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	<title>Menschen &#8211; ostalb.net</title>
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	<description>Kultur aus Ost-Württemberg</description>
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		<title>Erinnerung wachhalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 13:14:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Auschwitz]]></category>
		<category><![CDATA[Janusz Korczak]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Dambacher]]></category>
		<category><![CDATA[Nationaler Gedenktag]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Speratushaus]]></category>
		<category><![CDATA[St. Loreto]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3598" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3598" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2026/01/4e9f0977a587eb434c4aa2d74092353d.jpg" alt="Fotos: -uss" class="caption" title=""Demokratie ist einer der Schlüsselbegriffe, die in der Performance hochgehalten wurden." width="1024" height="699" />[/caption]<p><span style="font-size: 12pt;">Am Dienstag, 27. Januar 2026, sind es 81 Jahre her, dass die Rote Armee das Vernichtungslager Auschwitz befreit hat. Aus diesem Anlass hat im bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Speratushaus in Ellwangen eine Gedenkveranstaltung stattgefunden.</span></p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Berührend gestaltet hat sie das Institut für Soziale Berufe St. Loreto, indem es die Empfehlungen von Janusz Korczak für den Umgang mit Kindern als Richtschnur gewählt hat.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Janusz Korczak war ein jüdischer Arzt, Pädagoge und Kinderbuchautor. Er hätte die Möglichkeit gehabt zu emigrieren. Als die SS die rund 200 Kinder des von ihm im Warschauer Ghetto betreuten Waisenhauses zum Transport in das Vernichtungslager Treblinka abgeholt hat, ist er mitgegangen im Wissen, dass dieser Entschluss auch seinen Tod bedeuten würde. Sein amtliches Todesdatum ist der 7. August 1942.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;In einer Performance haben Schülerinnen und ein Schüler des Ellwanger Instituts die nachhaltige und nachhallende Bedeutung des polnischen Pädagogen für einen den Kindern angemessenen und förderlichen Umgang mit ihnen thematisiert. „Demokratie“, „Liebe“, „Selbstbestimmung“ waren einige der Schlagworte, die sie erläutert und auf Tafeln gezeigt haben. Zu Wort ist auch in einer kurzen Videosequenz die 2025 gestorbene Zeitzeugin Margot Friedländer mit ihrer Botschaft &#8222;Seid Menschen!&#8220; gekommen.&nbsp;</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" size-full wp-image-3600" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_0212.jpeg" alt="IMG_0212.jpeg" width="1024" height="924" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_0212.jpeg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_0212-300x271.jpeg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2026/01/IMG_0212-768x693.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Zu Beginn hatte Schulleiterin Dr. Christine Ilg-Müller die Teilnehmer an der Gedenkfeier begrüßt und sich über die große Resonanz gefreut. OB Michael Dambacher hat ebenfalls die Bedeutung dieses Gedenktages unterstrichen und sich an einen Besuch in Auschwitz erinnert. Ein Erlebnis, das ihn emotional stark berührt habe.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Stark berührt hat auch das Lied „Von guten Mächten treu und still umgeben“ nach einem Gedicht des ebenfalls von den Nationalsozialisten ermordeten evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffers; instrumental begleitet von einem Trio und einem Blechbläserensemble.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">&nbsp; &nbsp;Keine Vergangenheit, keine Gegenwart ohne Zukunft. Wer wollte, konnte sich beim Hinausgehen auf einem Banner der Landesgartenschau mit einem farbigen Fingerabdruck aus bereitgestellten Farbschälchen „verewigen“. Das Leben geht weiter mit einer Mahnung des italienischen Schriftstellers und Holocaustüberlebenden Primo Levi im Hinterkopf. Er hat sinngemäß gesagt, wenn etwas geschehen sei, könne es wieder geschehen.&nbsp;</span></p>
<p><em><span style="font-size: 12pt;">Wolfgang Nußbaumer</span></em></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">(28. 01. 2026)&nbsp;</span></p>
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		<title>Region lässt die Muskeln spielen</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/region-laesst-die-muskeln-spielen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 May 2025 08:37:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpreis]]></category>
		<category><![CDATA[Kreissparkasse Aalen]]></category>
		<category><![CDATA[Landrat Dr. Joachim Bläse]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Frei]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenweg]]></category>
		<category><![CDATA[Sparkassenstiftung Ostalb]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3373" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3373" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/05/21c0b136eda26819b9d8cbf527d72a10.jpg" alt="Fotos: Holger Bewersdorf" class="caption" title="Fragerunde auf dem roten Sofa mit (v.l.) Prof. Sabla-Dimitrov, Nyal Hettmer, Fabienne Vatter, Joschua Rothenbacher, KSK-Chef Markus Frei, Elena Thumm (verdeckt Teresa Werner) und Landrat Joachim Bläse." width="1024" height="491" />Fragerunde auf dem roten Sofa mit (v.l.) Prof. Sabla-Dimitrov, Nyal Hettmer, Fabienne Vatter, Joschua Rothenbacher, KSK-Chef Markus Frei, Elena Thumm (verdeckt Teresa Werner) und Landrat Joachim Bläse.[/caption]<p>Die Region der Talente und Patente lässt die Muskeln spielen. Für drei herausragende Arbeiten, die an den drei Hochschulen des Ostalbkreises entstanden sind, hat die Sparkassenstiftung Ostalb jetzt ihren Hochschulpreis verliehen.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Die ausgezeichneten jungen Kreativen haben ihre Projekte Mittwochabend in der KSK-Hauptstelle Aalen vorgestellt. Landrat Dr. Joachim Bläse gerät als Vorsitzender der Stiftung ins Schwärmen: „Die Stiftung der Kreissparkasse ist ein absolutes Highlight“. Weil sie diejenigen, die für die Gesellschaft als Ganzes wichtige Themen bearbeiten, mit dem Hochschulpreis unterstützt. Und KSK-Chef Markus Frei blickt angesichts der herausragenden Arbeiten zuversichtlich nach vorne: „Das macht schon viel Mut. Sie sind Leuchttürme für die Region.