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	<title>Archiv Ausstellungen &#8211; ostalb.net</title>
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	<description>Kultur aus Ost-Württemberg</description>
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		<title>Die Residenz der Gnadenlosen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2020 08:32:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA["Hotel Silber"]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenkbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Gestapo]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_2216" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-2216" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/04/82dbf6cae1772ebce3f61a4b34447ba4.jpg" alt="Foto: privat" class="caption" title="Das "Hotel Silber" im Stuttgarter Dorotheenviertel heute." width="800" height="485" />Das [/caption]<p>Eine Postkarte war das letzte Lebenszeichen von Lina Hatje. Die Gestapo hatte sie am 23. Dezember 1942 in das &#8222;Hotel Silber&#8220; vorgeladen und in &#8222;Schutzhaft&#8220; genommen.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Sie war denunziert worden. Sie habe einem Nachbarn die Weihnachtsgans vom Balkon gestohlen. Dieser Vorwurf war Anlass ihrer Verhaftung; sie wurde am 21. M&auml;rz 1943 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.&nbsp;</p>
<p><strong>&nbsp; &nbsp;R&uuml;ckblick:</strong> Der Kommandant der Flak-Batterie oberhalb des kleinen Dorfes bei Heidelberg bleibt sp&auml;t im April 1945 noch unerbittlich. Sollten die da unten die Kirchenglocken l&auml;uten lassen, um der anr&uuml;ckenden US-Division Friedenssehnsucht zu signalisieren, w&uuml;rde er die Rohre seines Gesch&uuml;tzes nicht mehr nach oben, sondern nach unten richten &ndash; und feuern. Was er zum Entsetzen der Dorfbewohner auch tat. Wie viele andere dieser Kriegsverbrecher wurde er nicht bestraft. Stattdessen hat er wenige Jahre sp&auml;ter seinen Dienst als Hauptkommissar in Stuttgart angetreten, wie SWR2 dieser Tage erinnert hat.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jenem furchtbaren Marinerichter &auml;hnlich, der dort von 1966 bis 1978 als Ministerpr&auml;sident in Amt und W&uuml;rden gewesen ist. Ein Dramatiker hat Hans Filbinger, dem der SPD-Politiker Erhard Eppler ein &bdquo;pathologisch gutes Gewissen&ldquo; attestierte, dann zu Fall gebracht &#8211; Rolf Hochhuth. Literatur ist mitunter doch wirkm&auml;chtig. Unter Despoten kann sie sich allerdings gegen den Urheber richten, wie das Schicksal eines Bruders im Geiste von Hochhuth, Christian Friedrich Daniel Schubart lehrt. Dem Journalisten, Dichter und Musiker, der in Aalen aufgewachsen ist,&nbsp;brachte seine Kritik an W&uuml;rttembergs Herzog Carl Eugen zehn Jahre Haft in der &bdquo;F&uuml;rstengruft&ldquo; auf dem Hohenasperg ein.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ob Stuttgart nun ein gutes Pflaster f&uuml;r ehemalige Nazis und andere Kriegsverbrecher gewesen ist, um nach dem Kriege Karriere zu machen, sei dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass sich in der Landeshauptstadt die Zentrale der Gestapo f&uuml;r W&uuml;rttemberg und Hohenzollern befunden hat. Im &bdquo;Hotel Silber&ldquo;. Einst ein Wirtshaus &bdquo;Zum Bayrischen Hof&ldquo;, hat es 1873 ein Heinrich Silber erworben und erweitert. 1903 ist hier der ADAC (zun&auml;chst als Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung) aus der Taufe gehoben worden. 1910 hat es die w&uuml;rttembergische Staatsfinanzverwaltung gekauft. Von 1919 bis 1928 hat das Geb&auml;ude die Oberpostdirektion beherbergt, bevor die Politische Polizei und das Polizeipr&auml;sidium und 1933 die Schergen der Geheimen Staatspolizei eingezogen sind.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" size-full wp-image-2217" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/04/Gedenkbuch.jpeg" alt="Gedenkbuch.jpeg" width="1024" height="642" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/04/Gedenkbuch.jpeg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/04/Gedenkbuch-300x188.jpeg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/04/Gedenkbuch-768x482.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Ein nachdenklicher Blick in das Gedenkbuch mit den Namen der verfolgten Abgeordneten, das im Landtag in Stuttgart aufgelegt ist. &nbsp; &nbsp;(Foto: -uss)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp; Heute erinnert eine Dauerausstellung an die f&uuml;r so viele Menschen leidvolle Geschichte. Im Flyer lesen wir: &bdquo;Hier im &sbquo;Hotel Silber&lsquo; berichteten bereits in der Weimarer Republik Polizeispitzel &uuml;ber Staatsfeinde und politische St&ouml;renfriede &ndash; und wen sie daf&uuml;r hielten. Hier unterschrieben Gestapoleute Erlasse, die f&uuml;r Tausende von Menschen in W&uuml;rttemberg und Hohenzollern &Uuml;berwachung, Verfolgung, Verschleppung und Tod bedeuteten. Hier arbeiteten nach der NS-Zeit ehemalige Verfolgte und Verfolger T&uuml;r an T&uuml;r zusammen.&ldquo; Mit Sicherheit w&auml;re Schubart in der NS-Zeit dort verh&ouml;rt, inhaftiert und m&ouml;glicherweise in einer der Kerkerzellen im Keller ermordet worden.</p>
<p>&nbsp; &nbsp; Einer Initiative zahlreicher Organisationen, darunter der Verein &bdquo;Gegen Vergessen &ndash; f&uuml;r Demokratie&ldquo; mit dem ehemaligen Landtagsvizepr&auml;sidenten Dr. Alfred Geisel als Vorsitzendem des Sprechergremiums der Regionalgruppe Baden-W&uuml;rttemberg, hat sich f&uuml;r den Erhalt des zum Abbruch vorgesehenen Geb&auml;udes im Herzen der Stadt und f&uuml;r dessen Nutzung als Lern- und Gedenkort unter Federf&uuml;hrung des Hauses der Geschichte eingesetzt. Der Besuch lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Das Innere ist in der ersten Etage unver&auml;ndert geblieben mit seiner bedr&uuml;ckenden Amtsstubenenge, in der dennoch gen&uuml;gend Platz bleibt f&uuml;r die vielen erhellenden Exponate, meist schriftliche Zeugnisse.</p>
<p>&nbsp; &nbsp; <span style="font-size: 14pt;"><strong>Mord im Ellwanger Hinterland</strong></span></p>
