzert der Jazzikone Miles Davis in der Stadthalle der Kocherstadt wenige Monate vor seinem Tod. Organisiert hatte den Auftritt des Trompeters der noch blutjunge Verein &bdquo;kunterbunt&ldquo;. Und ihn von Stuttgart nach Aalen mit einer gro&szlig;volumigen Limousine kutschiert der ebenfalls noch junge Intendant des Theaters, Udo Schoen. Der charismatische Theatermacher starb allzu fr&uuml;h an Krebs. Ich erinnere mich, wie er frisch operiert von seinem Krankenbett im Ellwanger Kreiskrankenhaus aus per Laptop eine Veranstaltung im Caf&eacute; Spielplatz (meine ich) moderiert hat. Schoens Motto lautete &bdquo;so lange ich arbeite, lebe ich&ldquo;. Darin war ihm der Gm&uuml;nder Saxophonist Uwe Werner &auml;hnlich, der sein Instrument erst aus der Hand gelegt hat, als ihn sein Atem verlassen hat. Menschen wie sie und Vereine wie der kunterbunt e.V. unter seinem Vorsitzenden und &bdquo;Mastermind&ldquo; Ingo Hug haben daf&uuml;r gesorgt, dass der wei&szlig;e Fleck auf der Kulturlandkarte bunt geworden ist.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Da fehlt doch noch ein mittlerweile gewaltiger Magnet. Genau. Das Gm&uuml;nder Festival Europ&auml;ische Kirchenmusik (EKM). In diesem Jahr kann man die international renommierte Konzertreihe mit nicht nur geistlicher Musik zum 30. Mal &bdquo;Mit allen Sinnen&ldquo; &ndash; so der Titel 2018 &#8211; genie&szlig;en. Versprochen: Es lohnt sich!&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Etwa zur gleichen Zeit, als das Aalener Jazzfest Fahrt aufnahm, hat die Stadt Oberkochen zusammen mit Leitz-Chef Dr. Dieter Brucklacher und mit Zeiss-Unterst&uuml;tzung 1991 die &bdquo;Jazz Lights&ldquo; aus der Taufe gehoben. Das Festival im fr&uuml;hen Fr&uuml;hling schielt zwar mehr auf die Wirtschaftskapit&auml;ne und Notabeln als auf den Hardcore-Jazzer; aber Jazz in vielerlei Schattierungen findet dennoch statt. In diesem Jahr sogar mit einem &bdquo;hausgemachten&ldquo; Star &ndash; dem Vorzeige-Trompeter der Bigband des Hessischen Rundfunks, Axel Schlosser. Ob ihn tats&auml;chlich der ebenfalls Trompete spielende B&uuml;rgermeister von Oberkochen,&nbsp;&nbsp;Peter Traub, zum Insblechpuster animiert hat, sei dahingestellt. Freuen darf sich Traub &uuml;ber das Eigengew&auml;chs gleichwohl.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Denken wir regional, weitet sich der Horizont noch mehr: In Heidenheim schreiben die Opernfestspiele seit vielen Jahren eine Erfolgsbilanz fort. Im Idealfall in der spektakul&auml;ren Kulisse der Ruine von Schloss Hellenstein. Idealfall ist gutes Wetter. Dr&uuml;cken wir die Daumen. Dieses Jahr steht Giuseppe Verdis Oper &bdquo;Nabucco&ldquo; auf dem Programm des k&uuml;nstlerischen Direktors Prof. Marcus Bosch.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Dieser &Uuml;berblick muss angesichts der F&uuml;lle unvollst&auml;ndig sein. Nicht vergessen darf man den &bdquo;Sommer in der Stadt&ldquo; &ndash; eine Ellwanger Kulturreihe, die f&uuml;r jede Menge echten Spa&szlig; sorgt, wenn andernorts die Macher im Urlaub sind. Vielleicht erkl&auml;rt das, weshalb so viele Ellwanger gern zuhause Ferien machen &ndash; und sich dann mit den G&auml;sten um Pl&auml;tze &bdquo;streiten&ldquo; m&uuml;ssen. Auch so ein Ph&auml;nomen: Je mehr man &uuml;ber das kulturelle Angebot nachdenkt, umso mehr f&auml;llt einem ein. Wie das Ostalb Jazz Orchestra (OJO). Seine Wiege stand ebenfalls in der &bdquo;Perle des Virngrunds&ldquo;. Zu Beginn des Jahres hat die von Gerhard Ott geleitete famose Big Band ihr zehnj&auml;hriges Bestehen gefeiert.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und wir haben noch nicht von den Kleinkunstst&auml;tten, den Kunstvereinen, den Tanzformationen wie den atemberaubenden &bdquo;Urban Dancers&ldquo; von &bdquo;Keraamika&ldquo; oder der Laientheaterszene gesprochen. Wahrlich ein weites Feld. Diese Region der Talente und Patente vibriert auch von Kultur! Alle, die wir nicht erw&auml;hnt haben, bitten wir um Nachsicht. Bitte melden. Vielleicht gibt&rsquo;s ja &#8211; so meine Empfehlung &#8211; eine eigene Story in dem Magazin &bdquo;Go For More&ldquo; &ndash; mehr Kultur geht kaum!&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer&nbsp;</em></p>
<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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