“</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Gewürdigt worden sind die „Leuchttürme“ für folgende Leistungen: Joschua Rettenbacher, Nyal Hettmer und Fabienne Vatter von der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd hatten sich für ihre Bachelorarbeit überlegt, wie man Blinden und Sehbehinderten eine befriedigende Teilhabe an Theateraufführungen ermöglichen könnte. Fündig geworden sind sie dabei auf dem Feld der „Audiodeskription“, also der akustischen Beschreibung visueller Vorgänge. Dazu haben sie mit Betroffenen Kontakt aufgenommen und das von ihnen entwickelte audiodeskriptive Verfahren mit ihnen getestet. „Mega“ fände es das Trio, wenn ihr Modell zum Standard würde.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Elena Thumm, die an der Gmünder PH ein Studium zur Grundschullehrerin absolviert, hat sich mit ihrem „Planetenweg“ unter die Preisträger eingereiht. Dazu hat sie zehn mit QR-Codes ausgestattete digitale Stationen entworfen, auf denen man nicht nur Infos über die Himmelskörper erhalten sondern auch an einem kleinen Quiz teilnehmen kann. „Wie kommt man auf die Idee, einen Planetenweg zu schaffen?“, will Landrat Bläse wissen. Für die angehende Pädagogin ist ihr Projekt ein sinnvolles Mittel, um das Interesse von Kindern dafür zu wecken, „dass es Spaß macht, die Welt zu entdecken.“ Ihr Traum? „Einen Planetenweg auf dem Gmünder Marktplatz errichten.“</p>
<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-3374" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/05/Hochschulpreis_00_20250430_194131_Z8A_5057_HBewersdorf.jpg" alt="Hochschulpreis_00_20250430_194131_Z8A_5057_HBewersdorf.jpg" width="1024" height="683" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/05/Hochschulpreis_00_20250430_194131_Z8A_5057_HBewersdorf.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/05/Hochschulpreis_00_20250430_194131_Z8A_5057_HBewersdorf-300x200.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/05/Hochschulpreis_00_20250430_194131_Z8A_5057_HBewersdorf-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Landrat Bläse fühlt Teresa Werner auf den Forschungszahn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Teresa Werner forscht an der Hochschule Aalen an der Erkennung von Kunststoffen im Gelben Sack, die man für die Herstellung weiterer Produkte wiederverwenden könnte. Um den geeigneten Abfall identifizieren zu können, arbeitet sie mit Fotoapparat und Infrarotlicht. Ihre Masterarbeit ist in den hochschulübergreifenden „Recycling-Board“ integriert. Intern wünscht sie sich, dass die Hochschule ihre in diversen Räumen schlummernden materialen Ressourcen besser erschließt.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Einen Sonderpreis für ihre Forschung im Bereich der für die Quantentechnologie wichtigen Photonik (in der es laut Wikipedia u.a. um die&nbsp;Grundlagen und die Anwendungen optischer&nbsp;Verfahren und Technologien auf die Bereiche der Übertragung, Speicherung und Verarbeitung von Information geht) hat Theresa Willburger erhalten. Da sie nicht an der Feier teilnehmen konnte, hat ihr betreuender Professor Dr. Riegel die Auszeichnung entgegengenommen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Bleibt es für den Rektor der Gmünder PH, Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla-Dimitrov, ein Fazit zu ziehen: „Es ist tausendmal schöner, wenn die Preisträger ihre Arbeiten vorstellen, als einer großen Laudatio zuzuhören.“ Eine Erkenntnis gibt er noch mit: Zufriedene Studierende seien die beste Werbung für die Hochschulen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nußbaumer</em></p>
<p>(02.05.2025) &nbsp; &nbsp;&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Genuin schwäbische Begegnung</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/genuin-schwaebische-begegnung-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Feb 2025 10:22:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA["Kerry & the Diamonds"]]></category>
		<category><![CDATA["Supernice"]]></category>
		<category><![CDATA[KUBAAstage]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Laura Beck]]></category>
		<category><![CDATA[Michael "Flex" Flechsler]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3316" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3316" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/02/56251faf6d61adc897c061a3c30ab153.jpg" alt="Fotos: Holger Bewersdorf" class="caption" title="Junge Frau mit großer Stimme: Laura Beck und ihr Begleiter Lennart Frei." width="1280" height="853" />Junge Frau mit großer Stimme: Laura Beck und ihr Begleiter Lennart Frei.[/caption]<p>Ein Bayer hat mitgemischt; aber sonst war es eine genuin schwäbische Begegnung im Kulturbahnhof in Aalen.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;„Des war mol wiedr richtich schee“, hat eine Besucherin nach der KUBAAstage am Donnerstagabend geschwärmt. Und damit auch dem souveränen schwäbischen Moderator Michael „Flex“ Flechsler aus der Seele gesprochen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp; Um nun kein Missverständnis aufkommen zu lassen. Dieses bunte Konzert ist bar jeder schwäbischen Gefühlstümelei über die Bühne gegangen. Laura Beck aus Schwabsberg hat sich als erste ins Rampenlicht gewagt. Mit John Lennons „Imagine“ legt sie die persönliche Messlatte gleich ziemlich hoch. Mit ihrer kraftvollen Altstimme intoniert sie „I see fire“, mit bemerkenswerter Technik auf der Gitarre begleitet von Lennart Frei (aus Eggenrot). Traditionell folgen auf die Solosongs noch Titel mit der Band. Spätestens mit ihrer Interpretation des Bluesrockklassikers in der Version von „The Animals“, „The house of the rising sun“ hat die zarte junge Frau mit der großen Stimme das Publikum im ausverkauften Saal vollends gewonnen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Einen Vollblut-Boogieman kann „Flex“ in der Person des aus München angereisten Mathias Heiligensetzer begrüßen. Der Profi kann am E-Piano nicht nur Boogie nahe an der Schallgeschwindigkeit, sondern auch mitreißenden Rock ‘n‘ Roll, wie er mit dem „Wine“-Song von Jerry Lee Lewis unter Beweis stellt. Als der Pianist zusammen mit der Band einen Bossa Nova von Carlos Jobim spielt, weiß man, dass er mit allen musikalischen Wassern gewaschen ist.</p>