<p>&nbsp; &nbsp;Auf der Landkarte des physischen Terrors erkennt man, dass der Arm der Gestapo bis in die hintersten Winkel des Landes gereicht hat. So erf&auml;hrt man, dass im Ellwanger Hinterland bei Ellenberg 1942 ein franz&ouml;sischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter hingerichtet worden ist.&nbsp;&nbsp;In der ehemaligen Oberamtsstadt Ellwangen befand sich von 1934 bis 1943 im Geb&auml;ude Marktplatz 2 eine Au&szlig;endienststelle der Gestapo, deren Leiter von 1938 bis 1943 Christof Dick gewesen ist. Er wechselte dann nach Ulm.&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp; Ins Visier der Nazis sind nicht nur Juden, Homosexuelle, Sinti und Roma geraten, sondern auch politische und religi&ouml;se Gegner, die Kritik an der NS-Regierung ge&uuml;bt haben. Ein Gedenkbuch im Landtag erinnert an 329 Abgeordnete, &bdquo;die f&uuml;r ihre &Uuml;berzeugung, ihren freien Geist und ihren aufrechten Gang gelitten oder sogar ihr Leben gelassen haben&ldquo;, wie die Pr&auml;sidentin des Landtags, Muhterem Aras bei dessen Vorstellung am 20. M&auml;rz 2019 formuliert hat. Umso emp&ouml;render ist die Tatsache, dass ein anderer furchtbarer Richter, der Vorsitzendes des Sondergerichts Stuttgart, der Senatspr&auml;sident Hermann Cuhorst &ndash; verantwortlich f&uuml;r rund 100 Todesurteile zwischen 1937 und 1944 &ndash; nach dem Krieg nicht zur Rechenschaft gezogen worden ist. &bdquo;Viele Mitglieder des Sondergerichts Stuttgart machten ab 1950 wieder Karriere im Justizdienst&ldquo;, stellt der Prospekt zur Dauerausstellung &bdquo;NS-Justiz in Stuttgart&ldquo; im Landgericht der Landeshauptstadt lapidar fest. Justitias Binde war &uuml;ber dem rechten Auge offenkundig besonders dick. Das erkl&auml;rt viele der milden Urteile im Zuge der Entnazifizierung. Eine Kr&auml;he hackt der anderen kein Auge aus, wie der Volksmund wei&szlig;.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Womit wir wieder bei dem Flak-Kommandeur angekommen w&auml;ren, der in Stuttgart als Hauptkommissar Karriere gemacht hat. Man darf vermuten, dass er im &bdquo;Hotel Silber&ldquo; Seite an Seite mit den wenigen Kollegen gesessen hat, die keinen Dreck am Stecken hatten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; <strong>&nbsp;Info:&nbsp;</strong>Aufgrund der aktuellen Lage rund um das Corona-Virus sind alle &ouml;ffentlichen Veranstaltungen einschlie&szlig;lich der &ouml;ffentlichen F&uuml;hrungen zun&auml;chst bis Ende Mai 2020 abgesagt worden. Mehr Informationen unter&nbsp;<a href="http://www.geschichtsort-hotel-silber.de/" target="_blank" rel="noopener">www.geschichtsort-hotel-silber.de</a>&nbsp;Zumindest virtuell kann man das Hotel durchstreifen.</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer</em></p>
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		<title>Anschlag auf den Filz</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/die-art-bedient-alle-geschmaecker/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2020 10:40:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[artKarlsruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Cyprian Brenner]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenfried]]></category>
		<category><![CDATA[Galerie Zaiß]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalb-Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalbkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Skulpturenplatz]]></category>
		<category><![CDATA[SüdWestGalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Waydelich]]></category>
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					<description><![CDATA[<img class=" size-full wp-image-2202" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/02/37d163b88a4522bd852de06260df3d98.jpg" alt="Fotos: -uss" width="1024" height="604" /><p>Mit den Filzskulpturen von Stefanie Ehrenfried hat der Galerist Cyprian Brenner aus H&#252;ttlingen-Niederalfingen bei der artKarlsruhe in diesem Jahr einen Volltreffer gelandet.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; &nbsp;Das Kulturradio SWR2 hat sie als &bdquo;Hingucker&ldquo; unter den 210 Galerien aus 15 L&auml;ndern apostrophiert. Die Arbeiten der K&uuml;nstlerin aus Rosengarten bei Schw&auml;bisch Hall z&auml;hlen in der Tat zu den wenigen Aha-Erlebnissen der 17. Kunstmesse mit Klassischer Moderne und Gegenwartskunst. &nbsp;Den nach dem Maler und Schriftsteller Hans Platschek benannten Preis hat dennoch eine andere K&uuml;nstlerin erhalten &ndash; Helga Schmidhuber.&nbsp;Nachdem er wiederholt unter den drei besten Skulpturenpl&auml;tzen nominiert worden ist, hofft Brenner, das es mit den so ungew&ouml;hnlichen wie gewinnenden Ehrenfried-Kreationen diesmal klappt.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Mit von der Partie ist wieder die Galerie Zai&szlig; aus Aalen mit ihren &uuml;blichen und gerne verfolgten &bdquo;Verd&auml;chtigen&ldquo;. Vorneweg das Els&auml;sser Urgestein Raymond E. Waydelich. Mit seinen 81 Jahren ist er vital wie eh und je. Wer den Messestand betritt, in dem Sigi Zai&szlig; die so unterschiedlichen k&uuml;nstlerischen Positionen klar gegliedert pr&auml;sentiert, wird unweigerlich mit einer Art Kampfschwein und einem nicht minder possierlichen Hund konfrontiert, der nach einer Wurst schnappt. Im Geiste verwandt ist Waydelich der Ludwigsburger Werner Lehmann, der mit seinen sinnlich-sinnigen bis herrlich frechen &bdquo;Narrenschiffen&ldquo; aus gebranntem Ton, hinrei&szlig;ender Malerei und treffsicheren Zeichnungen seit 2005 durch Zai&szlig; auf der art Karlsruhe vertreten wird.</p>
<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-2203" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/02/Way.JPG" alt="Way.JPG" width="1024" height="683" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/02/Way.JPG 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/02/Way-300x200.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/02/Way-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp; &nbsp;Den Gegenpol zu den temperamentvollen Gegenst&auml;ndlichen, zu denen auch der Kraftmaler Marc Felten aus Stra&szlig;burg z&auml;hlt, bilden Hannelore Weitbrecht mit ihren filigranen Papierobjekten, Michel Cornu mit seinen feinen Abstraktionen auf Papier und Norbert Klaus, der seinen Reisigb&uuml;ndeln Stahlplastikern und Papierpr&auml;geobjekte hinzugef&uuml;gt hat.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Mit der jungen s&uuml;dkoreanischen K&uuml;nstlerin Dahae Seung, die an der Karlsruher Kunstakademie mit Schwerpunkt Skulptur studiert hat, h&auml;lt bei Zai&szlig; modernste Drucktechnik Einzug. Das mit einem 3-D-Drucker erzeugte Objekt in einem Glaskubus gewinnt auf den ersten Blick durch seine &auml;sthetische Ausgewogenheit; auf den zweiten erkennt man ein Gehirn, das auf einem R&uuml;ckgrat ruht. Der Titel &bdquo;Descartes&ldquo; verweist auf den franz&ouml;sischen Philosophen und Naturwissenschaftler und dessen Diktum &bdquo;Ich denke, also bin ich&ldquo;. Seung geht es um die Frage nach der Identit&auml;t des Menschen. Sie korreliert mit der kunstphilosophischen &Uuml;berlegung, die einst Hans Platschek formuliert hat: &bdquo;Die Frage bleibt immer, warum jemand ein Bild macht.&ldquo;</p>