<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-3317" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/02/KUBAAstage_13_20250130_215028_Z9A_1322_HBewersdorf.jpg" alt="KUBAAstage_13_20250130_215028_Z9A_1322_HBewersdorf.jpg" width="1024" height="724" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/02/KUBAAstage_13_20250130_215028_Z9A_1322_HBewersdorf.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/02/KUBAAstage_13_20250130_215028_Z9A_1322_HBewersdorf-300x212.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2025/02/KUBAAstage_13_20250130_215028_Z9A_1322_HBewersdorf-768x543.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&#8222;Supernice&#8220; (Johannes Middeler) mit der Hausband &#8222;Kerry &amp; te Diamonds&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;„Supernice“ (Supernett) nennt sich der junge Singer/Songwriter, der mit eigenen Stücken den Reigen beschließt. Eigenwillige Songs zur Gitarre, die in Text und Melodie beredte Beispiele eines Menschen auf der Suche sind. Und wenn es die eigene, ausdrucksstarke Stimme von Johannes Middeler aus Aalen ist.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;„Flex“, der nach der Pause mit der Hausband „Kerry &amp; the Diamonds“ um den Drummer Matthias Kehrle den nach wie vor hochaktuellen Song „Die Freiheit“ von Georg Danzer interpretiert hat, setzt auch mit dem Hinweis auf die nächste KUBAAstage am 13. März den musikalischen Schlusspunkt.</p>
<p><em>Wolfgang Nußbaumer</em></p>
<p>(01.02.2025)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Abschied vom Meister der Futura</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/abschied-voim-meister-der-futura-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2024 16:07:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Zeiss]]></category>
		<category><![CDATA[Graphik]]></category>
		<category><![CDATA[Graphikdesign]]></category>
		<category><![CDATA[konkrete Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Stark]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_3259" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-3259" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2024/11/07cbcbc15bbac8ff3bc0e31fcd9bd3e0.jpg" alt="Foto: -uss" class="caption" title="Oskar Stark in seinem Atelier bei der Arbeit an konkreter Kunst." width="1280" height="917" />Oskar Stark in seinem Atelier bei der Arbeit an konkreter Kunst.[/caption]<p>Nun hat auch der letzte aus der Riege der großen Aalener Künstler für immer den Zeichenstift aus der Hand gelegt. Bei ihm kommt das Reißbrett hinzu. Mit 94 Jahren ist Oskar Stark gestorben.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Zur Kunst gebracht hat den langjährigen Chefdesigner der Weltfirma Carl Zeiss der aus Aalen stammende Professor Rudolf Haegele. In dessen Atelier hat er einst Geige gespielt, ihm als Trauzeuge gedient und mit ihm am Stammtisch im „Kronprinzen“ und später im „Falken“ gesessen. Nach dem Abitur am Schubart-Gymnasium hatte Oskar Stark eine Ausbildung zum Filmgrafiker absolviert. Noch gut hat er sich daran erinnert, wie ihn 1953 bei der Aufnahmeprüfung an die Stuttgarter Kunstakademie Professor Eugen Funk „gekrallt“ hat. Dieser habe den „Schriftenmann“ in ihm entdeckt. Funk hat ihm den Weg in eine Richtung gewiesen, den er mit beharrlicher Leidenschaft bis ins hohe Alter beschritten hat.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;„Der Buchstabe ist für mich die Geometrie überhaupt“ hat Oskar Stark einst bekannt. Besonders angetan hat es ihm die vielseitig verwendbare Futura. Mit ihr hat er gestalterisch „in der unendlichen Logik von Kreis und Quadrat“ experimentiert. „Geometrismus“ hat er mit einem Schuss Selbstironie sein künstlerisches Schaffen als Neunzigjähriger kommentiert. Einem kleinen. Denn der alte Meister des Grafikdesigns hat gewusst, was er kann.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;„Genauigkeit, Sauberkeit und Geradlinigkeit“ hat er als leitende Kriterien seiner Arbeit genannt. Seine Frau Elfriede, mit der er dieses Jahr noch Diamantene Hochzeit gefeiert hat, hat über die immer noch ruhige, sichere Hand des Energiebündels gestaunt. Nun hat den im Sternzeichen des „Löwen“ geborenen Kreativen die Kraft verlassen. Seine Vitalität und sein von Ordnung und Ästhetik geprägtes künstlerisches Lebenswerk wird ihn uns in Erinnerung behalten.&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nußbaumer</em></p>
<p>(18.11.2024)</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aus dem Schatten ins Licht</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/aus-dem-schatten-ins-licht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 19:27:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Demnig]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Heidrich]]></category>
		<category><![CDATA[Schlierbachhalle]]></category>
		<category><![CDATA[Stolpersteine]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2703" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2703" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2022/11/3511a15ab52c89d8883bcff6c07cb25a.jpg" alt="Foto: -uss" class="caption" title="Zum Abschluss der Vortragsveranstaltung in der Schlierbachhalle hat sich Sabine Heidrich bei ihrem Amtsvorgänger Manfred Fischer für dessen Referat bedankt. Neben Fischer stehen Pfarrer Zorn, Helmut Schweitzer und Fred Ludwig von der Stolpersteininitiative Aalen.  Links neben der Bürgermeisterin steht Cordula Herchet-Hofrichter." width="1024" height="683" />Zum Abschluss der Vortragsveranstaltung in der Schlierbachhalle hat sich Sabine Heidrich bei ihrem Amtsvorgänger Manfred Fischer für dessen Referat bedankt. Neben Fischer stehen Pfarrer Zorn, Helmut Schweitzer und Fred Ludwig von der Stolpersteininitiative Aalen.  Links neben der Bürgermeisterin steht Cordula Herchet-Hofrichter.[/caption]<p>Hat ihr Amtsvorgänger Bürgermeister a.D. Manfred Fischer nun Geschichten aus der NS-Diktatur „vom Schattendasein ins Licht gebracht“, wie Sabine Heidrich den Bürgerinnen und Bürgern in der bis auf den letzten Platz besetzten Schlierbachhalle in Neuler angekündigt hat?</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Er hat. Von zehn behinderten Menschen, die ermordet worden sind; acht davon namentlich im Schloss Grafeneck.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Der ehemalige Bürgermeister hat in seinem Ruhestand lange und gründlich recherchiert. Die Ermordeten sind der „Aktion T4“ zum Opfer gefallen. Sie wurde auf Geheiß Hitlers in der Tiergartenstraße 4 in Berlin geplant, um Menschen, die nicht oder nur sehr eingeschränkt arbeitsfähig waren, als „Ballastexistenzen“ zu beseitigen. Sie kosteten nur Geld.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Vermerkte der begutachtende Arzt auf dem Einlieferungsschein ein rotes Kreuz, führte der Weg des Patienten auf die andere Straßenseite in einen Raum zur Vergasung und anschließenden Verbrennung. Ein Schicksal, das auch die Behinderten aus Neuler erlitten haben. Grafeneck war quasi die Blaupause für den Holocaust. Auf der Mitteilung an die Angehörigen wurde als Todesursache unter anderem „Bronchitis“ genannt. Unter den 10654 Menschen, die in Grafeneck ermordet worden sind, waren auch acht aus der Gemeinde Neuler. Zwei weitere starben in der Heilanstalt Winnental und im Konzentrationslager Mauthausen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Fehlt einer. Johannes Kolb. Der junge HJ-Führer wurde im KZ Natzweiler umgebracht. Angeblich, weil er homosexuell gewesen sein soll. Jedenfalls geriet er durch eine Diffamierung ins Fadenkreuz der Gestapo. Und aus deren Netz gab es kein Entrinnen. Vergeblich die Briefe, die seine Mutter nach Ellwangen schickte. So oder so ist dieser Mann ein Opfer der Naziideologie geworden; er hat einen „Stolperstein“ verdient. Der Künstler Gunter Demnig verlegt diese Steine ohne Ansehen der Person. Allein entscheidend ist ihr Opferstatus, nicht ihr Charakter, noch ihr Lebenswandel.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Anmerkungen zu Neuler im 3. Reich hat der Heimatforscher Helmut Schweitzer gemacht. Dort habe man den Nazis „bis auf wenige Ausnahmen“ skeptisch gegenübergestanden.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Musikalisch stimmungsvoll umrahmt haben die Feier Heidi Glaser-Schimmel, Monika Salvasohn und Matthias Schimmel. Fred Ludwig von der Stolpersteininitiative Aalen überbrachte deren Grüße und Cordula Herchet-Hofrichter erläuterte das Projekt des Künstlers Gunter Demnig, der am Montag in Neuler vier Stolpersteine verlegt hat. Der katholische Pfarrer Zorn hat ein „Gebet für den Frieden“ gesprochen. Anschließend hat es noch Getränke und Häppchen gegeben.&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nußbaumer&nbsp;&nbsp;</em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>(21.11.22)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Von Schuld und Scham</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/von-schuld-und-scham/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2022 10:58:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Rathaus Aalen]]></category>
		<category><![CDATA[Asozialer]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Hahn]]></category>
		<category><![CDATA[Monolog]]></category>
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		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Scham]]></category>
		<category><![CDATA[schwarzer Winkel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/von-schuld-und-scham/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2490" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2490" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2022/03/e62681383a22ece70ebf83908f7b7b5d.jpg" alt="Foto: Peter Steudtner &#124; panphotos.org" class="caption" title="In seinem szenischen Monolog schlüpft Harald Hahn auch in die Rolle eines stramm rechten Hausmeisters." width="2560" height="1707" />In seinem szenischen Monolog schlüpft Harald Hahn auch in die Rolle eines stramm rechten Hausmeisters.[/caption]<p>Gerne hätte Harald Hahn mit seinem Großvater über Weimar, Schiller, Goethe - und Buchenwald gesprochen. Über das KZ spricht man jedoch nicht. Warum?</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp; Davon handelt die epische Szenenfolge, die der auf dem Rötenberg in Aalen geborene Pädagoge, Autor, Theatermacher und Schauspieler, um nur einige seiner Beschäftigungen zu nennen, auf der Theaterbühne im Alten Rathaus an zwei Abenden ausgebreitet hat.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Eigentlich ist der Mann ja gelernter Bäcker. Seine Lehre hat er absolviert, als der Rötenberg noch ein sogenanntes Problemviertel war. Zu einer Zeit, als die Kinder armer Leute &#8211; wie heute immer noch &#8211; ziemliche schlechte Chancen hatten, auf der Karriereleiter einige Sprossen nach oben zu gelangen. Harald Hahn hat sich durchgeboxt. Kleine Brötchen bäckt er nicht, Mordslaibe schon. Einen davon hat er in seinem Stück „Monolog mit meinem asozialen Großvater“ aufgeschnitten. In den 60 Minuten legt er dabei auch Schicht um Schicht von sich selbst frei.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Es treten auf: Enkel Harald, der Opa, der Enkel als kleiner Junge mit roter Cownsnase (weil Kinder und Narren die Wahrheit sagen?), ein rechtslastiger schwäbischer Hausmeister mit Besen &#8211; und ein brutaler KZ-Wärter mit einer furchterregenden, niederträchtigen Lache. Der erzählt von der Gaudi, als er den Opa verdroschen hat, weil der sein Bett nicht ordentlich gemacht habe. Ist vielleicht auch ein bisschen viel verlangt von einem armen Schlucker, der für ein ordentliches Bett wohl dankbar gewesen wäre, bevor er für neun Monate als „Asozialer“ ins KZ gesperrt. worden war.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Grund genug, für die Familie, diese „Schmach“ totzuschweigen und sich zu schämen. Für den schwarzen Winkel, den man diesen Menschen angenäht hat. Wie den Juden den Judenstern. Wie befreiend wäre das gewesen, wenn alle, die wussten und sahen, aufgestanden wären. So bleibt die Scham; nicht über das eigene Versagen, sondern über das „schwarze Schaf“ in der Familie.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Der Kalkwerksarbeiter Anton Knödler also wurde im Juli 1938 im Zuge der sogenannten Aktion „Arbeitsscheu Reich“ (ASR) in Buchenwald eingesperrt. Im April 1939 wurde er anlässlich von Hitlers 50. Geburtstag im Rahmen einer Amnestie freigelassen &#8211; und postwendend zur Marine eingezogen. Ein Foto zeigt Opa in Uniform. Sollte sich die Familie deshalb nicht mehr schämen?</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Keine Chance. Hat die Oma, eine überzeugte Nationalsozialistin, wie Hahn recherchiert hat, mit ihrem Mann gesprochen? Wenig. Und was ist mit den Unterlagen über Opas Schicksal, die man verbrannt hat?&nbsp;&nbsp;„Wega dr Schand“, verrät Oma.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;75 Jahre später hat der Bundestag &#8211; gegen die Stimmen der AfD &#8211; die einst stigmatisierten Menschen als Opfer des NS-Regimes anerkannt. Das Fazit, das der Enkel indes zieht, ist so ernüchternd wie real: „Ich glaub ja Opa, die Vergangenheit ist nicht vergangen &#8211; sie lebt in uns fort.“</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Beim sich anschließenden Publikumsgespräch hat der Diplom-Pädagoge nochmals unterstrichen, um was es ihm vor allem geht: Um soziale Gerechtigkeit.&nbsp;</p>