<p><img decoding="async" class=" size-full wp-image-2204" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/02/Su.jpeg" alt="Su.jpeg" width="1024" height="670" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/02/Su.jpeg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/02/Su-300x196.jpeg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2020/02/Su-768x503.jpeg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das fragt man sich beim Gang durch die vier Hallen in der Tat manchmal. Wobei der Begriff Bild f&uuml;r alle Darstellungsformen steht. Man sieht viel alten Wein in neuen Schl&auml;uchen und umgekehrt. Die Kunst reflektiert sich selbst, das hei&szlig;t in diesem Falle, sie kreist um sich selbst. Eine Nabelschau des h&auml;ufig Gleichen. Da bilden die K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler aus anderen Nationen bei dem &ndash; zu Teilen &#8211; Festival der Augenwischerei keine Ausnahme.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&bdquo;Die art Karlsruhe &uuml;berzeugt mit ihrem Profil und uns geht es nicht um Spekulation, nicht darum, den Markt anzuheizen, sondern um die Vermittlung besonderer Werte&ldquo;, mit diesen Worten hat die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der Messe Karlsruhe, Britta Wirtz, die 17. Ausgabe der Verkaufsausstellung er&ouml;ffnet. Oberb&uuml;rgermeister Dr. Frank Mentrup erg&auml;nzt: &bdquo;Die Massen str&ouml;men jedes Jahr zur Kunstmesse, ohne dass es eine Massenveranstaltung ist.&ldquo; Kurator Ewald Karl Schrade betont: &bdquo;Kunst hat an Popularit&auml;t gewonnen, hat aber bis heute eine breite Streuung n&ouml;tig.&ldquo; Dieser Aufgabe hat sich Schrade mit gro&szlig;em Aufwand wieder gestellt.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Sonderausstellung der Stiftung Hans-Peter Haas &ndash; Serigraphien gro&szlig;er Meister von Ackermann bis Vasarely zeigt, wie der Siebdrucker Hans-Peter Haas (HPH) mit sicherem Blick eine Sammlung druckgrafischer Werke aufgebaut hat, aus der auf rund 100 Werke gezeigt werden. In direkter N&auml;he zur Sonderschau Druckgrafik, die 2020 bereits zum vierten Mal stattfindet und f&uuml;r die aus Einreichungen der ausstellenden Galeristen Werke juriert und angeboten werden.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<span style="font-size: 14pt;"><strong>K&uuml;nstlerinnen im Fokus</strong></span></p>
<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; 2020 zeigen die ausstellenden Galerien vermehrt weibliche Positionen: Arbeiten von bedeutenden K&uuml;nstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die zwar Kunstgeschichte mitgeschrieben haben, doch jahrzehntelang von den Museen und teils auch vom Kunsthandel vernachl&auml;ssigt wurden. Das gilt beispielsweise f&uuml;r die Malerin Lotte Laserstein, die beim erstmals ausstellenden Galeristen Dr. Michel N&ouml;th (Ansbach) im Programm ist oder auch f&uuml;r die Bildhauerin Ren&eacute;e Sintenis, vertreten von der Galerie Ludorff (D&uuml;sseldorf).&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;F&uuml;r Werke der klassischen Moderne haben sich wieder viele Galeristen entschieden, so dass diese Kunst-Epoche insgesamt stark vertreten ist. Von Lovis Corinth &uuml;ber Max Ernst bis zu Pablo Picasso. Mit den entsprechenden Preisen. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Arbeiten der Zero-Bewegung. Allein Heinz Mack und Otto Piene stehen im Fokus von jeweils acht bis zehn Ausstellern. Im Bereich der Gegenwartskunst wird ebenfalls h&ouml;chste Qualit&auml;t gezeigt. Viele amerikanische K&uuml;nstler sind diesmal vertreten, beispielsweise Christo, Julian Schnabel, Cindy Sherman und Richard Serra. Auch Werke der Pop-Artisten stehen zur Verf&uuml;gung, ob Roy Lichtenstein oder Robert Rauschenberg oder James Rosenquist. Sieben Galerien zeigen Werke von Andy Warhol.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Gr&ouml;&szlig;tes Sammler-Interesse werden einmal mehr die Bilder von Gerhard Richter finden. Sicher auch die Werke von Georg Baselitz, Miriam Cahn, Katharina Grosse, J&uuml;rgen Klauke oder Karin Kneffel.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Info:</strong> Die Kunstmesse ist bis einschlie&szlig;lich Sonntag t&auml;glich von 11 bis 19 Uhr ge&ouml;ffnet. Weiteres unter&nbsp;<a href="http://www.art-karlsruhe.de/" target="_blank" rel="noopener">www.art-karlsruhe.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer/pm</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Anziehende Gegensätze</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/anziehende-gegensaetze-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2018 16:06:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[artKarlsruhe]]></category>
		<category><![CDATA[Brenner]]></category>
		<category><![CDATA[Lüpertz]]></category>
		<category><![CDATA[Zaiß]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_1480" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-1480" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/02/1b56d005723ad175e526bbe57567b8ab.jpg" alt="Fotos: -uss" class="caption" title="Felix Rehfeld vor seiner monumentalen Kleinarbeit "1000Berge"" width="1024" height="683" />Felix Rehfeld vor seiner monumentalen Kleinarbeit [/caption]<p>Unter den 215 Galerien aus 15 L&#228;ndern sind auch auf der 15. artKarlsruhe wieder zwei Galerien aus dem Altkreis Aalen vertreten.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Aalener Galerie Zai&szlig; gef&auml;llt wieder mit einem leicht erweiterten und wie immer breit gef&auml;cherten Angebot, w&auml;hrend die Galerie Cyprian Brenner mit Sitz in H&uuml;ttlingen und Schw&auml;bisch Hall mit einem spannungsvollen Skulpturenplatz und einigen neuen K&uuml;nstlern punktet.</p>