<p>Wolfgang Nußbaumer</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Einzigartiger Grenzgänger</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/einzigartiger-grenzgaenger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 14:48:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Aalen]]></category>
		<category><![CDATA[Erwin Hafner]]></category>
		<category><![CDATA[Eugen Mößner]]></category>
		<category><![CDATA[Kammerton]]></category>
		<category><![CDATA[Klavierfabrik]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2457" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2457" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/12/707590d2008a8e80f15b39c1bedd85e7.jpg" alt="Foto: Sammlung Hermann Mößner" class="caption" title="Der Klavierstimmer Eugen Mößner bei der Arbeit." width="1641" height="1181" />Der Klavierstimmer Eugen Mößner bei der Arbeit.[/caption]<p>Der gebürtige Aalener Poet und Sound-Künstler Martyn Schmidt hat mit dem Hörpoem „kammerton a’a“ seiner Heimatstadt den Puls gefühlt.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Als „ein einzigartiger Grenzgänger zwischen Sprache und Musik, zwischen Klang und Lyrik“ ist Martyn Schmidt gerühmt worden. Mehr noch. Er könne es mit den Besten der deutschsprachigen Gegenwartslyrik aufnehmen. Ob sich der gebürtige Aalener deshalb das „y“ in seinem Vornamen gegönnt hat? Damit man ihn nicht mit anderen Schmidts mit dem Allerweltsvornamen Martin verwechselt? Zum Beispiel einem Fußballtrainer aus der Schweiz. Schmidt lächelt. Der Martyn sei eine polnische Schreibweise. Und sein Vater habe polnische Wurzeln.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;In einer neuen Arbeit hat er seine Heimatstadt zum Thema gemacht. Mit einem vielschichtigen „Hörpoem“. Das seinen Ruf als Außenseiter, der gerne zwischen den Stühlen Platz nimmt, nachhaltig unterstreicht. „kammerton a’a“ nennt er das Werk. Bereits der Titel lädt zu mannigfaltigen Assoziationen ein. Dazu später mehr.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Der Künstler Schmidt kommt aus der Lyrik. Sie bietet meist diverse Deutungen an. Insofern denkt er durchaus traditionell, wenn er ein Gedicht wie eine Notenpartitur und dessen Sprache als Musikerlebnis empfindet. Im Aalener Fall hat er in das Poem noch Geräusche eingestreut. Wie zu Zeiten, als er als „ein Pionier der Sample-Poetry“ auf sich aufmerksam gemacht hat. Da hat der gelernte Musikjournalist seine Vorträge mit kleinen Musikschnipseln, also Samples gewürzt. Der Dichter in ihm hat sich immer mehr in Richtung Musik orientiert, schildert er seinen Weg. Hin zu fragilen Klängen, die Poesie zum Ziel haben; wie die Lyrik.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Fragile Klänge, Poesie – kurz ist da der Weg zur Stille. Sie treibt ihn um. In Vorträgen sucht er diesem Phänomen nahe zu kommen. Sie werfe einen auf sich selbst zurück. Man spüre sich intensiv – wenn man bereit ist, deren Potenzial als kreativen Moment zu nützen. Stille ist für Martyn Schmidt „das weiße Papier, auf das wir unsere Lebensentwürfe eintragen“.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Die Stille und Vertrauen gehören zusammen. Ohne Vertrauen wäre sein Aalen-Projekt gescheitert. Ohne Vertrauen hätte er die O-Töne zu und über Aalen vom ehemaligen Chefredakteur der „Schwäbischen Post“, Erwin Hafner, von Klavierbaumeister Klaus Striegel, von Hermann Mößner, dem Sohn des Klavierstimmers Eugen Mößner, und der Literaturexpertin Anne Kullmann nicht erhalten. „Eines hat sich zum andern gefügt“, blickt er fast verwundert zurück. Umso stärker empfindet er dieses Projekt als „Liebeserklärung an Aalen“.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Das spannendste und berührendste Erlebnis war für ihn die postume Begegnung mit Fanny Kahn. Als einzige der wenigen Juden in Aalen ist sie 1942 ein Opfer des Holocaust geworden. Im Booklet zur CD erinnert Schmidt daran, dass sie nach dem frühen Tod ihres Mannes Klavierunterricht gegeben hat, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Geräuschaufnahmen zu ihrem Stück hat der Künstler an ihrem einstigen Wohnort in der damaligen Kocherstraße (heute Oesterleinstraße) und am Fanny-Kahn-Weg gemacht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-2458" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/12/Klavierfabrik_2.jpeg" alt="Klavierfabrik_2.jpeg" width="1737" height="1193" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/12/Klavierfabrik_2.jpeg 1737w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/12/Klavierfabrik_2-300x206.jpeg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/12/Klavierfabrik_2-1024x703.jpeg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/12/Klavierfabrik_2-768x527.jpeg 768w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2021/12/Klavierfabrik_2-1536x1055.jpeg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1737px) 100vw, 1737px" /></p>
<p>&nbsp; &nbsp;Das Klavier zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Hörstück. Martyn Schmidt beschreibt dessen Konzept so: „Die einstige Aalener Klavierfabrik Haegele&nbsp;(1866 &#8211; 1973) in der Bahnhofstraße diente von Mai 1945 bis 1947 als ein Ort der Spruchkammerverfahren&nbsp;(Entnazifizierung). Aalens erster Nachkriegsbürgermeister Karl Otto Balluff, der heuer 125 Jahre&nbsp;alt geworden wäre, war gelernter Klaviermechanikmacher.&nbsp;Neben der&nbsp;Klavierfabrik machen für Schmidt nicht nur zeitgenössische Pianisten wie Edgar Mann, Elias Opferkuch, Hans-Roman Kitterer und Claus Wengenmayr Aalen zu einer „Klavierstadt“. Er nennt ausdrücklich auch den Literaten, Komponisten und Pianisten Christian Friedrich Daniel Schubart.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;„Im 75. Gedenkjahr des Kriegsendes&nbsp;zeichnet „kammerton a&#8217;a“&nbsp;auf poetische Weise ein Bild, wie die Stadt Aalen 1945 und in den Folgejahren gleich einem Klavier neu gestimmt und repariert wird: Das Spannen neuer Saiten und neues Spiel der Klaviatur entlockt der Nachkriegsstadt erste demokratische Melodien. Im besonnenen Stimmvorgang und im Justieren der Schrauben der soziokulturellen Mechanik wird auf der Ostalb der Nach-NS-Zeit der Weg frei für einen Klang der Freiheit, der bis heute in die Resonanzräume von Frieden&nbsp;und Demokratie nachhallt.“</p>
<p>&nbsp; &nbsp;„Zentrales Klangmaterial sind Klänge, Korpus, Knarzen, Mechanik und Bauteile eines Aalener Haegele-Klaviers, dazu die Arbeitsgeräusche aus einer Klavierwerkstatt&nbsp;sowie&nbsp;Field Recordings&nbsp;(Vor-Ort-Aufnahmen). Die Klänge des Haegele-Klaviers wurden bisweilen durch modernes, digitales&nbsp;Sound Processing&nbsp;tontechnisch bearbeitet und&nbsp;verfremdet und dem Instrument so neue Klangwelten entlockt. An einigen Stellen wird sogar historisches Audiomaterial&nbsp;aus dem Nationalarchiv der Vereinigten Staaten, der National Archives and&nbsp;Records Administration (Washington)&nbsp;verwendet.“</p>
<p>&nbsp; &nbsp;„kammerton a’a“ spielt auf die „Spruchkammer“ und zugleich auf den Ton a‘, das eingestrichene „a“ an. Und beide Buchstaben zusammen auf das Kürzel von Aalen. Martyn Schmidt&nbsp;ergänzt die Aufnahmen mit Wortbeiträgen, zum Beispiel mit der Rezitation einer Passage aus dem Klavierbau-Standartwerk »Taste und Hebeglied des Klaviers« (1920) von Dr. Walter Pfeiffer.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Sein Werk endet mit einer Aufnahme der Glockenschläge des Mahnmals auf der Schillerhöhe&nbsp;und Abendklängen der im Tal liegenden Stadt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nußbaumer</em>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mit der Futura in die Zukunft</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/mit-der-futura-in-die-zukunft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2020 12:55:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Aalen]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Zeiss]]></category>
		<category><![CDATA[Futura]]></category>
		<category><![CDATA[Grafik-Designer]]></category>
		<category><![CDATA[Max Bill]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Stark]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2261" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2261" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/e6c5ec4137a2831befad7e6d46559451-scaled.jpg" alt="" class="caption" title="Oskar Stark mit einem der Logos, die er einst für große Firmen entworfen hat." width="2560" height="2071" />Oskar Stark mit einem der Logos, die er einst für große Firmen entworfen hat.[/caption]<p>Oskar Stark wird heute 90 Jahre alt. 67 Jahre davon hat er als Grafiker gearbeitet.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Und er steht noch immer fast jeden Tag zuhause am Rei&szlig;brett, um neue Formen zu finden. In Farbe. Ein drittes F fehlt noch. Die Futura. Die Lieblingsschrift des langj&auml;hrigen Chefdesigners der Weltfirma Carl Zeiss. Deren&nbsp;Chef Horst Skoludek hatte den selbstst&auml;ndigen Grafikdesigner &uuml;ber einen &ndash; nat&uuml;rlich gewonnenen &#8211; Wettbewerb f&uuml;r eine Pr&auml;sentation von Zeiss Ikon kennengelernt und 1969 angeheuert. Stark kannte sich aus mit Weltfirmen. Zuvor hatte er in seiner Stuttgarter Agentur lange Jahre f&uuml;r den Daimler-Konzern gearbeitet und dessen Zeitschrift &bdquo;Mercedes Benz in aller Welt&ldquo; gestaltet. Auch der konsequent auf Werbung verzichtenden Kultur-Zeitschrift &bdquo;Radius&ldquo; aus dem gleichnamigen Verlag, deren Hauptzielgruppe die evangelische Elite ist, hat Stark jahrelang zu einem angemessenen Aussehen verholfen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;1994 ist Oskar Stark in den Ruhestand gegangen. Der sah so aus, dass er nach verschiedenen anderen Eins&auml;tzen als Kommunikations-Designer anno 2000 von der Leitung des Kaufhaus des Westens in Berlin (KDW) den Auftrag erhielt, deren in die Jahre gekommenes Logo neu zu gestalten. Schriften-Mann Stark stellte fest, dass sich in der Urform des KDW-Logos seine geliebte Futura versteckte. Er verhalf ihr zu neuer Bl&uuml;te und dem Konsumtempel zu frischem Wind. Dosenetikette hat er ebenfalls gleich grafisch auf Vordermann gebracht.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Oskar Stark ist der letzte aus der Riege der gro&szlig;en Aalener K&uuml;nstler. Mit dem Kunsterzieher Karl Reich, der im Juli 1981 gestorben ist, als Senior und ihm als dem J&uuml;ngsten. Zur Kunst gebracht hat ihn der aus Aalen stammende Professor Rudolf Haegele, in dessen Atelier er einst Geige gespielt, dem er als Trauzeuge gedient und mit dem er am Stammtisch im &bdquo;Kronprinzen&ldquo; und sp&auml;ter im &bdquo;Falken&ldquo; gesessen hat, erz&auml;hlt Stark. Ein weiterer Hochschullehrer, Eugen Funk, wiederum hat ihm den Weg in eine Richtung gewiesen, den unser Jubilar mit beharrlicher Leidenschaft bis heute beschreitet.&nbsp;Noch gut erinnert er sich, wie ihn damals, 1953, Professor Funk bei der Aufnahmepr&uuml;fung an die Stuttgarter Kunstakademie gleich &bdquo;krallte&ldquo;, weil der Pr&uuml;fling so gut mit Schrift umgehen konnte. Funk hatte einen Geistesverwandten erkannt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-2262" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/Stark2.jpeg" alt="Stark2.jpeg" width="800" height="573" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/Stark2.jpeg 800w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/Stark2-300x215.jpeg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/Stark2-768x550.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Die Schrift an sich ist f&uuml;r Oskar Stark die universal verwendbare Futura; aber dann kommt gleich die von Otl Aicher entworfene und nach seinem Wohnort bezeichnete &bdquo;Rotis&ldquo;. Dieser brillante Kopf war nach dem Austritt von Max Bill Rektor der Ulmer Hochschule f&uuml;r Gestaltung. Max Bill wiederum nennt Oskar Stark in seiner ideellen Ahnengalerie der Typographen an erster Stelle.