<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp;Ein H&uuml;ne im fortgeschrittenen Alter mit Goldring im Ohr und Silberknauf am Stock schreitet mit einem Kometenschweif von interessiert schauenden Menschen im Schlepptau durch die Halle 3. Verh&auml;lt hier kurz, blickt missbilligend, geht weiter, winkt ab. Der kennt sich wohl aus? Ein Galerist knurrt, als der Pulk vorbei ist, &bdquo;arroganter Sack&ldquo;. Gemeint ist der Kunstgro&szlig;meister Prof. Markus L&uuml;pertz. Kurz&nbsp; vor dem Zai&szlig;-Stand biegt er ab. Gl&uuml;ck gehabt?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1481" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/02/Zaissens.jpg" alt="Zai&szlig;ens.jpg" width="1024" height="717" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/02/Zaissens.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/02/Zaissens-300x210.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/02/Zaissens-768x538.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Ssigi und Werner Zai&szlig; vor Lehmann-Bildern</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nein, vor L&uuml;pertz muss sich die Kunstschau von der Ostalb nicht verstecken. Raymond E. Waydelich, der gro&szlig;e Els&auml;sser, der dieses Jahr 80 wird, hat einige seiner alten Bildk&auml;sten aus den Siebzigerjahren mitgebracht und ganz neue Arbeiten &ndash; gelaserte Venylschallplatten, die wie Scherenschnitte wirken. Eingepasst in einen barocken Rahmen fallen sie aus der Zeit. Mit dabei sind wieder der rot-knallige Marc Felten, Klaus Joas mit sehr &auml;sthetischen Leuchtinstallationen, Michel Cornu, der in Frankreich richtig durchstartet, Jochen Wahl, Hannelore Weitbrecht, Tetsuya Kuzuhara, Norbert Klaus und die Spottdrossel Werner Lehmann. Beziehungsreich geh&auml;ngt, bereitet der Besuch bei Zai&szlig; wieder viel Sehfreude.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Hingucker schlechthin bei der Pr&auml;sentation von Cyprian Brenner in Halle 2 ist der Skulpturenplatz mit den aus geometrischen und pflanzlichen Formen komponierten gro&szlig;en Plastiken. In ihrer stillen W&uuml;rde erinnern sie an einen Wald &ndash; nur erweist sich das Holz als Cortenstahl. Die Riesen korrespondieren mit einem anderen Monument &ndash;&nbsp; &bdquo;1000 Berge&ldquo; von Felix Rehfeld. Tausend Miniaturen hat er in &Ouml;l gemalt. 100 Motive in jeweils zehn Variationen. Ein Wunderwerk an Flei&szlig;, K&ouml;nnen und reiner Sch&ouml;nheit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1482" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/02/Schall.jpg" alt="Schall.jpg" width="726" height="600" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/02/Schall.jpg 726w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2018/02/Schall-300x248.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px" /></p>
<p>Mit feiner Ironie bringt Mirko Schallenberg die Welt aus dem Gleichgewicht: &#8222;Korn&#8220;, 2010, &Ouml;l auf Leinwand</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;Biegt man um die Ecke, &uuml;berf&auml;llt einen im Standsystem der politisch pointierte narrative &Uuml;berschwang des Stipendiaten Robert Matthes. Was er alles kombiniert und frech zitiert, l&auml;sst sich kaum beschreiben. Mit &auml;hnlichen &Uuml;berraschungen, allerdings weitaus ruhigeren, wartet Mirko Schallenberg mit seinen paradox verr&auml;tselten hyperrealistischen Malereien auf. Bei ihm scheint alles auf der Kippe zu stehen. Man m&ouml;chte vor seinen Bildern nicht laut auftreten. Die Maler Isa Dahl und Bruno Kurz, der seine dezente Suche nach der Farbmaterialit&auml;t weitertreibt, haben neben Rehfeld eine One-Artist-Show.</p>
<p><strong>Info</strong>: Die artKarlsruhe ist t&auml;glich von 11-19 Uhr ge&ouml;ffnet.</p>
<p>Wolfgang Nu&szlig;baumer</p>
<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Pirmin Langs &#8222;Bohei&#8220;</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/pirmin-langs-bohei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jul 2017 14:37:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
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					<description><![CDATA[[caption id="attachment_1183" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-1183" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/07/ead47d36e50510c345eb86a3568f763f.jpg" alt="Foto: Benedikt Walther" class="caption" title="Der Maler Pirmin Lang (l.) im Gespräch mit Vernissageredner Wolfgang Nußbaumer" width="1024" height="684" />Der Maler Pirmin Lang (l.) im Gespräch mit Vernissageredner Wolfgang Nußbaumer[/caption]<p>"Bohei" hat der aus Ellwangen stammende Maler Pirmin Lang eine Ausstellung im Atelier Knoedler &#252;berschrieben.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;Der Begriff bedeutet ein gro&szlig;es Tamtam, oder viel L&auml;rm um nichts. Ist dieser Titel also ein Fake? Eher das Beispiel f&uuml;r ein k&uuml;nstlerisches Versteckspiel, wie Wolfgang Nu&szlig;baumer in seiner Einf&uuml;hrung bei der Vernissage aufgezeigt hat. Nachfolgend seine Rede:&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: 'PT Serif Caption'; font-size: 9pt; text-align: justify;"></span></p>
<p style="margin-right: 28.05pt; text-align: justify;">Bohei? Wir sehen die Malerei von Pirmin Lang und gr&uuml;beln: Was haben diese Bilder mit einem Bohei zu tun? Nichts Wildes, nichts Aufgepfropftes, nichts Aufgeplustertes. Pirmin Langs Bilderwelt scheint eher ruhig nach innen zu blicken, als sich zu extemporieren. &bdquo;Der Titel hat ja auch nicht direkt etwas mit der Ausstellung zu tun&ldquo;, r&auml;umt er ein. Nicht direkt. Also indirekt? Mit einem Augenzwinkern gibt er zu verstehen: Bohei sei einfach ein sch&ouml;nes Wort. Nun k&ouml;nnte ich sagen, trau keinem Wort eines bildenden K&uuml;nstlers. Denn deren Profession ist ja zu bilden und nicht zu reden. Dann meint er noch, er sei kein Bohei-Typ.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist an der Zeit, diesem Begriff Bohei auf den Grund zu gehen. Remidemmi ist darin enthalten, gro&szlig;es Tamtam, auch viel L&auml;rm um nichts. &Uuml;ber die etymologischen Wurzeln streiten sich die Geister. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommt das Wort aus dem Hebr&auml;ischen oder Jiddischen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sch&ouml;nes Wort? Viel L&auml;rm um nichts? Pirmin Lang, der sich selbst f&uuml;r keinen Bohei-Typ h&auml;lt, sch&auml;tzt offensichtlich das Versteckspiel. Wie viele K&uuml;nstler, die sich im Feld des magischen Realismus bewegen. Gegen diese Einordnung hat er nichts einzuwenden. In diese kunsthistorische &bdquo;Schublade&ldquo; ist er nahezu zwangsl&auml;ufig geraten. Ihn interessiert vor allem der Weg zum Bild, dessen Entstehung, der Prozess an sich. Sein Thema ist also nicht der horror vacui, die Angst vor der leeren Leinwand. Denn dann m&uuml;sste er permanent sich selbst erforschen, mit jedem Bild. Deshalb greift Pirmin Lang auf vorhandenes Bildmaterial zur&uuml;ck. Er findet es in seiner Fantasie, in seinen Erinnerungen, in Publikationen oder im eigenen Fotoarchiv.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; So weit, so gut. Aus diesem Fundus sch&ouml;pfend, ergibt sich rasch eine konkrete Bildidee. Und damit die Entscheidung, sich auf deren Ausf&uuml;hrung festzulegen. Im Kopflabor arbeiten die grauen Zellen im Akkord. Taugt die Vorgabe dazu, sie k&uuml;nstlerisch zu &uuml;berh&ouml;hen &ndash; oder sollte man die Finger davon lassen. Wenn ich Pirmin Lang richtig verstanden habe, ist er ein Meister im Verwerfen.</p>
<p>&nbsp;<img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1184" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_3502.jp_Lang_Rieger.jpg" alt="DSC_3502.jp Lang Rieger.jpg" width="1024" height="509" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_3502.jp_Lang_Rieger.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_3502.jp_Lang_Rieger-300x149.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/07/DSC_3502.jp_Lang_Rieger-768x382.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p>Er geh&ouml;rt zum kulturpolitischen Urgestein Ellwangens: Helmut Rieger im Gespr&auml;ch mit Frau Hilsenbek.</p>
<p>&nbsp;&nbsp; &nbsp;Zu Beginn seiner Bildforschung hat er es mit ganz exakter Planung versucht. Exakte Planung bedeutet im kreativen Bereich eben, sich fr&uuml;hzeitig festzulegen. In dieser Sackgasse hat er sich rasch umgedreht und einen Paradigmenwechsel vorgenommen. Am Anfang stand jetzt die Freiheit, die Idee. Tachistisch hat er die Leinw&auml;nde bearbeitet.&nbsp; Das war wiederum zu viel der Unw&auml;gbarkeiten, des malerischen Zufalls &ndash; so es den &uuml;berhaupt gibt. Der geplante Zufall ist keiner.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Folgerichtig hat Pirmin Lang keinen Kompromiss, sondern den f&uuml;r ihn goldenen Mittelweg gefunden: Er geht von einer realen Vorstellung aus, ob visuell vorgefunden oder aus dem inneren Bildspeicher abgerufen. Daraus ergibt sich allerdings das bereits genannte Problem, allerdings in abgeschw&auml;chter Form: Er legt sich wieder von vornherein fest. Und empfindet als K&uuml;nstler rasch die Fessel. Dialektisch gesehen, bedingt die Fesselung die Befreiung, den Aufbruch zu neuen Ufern. Bedingt sie, die Unw&auml;gbarkeiten zu wagen, die der Schritt ins Ungewisse mit sich bringt, wenn er die Vorlagen verfremdet und uminterpretiert. Vielleicht sind deshalb seine perspektivisch angelegten Bilder voller R&auml;tsel &ndash; und Zitaten der Kunstgeschichte. Angesiedelt sind sie auf dem Feld des &bdquo;Magischen Realismus&ldquo;. Ein weites Feld.</p>
<p><strong>Der Vorteil des &#8222;Magischen&#8220;</strong></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Schl&auml;gt man im &bdquo;Lexikon der Kunst&ldquo; nach, wird man beim entsprechenden Stichwort gleich zur &bdquo;Neuen Sachlichkeit&ldquo; weiterverwiesen. Eine Zeitlang haben diese beiden in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts gepr&auml;gten Begriffe ein- und denselben k&uuml;nstlerischen Sachverhalt bezeichnet. Wobei der Magische Realismus den Vorteil des Magischen hatte. Der Tiefe, des R&auml;tselhaften, des die Wirklichkeit hinterfragenden und ins Geheimnis weiterschreibenden Prozesses. Deshalb hat er bis heute in der bildenden Kunst (siehe unser leibhaftiges Beispiel) und in der Literatur &uuml;berlebt (beispielhaft nenne ich Daniel Kehlmann und Patrick S&uuml;skind f&uuml;r die deutschen und Isabelle Allende und &nbsp;Gabriel Garcia M&aacute;rquez f&uuml;r lateinamerikanischen Schriftsteller).&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Pirmin Langs Arbeiten sind zwar von magischer Metaphorik gepr&auml;gt, schreiten jedoch, wie schon erw&auml;hnt, die Geschichte der modernen Kunst ab. C&eacute;zanne, Matisse, Pierre Roy, die auch von Pirmin Lang gesch&auml;tzten Francis Bacon und Giorgio Morandi und auf lokaler Ebene der fr&uuml;he Sieger K&ouml;der und der Aalener Kunsterzieher Karl Reich, der von 1901 bis 1981 gelebt hat, fallen einem ein. Aber wie gesagt, Langs Schaffen ist weder epigonal noch kopierend, sondern von einer pers&ouml;nlichen Handschrift gepr&auml;gt. Sie kennt eine weite Farbpalette und deren differenzierten Einsatz ebenso, wie eine vielf&auml;ltige Formensprache, die wiederum genuin aus der Farbe lebt.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Abschlie&szlig;end darf ich aus dem Programmheft &bdquo;Sommer in der Stadt&ldquo; zitieren. Dort lesen wir das Fazit: &bdquo;So ergeben sich malerisch vielschichtige Bilder, die dem Betrachter die M&ouml;glichkeit f&uuml;r eigene Assoziationen bieten wollen.&ldquo; Viel Spa&szlig; dabei!</p>
<p><strong>Info</strong>: Die von der Karl Heinz Knoedler Stiftung ausgerichtete Ausstellung ist bis 20. August jeweils sonntags von 14-17 Uhr sowie nach Vereinbarung mit dem Kulturamt der Stadt Ellwangen Tel. 07961/84207 zu sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Zeit hält inne</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/timelessness/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jun 2017 08:32:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Karsch-Chaïeb]]></category>
		<category><![CDATA[der Faktor Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gerd Kanz]]></category>