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Im Grunde hat er im Unruhestand dort weitergemacht, wo er einst als bei zahlreichen wichtigen Wettbewerben erfolgreicher Grafik-Designer &ndash; elf Jahre mit eigenem Werbestudio, dann 25 Jahre bei Carl Zeiss &ndash; aufgeh&ouml;rt hat. Nur muss er sich jetzt nicht mehr um die &ouml;konomische Effizienz seiner Sch&ouml;pfungen, in denen &Auml;sthetik und Funktion Hand in Hand gingen, Gedanken machen. Oskar Stark genie&szlig;t das freie Spiel der kreativen Kr&auml;fte, die er gleichwohl am kurzen Z&uuml;gel h&auml;lt. Zwar muten den Betrachter seine virtuosen Farbform-Konstrukte als spielerisch leicht an. Doch ihr Urheber beugt mit einem energischen Blick seiner hellen Augen, die &uuml;ber der Lesebrille funkeln, eventuellem Missverst&auml;ndnis vor. Die &bdquo;kreative Findung&ldquo; basiere auf &bdquo;exakter Gestaltung&ldquo;, &bdquo;eine im Ergebnis nachvollziehbar genaue und sorgf&auml;ltige Vorgehensweise&ldquo;.&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Wie schon bei einem Besuch vor zehn Jahren durchschwebt ein Violinkonzert von J.S. Bach sein Arbeitszimmer. Die akribische Gestaltungskunst des Thomaskantors findet ihre Entsprechung &bdquo;in der unendlichen Logik von Kreis und Quadrat&ldquo;, sagt Stark.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Hinzugekommen ist mittlerweile die Rhombusform. In die Raute hinein komponiert er seine Futura-Kreationen. Er spiegelt sie aneinander, spielt mit Negativformen und zerlegt sie mit spr&uuml;hender Fantasie in grafisch logische Segmente.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;&bdquo;Geometrismus&ldquo; kommentiert er lachend mit einem Schuss Selbstironie. Einem kleinen. Denn der alte Meister des Grafikdesigns wei&szlig;, was er kann. &bdquo;Genauigkeit, Sauberkeit und Geradlinigkeit&ldquo;, nennt er als leitende Kriterien seiner Arbeit. Seine Frau Elfriede staunt &uuml;ber die immer noch ruhige ruhige Hand des Energieb&uuml;ndels. &bdquo;Nichts gedruckt, alles gezeichnet&ldquo;, versichert Stark immer wieder, ob er nun die alten Schwarzwei&szlig;-Signets aus seinem riesigen Fundus hervorkramt oder auf die neuen Bilder zeigt. Dem ob der F&uuml;lle der ganz unterschiedlichen mit Farbe und Form gefundenen Bildobjekte staunenden Besucher bedeutet der vitale Neunziger trocken: &bdquo;Do muasch halt draufkomma.&ldquo;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer</em> &nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein &#8222;Stolperstein&#8220; für Max Reeb</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/ein-stolperstein-fuer-max-reeb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2020 16:49:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA["Stolperstein"]]></category>
		<category><![CDATA[Demnig]]></category>
		<category><![CDATA[Ellwangen]]></category>
		<category><![CDATA[Max Reeb]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkultur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/ein-stolperstein-fuer-max-reeb/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2250" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2250" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/621ee1cee67b7f5dc5016ca5762406c5.jpg" alt="" class="caption" title="Fotos: -uss" width="1024" height="683" />Fotos: -uss[/caption]<p>Seit 1996 hat der K&#252;nstler Gunter Demnig in 26 europ&#228;ischen L&#228;ndern &#252;ber 75000 &#8222;Stolpersteine&#8220; verlegt.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Seinen letzten hat er Freitagmorgen im C&auml;sar-Flaischlen-Weg in Ellwangen in die Stra&szlig;e eingelassen. Vor dem Haus Nr. 10.&nbsp;Dort hat der Kunst- und Kirchenmaler Max Reeb gewohnt. Denunziert und weil er als aufrechter Katholik den Hitlergru&szlig; verweigert hat, haben ihn die Nationalsozialisten am 9. September 1940 im KZ Dachau umgebracht.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Mit seinen &bdquo;Stolpersteinen&ldquo; will der 73 Jahre alte Gunter Demnig an die Opfer der Nazis erinnern. Just dort, wo die Juden, Sinti und Roma und andere Menschen, denen die Hitlerdiktatur das Recht auf Leben aberkannt hat, gewohnt haben. In die mit Messing &uuml;berzogenen Steine schl&auml;gt er Namen und wenige wichtige Lebensdaten der Ermordeten ein. Entstanden ist so ein einmaliges dezentrales Denkmal, das von Kreta bis hinter Hamburg reicht.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Zu verdanken ist es der &bdquo;Stolpersteininitiative Ellwangen&ldquo; um Peter Maile, dass der Name der &bdquo;guten Stadt&ldquo; nun ebenfalls in dieser Landkarte des Grauens erscheint.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Den in Berlin geborenen K&uuml;nstler hat besonders die aktive Teilnahme von Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern an der Verlegungsfeier bewegt. Nicht zuletzt deshalb, weil in ihren Beitr&auml;gen inneres Engagement und detaillierte Kenntnis zum beredten Ausdruck gefunden haben. Die gesellschaftliche Struktur &bdquo;zwischen katholischer Tradition und brauner Durchdringung&ldquo; in Ellwangen, haben Jakob M&auml;rz und Alexander Ilg vom Peutinger-Gymnasium eindringlich beschrieben. Ihr Fazit: Die Nazis mussten hier einen gr&ouml;&szlig;eren Aufwand betreiben, um ihre Ideologie durchzusetzen. Am Ende war&rsquo;s wie &uuml;berall.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-2251" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/Dem2.jpeg" alt="Dem2.jpeg" width="1024" height="802" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/Dem2.jpeg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/Dem2-300x235.jpeg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/Dem2-768x602.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp; &nbsp;Gedanken zur Biographie von Max Reeb haben sich Felix Fischer, Katja Schenk und Sebastian Rathgeb von der Eugen-Bolz-Realschule gemacht. Ein Deckengem&auml;lde von Max Reeb in der Katharinenkapelle in R&ouml;tlen hat Julius Keller vom Hariolf-Gymnasium zu einer aufschlussreichen Bildbetrachtung angeregt.