		<category><![CDATA[Schloss ob Ellwangen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/timelessness/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_1113" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-1113" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/06/f269038fa4534045b59925e7d5e023e1.jpg" alt="Foto: -uss" class="caption" title="Barbara Karsch-Chaïeb und Gerd Kanz fühlen sich in der Galerie des Kunstvereins Ellwangen sichtlich wohl." width="791" height="1024" />Barbara Karsch-Chaïeb und Gerd Kanz fühlen sich in der Galerie des Kunstvereins Ellwangen sichtlich wohl.[/caption]<p>Wer Entspannung durch gehaltvolle &#196;sthetik sucht, dem bietet der Kunstverein Ellwangen mit seiner aktuellen Ausstellung die ideale Gelegenheit.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;timelessness&#8220; lautet der etwas sperrige Titel f&uuml;r die sch&ouml;ne Schau mit Arbeiten von Barbara Karsch-Cha&iuml;eb&nbsp;und Gerd Kanz. Die Zeitlosigkeit ihrer Kunst beruht auf dem verwendeten Material und dem Ergebnis selbst. Die in Stuttgart lebende K&uuml;nstlerin verwendet zu Mehl gemahlenen, mehrere 100 Millionen Jahre alten Marmor und kaum weniger altes &Ouml;lschiefergranulat f&uuml;r ihre zum Teil monochromen Mal-Werke und Installationen. Das Gestein steht f&uuml;r die Ewigkeit, die Zeitlosigkeit bedeutet. In galaktischen Dimensionen gedacht, dauert diese &#8222;Ewigkeit&#8220; zwar nur einen Wimpernschlag &#8211; f&uuml;r uns Sterbliche indes eine unendlich lange Zeit. Indem Barbara Karsch-Cha&iuml;eb die alten Steine in Kunst &uuml;berf&uuml;hrt, also instrumentalisiert, nimmt sie ihnen jedoch die Aura des Ewigen. Zugleich dr&uuml;ckt sie ihnen das Siegel der Zeitlosigkeit auf. Denn strebt&nbsp;ernsthafte Kunst nicht nach unverg&auml;nglicher Wertigkeit?</p>
<p>Soweit das Spiel mit der Zeit. Auf der Metaebene verweisen ihre Werke auf die Umweltzerst&ouml;rung, auf den Raubbau an der Natur und ihren Ressourcen. Auf den Kahlschlag, der letztlich die Menschheit beendet. Dann w&auml;re es zu sp&auml;t f&uuml;r den faustischen Wunsch nach dem Augenblick, der verweilt &#8211; und damit zeitlos wird. In ihren Werktiteln gibt die K&uuml;nstlerin Hilfestellung. Mit &#8222;Schneegrenze&#8220; assoziiert man schmelzende Gletscher und steigende Meeresspiegel. Land unter.&nbsp;</p>
<p>In ihrer Erl&auml;uterung zu den Arbeiten jonglierte die auf die Erforschung des Zeitaspekts in der Kunst spezialisierte Kunstwissenschaftlerin Dr. Hannelore Paflik-Huber mit den Metaphern und Symbolen f&uuml;r den unaufh&ouml;rlichen Fluss der Zeit. Die Erinnerung, das Wachsen und Vergehen, Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Und welche Rolle spielt die Kunst dabei? Sie kann &#8222;die Zeit umkehren&#8220;. Wer sie umkehrt, muss sie zun&auml;chst anhalten. Im Kunstwerk, das wiederum in seiner sch&ouml;pferischen Tradition auf die Vergangenheit verweist &#8211; bis es selbst Geschichte wird. Im Idealfall, wie gesagt. Die Sch&ouml;pfungen von Barbara Karsch-Cha&iuml;eb und Gerd Kanz haben das Zeug dazu.</p>
<p>Im Zusammenspiel mit dem archaisch-wuchtigen Duktus der gro&szlig;en Werke seiner Kollegin verleihen speziell die plastischen Arbeiten von Gerd Kanz dieser Ausstellung ihr Flair der Entschleunigung. Geht man vom Raum 1 durch die luftige barocke Zimmerflucht wird es einem zunehmend leichter ums Herz. Man f&uuml;hlt sich geborgen. Mag es an den &uuml;ppig farbges&auml;ttigten Holzreliefs des geb&uuml;rtigen Franken liegen, die einem die Begriffe Baum und Wurzel nahelegen, oder an den selbstbewusst hoch ragenden Gittert&uuml;rmen und einem mit seinen &uuml;bereinander geschichteten Torformen f&ouml;rmlich aus der Wand heraus dringenden Objekt? Letzteres mit seinem maurischen Duktus k&ouml;nnte allerdings auch die umgekehrte Richtung weisen, hinein in die Wand, die so zum Geheimnistr&auml;ger wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1114" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/06/Holzbild.jpg" alt="" width="1280" height="691" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/06/Holzbild.jpg 1280w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/06/Holzbild-300x162.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/06/Holzbild-1024x553.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/06/Holzbild-768x415.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>&Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit seinen Holzarbeiten. Wenn Kanz sich mit seinen Malwerkzeugen in die Schr&uuml;nde und Abgr&uuml;nde des Holzes hineinw&uuml;hlt, bohrt er nicht nur im Wortsinn dicke Bretter; er dringt bei seiner Sch&uuml;rfarbeit zu den Wurzeln vor, zum Wesen des Wachstums. Back to the roots. Gleichzeitig f&ouml;rdert er zu Tage. In dieser Vorgehensweise gleicht er Barbara Karsch-Cha&iuml;eb. Beide verbinden Geschichte und Gegenwart mit einer Mahnung f&uuml;r die Zukunft. Nicht als Menetekel mit dem Holzhammer, sondern auf die feine mitmenschliche Art.</p>
<p>Kein Wunder, dass auch B&uuml;rgermeister Volker Grab ins Schw&auml;rmen geriet: &#8222;Ich find&#8217;s richtig klasse, hier durch zu gehen.&#8220; Dem Kunstverein bescheinigte er, Herausragendes zu leisten. Dort wird man seine Ank&uuml;ndigung gerne vernommen haben, dass der Lift im Innenhof noch im Dezember in Betrieb gehen werde. Der 2. Vorsitzende Manfred Baumhakl appellierte einmal mehr an die Stadt, in einer Information auf dem Marktplatz auf die Galerie des Kunstvereins und auf das Schlossmuseum als wichtige kulturelle Institutionen hinzuweisen.</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer</em> &nbsp;</p>
<p>Info: Die Ausstellung &#8222;timelessness&#8220; im Schloss ob Ellwangen ist bis 20. August Samstag von 14-17 Uhr sowie Sonn- und Feiertag von 10.30-16.30 Uhr ge&ouml;ffnet.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Lob der Melancholie</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/das-lob-der-melancholie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 May 2017 06:36:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/das-lob-der-melancholie/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_1072" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-1072" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/05/0e0e83a31054e8919990f9e9c3a6da47.jpg" alt="Fotos: Peter Hageneder" class="caption" title="Ralf Brög erläutert Vernissagegästen eines seiner Objekte, dessen Form bereits in einer Radierung Dürers mit dem Titel "Melancholie" aufgetaucht ist." width="600" height="400" />Ralf Brög erläutert Vernissagegästen eines seiner Objekte, dessen Form bereits in einer Radierung Dürers mit dem Titel [/caption]<p>Zwar durchziehen Ralf Br&#246;gs &#8222;Melencolias&#8220; seine Ausstellung im Kunstverein Aalen wie ein roter Faden.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen mit Neigung zur Melancholie m&uuml;ssen dennoch beim Gang durch die drei Stockwerke im Alten Rathaus, auf denen der Kunstverein die unglaublich weit gespannte Schau zeigt, keinen depressiven Schub bef&uuml;rchten. Hoher &auml;sthetischer und intellektueller Genuss ist garantiert.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Man darf vermuten, dass die Gene daran nicht ganz schuldlos sind. Sein Vater, der Kunstprofessor und Philosoph Hans Br&ouml;g, war zusammen mit Barbara Wichelhaus ebenfalls schon beim Kunstverein zu Gast; mit dabei Ralf Br&ouml;g. Aber das ist schon 16 Jahre her. Jetzt kommt der 50-J&auml;hrige als Solist. Was er indes zeigt, hat Orchestercharakter. Digitales und Analoges, Raumk&ouml;rper und K&ouml;rper im Raum, Radierungen, Prints aller Art, handgemachte Pinsel-Malerei und computergenerierte, die genauso aussieht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1073" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/05/ralfbrg03.jpg" alt="" width="600" height="396" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/05/ralfbrg03.jpg 600w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/05/ralfbrg03-300x198.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Ein Soundstudio der besonderen Art. Zwei riesige Schallplatten (Pigmentierter Inkjetdruck auf Papier und auf Alu-Dibond), die sich nicht drehen und eine aufgeklappte Schrankwand, aus der Stimmen und Kl&auml;nge zu dringen scheinen.&nbsp;</p>
<p>Staunen ist angesagt &ndash; und wundern sollte man sich nicht &uuml;ber Schallplatten an den W&auml;nden. Sie sind riesengro&szlig;, echt als Kunstobjekt &ndash; und klingen nicht, weil sie sich nicht drehen. Dennoch singt&rsquo;s und klingt&rsquo;s und spricht&rsquo;s aus einer Art aufgeklappter Schrankwand. Diese entpuppt sich im erkl&auml;renden Dialog zwischen dem K&uuml;nstler und dem sich einmal mehr als wandelndes Kunstlexikon offenbarendem Vorsitzenden Artur Elmer als historisches Zitat.</p>
<p>Voller Zitate h&auml;ngt, steht, t&ouml;nt diese Ausstellung, voll verfremdeter Hinweise, virtuoser Aneignungen und &ndash; R&auml;tsel. Obwohl alles klar auf der Hand liegt, meint Elmer. Wie in der vierteiligen Serie von Radierungen, auf denen Ralf Br&ouml;g Schamhaare faszinierend pr&auml;zise perfekt in eine &#8211; nat&uuml;rlich &#8211; komplexe geometrische Form bringt. Kunst f&uuml;r Mathematiker, an der auch Menschen ihr Vergn&uuml;gen haben, die gerade noch einen Dreisatz beherrschen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp; Ralf Br&ouml;g arbeitet gerne seriell, dekliniert ein Thema in Werkgruppen durch, bis es ersch&ouml;pft ist. Wie die verschiedenen Polyeder, mit deren Oberfl&auml;chen &ndash; sie optisch ver&auml;ndernd &#8211; das Licht spielt. Sie ruhen im goldenen Schnitt ganz in sich, sind im Lot, obwohl sie aus der Sicht des Betrachters eigentlich gleich umkippen m&uuml;ssten. Pate stand ein entsprechendes Objekt auf einer Radierung von Albrecht D&uuml;rer mit dem Titel &bdquo;Melancholie&ldquo;.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1074" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/05/ralfbrg04.jpg" alt="" width="600" height="400" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/05/ralfbrg04.jpg 600w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/05/ralfbrg04-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>ZR<sub>&#8211;</sub>NIKE hei&szlig;t dieses Raumobjekt. Man kann es auch als dreidimensionale Zeichnung lesen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp; Ein pures &auml;sthetisches und geistiges Vergn&uuml;gen bietet die Entdeckungsreise durch Ralf Br&ouml;gs &bdquo;Isolation&ldquo;-C-Prints. In Klassikern der Kunstgeschichte scheinen im Wortsinne Details auf, die dadurch einen ganz besonderen Stellenwert erhalten. Ohnehin spielt die Transformation, also die Umformung im weitesten Sinne, eine entscheidende Rolle in Br&ouml;gs multimedialem Schaffen. Er impft seine Sch&ouml;pfungen mit seiner DNA. Signifikant, wegweisend. Und seine Eltern hielten sich bei der Vernissage ganz bescheiden im Hintergrund.</p>
<p><em>Wolfgang Nu&szlig;baumer</em>&nbsp;</p>
<p><strong>Info:</strong> Die Ausstellung ist bis 30. Juli Di-So 10-12 und 14-17 Uhr, Do bis 18 Uhr zu sehen; www.kunstverein-aalen.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp; &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Stille Feier der Schöpfung</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/stille-feier-der-schoepfung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 May 2017 15:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/stille-feier-der-schoepfung/</guid>

					<description><![CDATA[<img class=" size-full wp-image-1058" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/05/668fe285e7b87ea59a0ba9aff307fa0b.jpg" alt="Foto: -uss" width="2272" height="2190" /><p>Wenn Steine reden k&#246;nnten, dann h&#228;tten sie etwas zu erz&#228;hlen.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn und h&auml;tte &ndash; die Steine von Hans-Werner Andexer k&ouml;nnen tats&auml;chlich reden. Richtige Geschichten k&ouml;nnen sie erz&auml;hlen. Aus der weiten Welt. Wer ihnen mit den Augen lauschen m&ouml;chte, sollte die Ausstellung &bdquo;Unterwegs&ldquo; in der Schloss-Scheune Essingen besuchen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp; Diese Steine erz&auml;hlen vom Morgennebel und vom Herbstwald, vom Sp&auml;tsommer und vom Winter am Meer, von der Mittagshitze und vom Winterwald, vom Wellentanz und vom Meeresleuchten &ndash; vom Frieden auch und von der Besinnung, wohl auf das Wesentliche. Denn darum geht es dem Reisenden Hans-Werner Andexer. &bdquo;Unterwegs&ldquo; nennt der geb&uuml;rtige Wuppertaler seine 90 St&uuml;cke umfassende Bl&uuml;tenlese aus zahlreichen Unternehmungen. Ein anderer Bildtitel bezeichnet vordergr&uuml;ndig das Gegenteil &ndash; und meint doch dasselbe: &bdquo;Innehalten&ldquo;.