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Nach der Begr&uuml;&szlig;ung durch Peter Maile hatte Oberb&uuml;rgermeister Michael Dambacher im Beisein einiger Verwandter von Max Reeb, wie des 90j&auml;hrigen Sohne Winfried, dessen Bedeutung f&uuml;r die Stadt und die Lehren, die man aus seinem Schicksal ziehen sollte, dargelegt. Mit der sehr nachdenklichen &Uuml;berlegung, wie wir Heutigen wohl in der finsteren Zeit damals an der Stelle des Kunstmalers gehandelt h&auml;tten.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Den angemessenen musikalischen Rahmen haben Uli Brauchle auf der Gitarre und die Sch&uuml;lerin des Hariolf Gymnasiums, Katharina Schmeling, mit starker Stimme gestaltet: &bdquo;Imagine&ldquo; von John Lennon und dem zum Anlass passenden Volkslied &bdquo;Die Gedanken sind frei&ldquo;.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</em>&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mit Feuer und Flamme dabei</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/mit-feuer-und-flamme-dabei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2020 12:07:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Akademiedirektor]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalb-Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Pavel]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss Kapfenburg]]></category>
		<category><![CDATA[von Woellwarth]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/mit-feuer-und-flamme-dabei/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2234" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2234" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/07/2d3adfa8352a656a606912bf6acf7119.jpg" alt="Foto: Schloss Kapfenburg" class="caption" title="Landrat Klaus Pavel und Erich W. Hacker haben den künftigen Akademiedirektor Moritz von Woellwarth in die Mitte genommen." width="1024" height="625" />Landrat Klaus Pavel und Erich W. Hacker haben den künftigen Akademiedirektor Moritz von Woellwarth in die Mitte genommen.[/caption]<p>Sein Vorg&#228;nger spielt Saxophon, der Neue Posaune. Moritz von Woellwarth tritt als Akademiedirektor der Stiftung Schloss Kapfenburg in die Fu&#223;stapfen von Erich W. Hacker.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Der noch bis April n&auml;chsten Jahres amtierende Leiter der Ellwanger Musikschule, der aus einer gro&szlig;en Bewerberschar ausgew&auml;hlt worden ist, garantiert instrumentales Gebl&auml;se auf hohem Niveau. Aber nicht nur das. Auf der Tradition aufbauend, will er &bdquo;auch im Rahmen der Digitalisierung&ldquo; innovativ neue Akzente setzen, wie er bei seiner Vorstellung durch Stiftungsvorstand Landrat Klaus Pavel erkl&auml;rt hat.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Studieren l&auml;sst sich die neuen Handschrift jedoch erst ab 2022. Das Programm f&uuml;r das n&auml;chste Jahr steht nach Hackers Ausblick bereits fest. Durch die von der Pandemie bedingten Absagen nicht nur des Festivals m&uuml;sste 2021 viel mehr Tage haben, um alle verschobenen Termine und Veranstaltungen unterzubringen, meinte der noch amtierende Schlossherr.&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Der Ausbruch von Corvid-19 hat die Musikschulakademie &bdquo;extrem hart getroffen&ldquo;. Zum Gl&uuml;ck sind, wie Hacker dankbar lobt, die Zuschussgeber und Sponsoren bei der Stange geblieben. Mit einem kleineren Programm an Veranstaltungen, einem erweiterten Urlaubsangebot und dem Restaurant Fermata als sich selbst tragende feste Gr&ouml;&szlig;e will er dieses Jahr &uuml;ber die Runden kommen. Franziska Gro&szlig; erl&auml;utert die Details wie M&auml;rchenstunden, kulinarische F&uuml;hrungen mit dem Akademiedirektor, dazu passend eine Lesung mit Sternekoch Vincent Klink, oder ein Konzert mit einem Ensemble der Jungen Philharmonie Ostw&uuml;rttemberg (JPO).</p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>Ein Los, das hilft</strong></span></p>
<p>&nbsp; &nbsp;Die Absage des Festivals, das Hacker auf eigenes Risiko organisiert hat, schl&auml;gt mit einem f&uuml;nfstelligen Betrag zu Buche, wie Franziska Gro&szlig; vorrechnet. Mit einem Losprojekt soll das Loch in der Bilanz gestopft werden. Lose k&ouml;nnen zu 10 Euro das St&uuml;ck online auf&nbsp;<a href="http://www.schloss-kapfenburg.de/" target="_blank" rel="noopener">www.schloss-kapfenburg.de</a>&nbsp;und telefonisch unter +49 7363 961817 gekauft werden. Die Gewinner von 10&#215;2 Festivalp&auml;ssen 2021 und eines VWs e-up!, den die Koch Auto.Gruppe f&uuml;r 12 Monate zur Verf&uuml;gung stellt, werden am Freitag, 24. Juli, w&auml;hrend der rein digitalen Veranstaltung &bdquo;in situ 21 &ndash; mit feuer und flamme&ldquo; gezogen. Diese wird ab 22 Uhr live auf dem YouTube-Kanal der Stiftung &uuml;bertragen.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;&bdquo;Ganz zuzumachen&ldquo; sei keine Option gewesen, versichert der Akademiedirektor. Denn dazu ist sein gesamtes Team zu sehr &bdquo;Feuer und Flamme&ldquo; f&uuml;r das Schloss. Ein Bauwerk, das Hacker, wie Pavel r&uuml;hmte, &bdquo;als Kulturereignis auf einmalige Weise auf den Weg gebracht hat&ldquo;.</p>
<p>&nbsp; &nbsp; Die j&auml;hrliche Festivaler&ouml;ffnung &bdquo;in situ&ldquo; muss schon deshalb sein. Als symbolischer Teil f&uuml;r das Ganze. Notgedrungen ohne Publikum, daf&uuml;r mit einer Feuerwerksshow wie nie zuvor. Der kapfenburgerprobte Weltmeister Joachim Berner soll das stolze Schloss mit Feuer, Flammen, Licht und Musik aus seinem Dornr&ouml;schenschlaf wecken und in ein &bdquo;pr&auml;chtiges Farbenmeer&ldquo; verwandeln. Die Musik dazu liefert Antonin Dvor&aacute;k mit dem 4. Satz aus seiner ber&uuml;hmten Sinfonie &bdquo;Aus der neuen Welt&ldquo;; in einer 2009 aufgenommenen Interpretation durch das Landesjugendorchester Baden-W&uuml;rttemberg. Unter der Regie von Erich W. Hacker wird das Feuerspektakel von Studierenden der Hochschule f&uuml;r Musik Karlsruhe filmisch eingefangen und &bdquo;live&ldquo; per Stream ins Internet &uuml;bertragen.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Kein Wunder, dass sich der Landrat, der zusammen mit Matthias Hinderberger im Herbst 2021 als Vorstand der Stiftung aufh&ouml;ren will, auf &bdquo;eine spannende Zeit&ldquo; freut.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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