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Achtsam muss dieser K&uuml;nstler ganz offenkundig unterwegs sein; mit dem Geheimnis von Saint-Exup&eacute;rys kleinem Prinzen im Reisegep&auml;ck, das diesem ein Fuchs verraten hat. &bdquo;Man sieht nur mit dem Herzen gut.&ldquo; Dieses wunderbare M&auml;rchen h&auml;lt die Ideale der Menschlichkeit und der Freundschaft hoch &ndash; und des pfleglichen Umgangs mit der Welt.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Vielleicht ist dieser Achtsamkeit, dieser dem&uuml;tigen Sicht auf die belebte und unbelebte Welt, auch die Wahl des malerischen Mittels geschuldet. Der 68-j&auml;hrige K&uuml;nstler aquarelliert ausschlie&szlig;lich. Aus Wasserfarben schafft er in Umkehrung des Spruches, wonach steter Tropfen den Stein h&ouml;hle,&nbsp; malerische Bauwerke und Stadtlandschaften, Kieselstr&auml;nde und Felslandschaften; bringt s&uuml;dliche, w&auml;rmende Idyllen zu Papier und den herben Charme der kargen Bretagneimpression oder der charakteristischen Bergkegel in der Halong-Bucht im s&uuml;dchinesischen Meer.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erstaunlich, was und wie viel Hans-Werner Andexer in die &uuml;berwiegend kleinen und ganz kleinen Hoch- und Querformate reinpackt. Wobei nichts klein wirkt, weil er dabei noch den Raum sprechen l&auml;sst. Ausgerissene Stellen entgrenzen das Geviert des Malgrunds. Er ist ein Meister des Gro&szlig;en im Kleinen. Diese von einer ganz zur&uuml;ckhaltenden Palette bestimmten atmosph&auml;rischen Momentaufnahmen gruppieren sich zu einer stillen &ndash; und zugleich mahnenden &#8211; Feier der Sch&ouml;pfung.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; F&uuml;r Vernissageredner Hermann Schludi sind Andexers Reisen und damit seine Bilder geradezu eine Metapher f&uuml;r die Lebensreise des Menschen, w&auml;hrend&nbsp; den Vorsitzenden der Kulturinitiative, Ralf A. Gross, angesichts dieser 14. Ausstellung &bdquo;das Fernweh packt&ldquo;.</p>
<p>&nbsp; &nbsp;&bdquo;On the beach&ldquo; von Chris Rea, das zum Schluss das Trio &bdquo;&Uuml;berMorgen&ldquo; mit der S&auml;ngerin Pia Metzker, Bj&ouml;rn Franzen, Gitarre und Eddy Cichosz am Schlagzeug angemessen entspannt den zahlreichen G&auml;sten um die Ohren wehte, hat dieses Gef&uuml;hl sicher verst&auml;rkt.</p>
<p>Wolfgang Nu&szlig;baumer</p>
<p>&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Auf den Spuren des Lichts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Apr 2017 13:35:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<img class=" size-full wp-image-1009" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/1a1c7a0ba8794f499343f3710b15a9ab.jpg" alt="" width="1575" height="1050" /><p>Als "ehrliche Bilder voller Menschlichkeit" empfindet&#160;Landrat Klaus Pavel eine Ausstellung im Rathaus Bopfingen.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Titel &#8222;Denk Mal Mit Herz&#8220; zeigt die Stadt unterm Ipf zusammen mit der Wachkoma-Pflege Fotografien aus dieser Pflegestation des Ostalbklinikums f&uuml;r Menschen ohne Bewusstsein. Ein Jahr lang hat der Wasseralfinger Fotograf Harald Habermann dort diese Aufnahmen gemacht &#8211; als Dokumente der Menschlichkeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1010" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_136.jpg" alt="" width="1304" height="818" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_136.jpg 1304w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_136-300x188.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_136-1024x642.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_136-768x482.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1304px) 100vw, 1304px" /></p>
<p>Der Fotograf Harald Habermann im Gespr&auml;ch mit AOK-Chef B&uuml;hler.</p>
<p>Bei der Er&ouml;ffnung vor rund 200 G&auml;sten haben nicht nur der Landrat, sondern auch Bopfingens B&uuml;rgermeister Dr. Gunter B&uuml;hler und Pflegedirektor G&uuml;nter Schneider die aufopferungsvolle Arbeit gew&uuml;rdigt, die dort vom Pflegepersonal und Angeh&ouml;rigen geleistet werde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1011" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_043.jpg" alt="" width="1575" height="1050" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_043.jpg 1575w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_043-300x200.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_043-1024x683.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_043-768x512.jpg 768w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_043-1536x1024.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1575px) 100vw, 1575px" /></p>
<p>So viele G&auml;ste hatte B&uuml;rgermeister Gunter B&uuml;hler noch nie zu einer Ausstellungser&ouml;ffnung begr&uuml;&szlig;en k&ouml;nnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Ausstellungser&ouml;ffnung wurde musikalisch passend umrahmt vom Ensemble &bdquo;Sinfonica Keltica&ldquo;, geleitet von Susanne Engel. Die Catering-AG der Realschule Bopfingen hat vorbildlich bewirtet.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1012" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_099.jpg" alt="" width="1280" height="669" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_099.jpg 1280w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_099-300x157.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_099-1024x535.jpg 1024w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_099-768x401.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></p>
<p>Eingef&uuml;hrt in diese ungew&ouml;hnliche Ausstellung hat der Kulturjournalist Wolfgang Nu&szlig;baumer. Nachfolgend seine Rede.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8222;Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Besuch in der Wachkoma-Station. Anlass war eine sch&ouml;ne Ausstellung mit &uuml;ppig bunter Malerei. Fr&ouml;hliche Arbeiten, Bilder mit Tiefgang, zum Nachdenken. Eine gute Ausstellung gerade an diesem Ort. Die meisten Zimmert&uuml;ren zu den Patienten standen offen. Sie sollten ja die Chance haben, der Heiterkeit, der Freude teilhaftig zu werden, die in den Fluren herrschte. Denn sie geh&ouml;ren dazu. Mehr noch, sie sind der Grund f&uuml;r alles, was hier im ehemaligen Krankenhaus geschieht. Sie sind der Mittelpunkt.&nbsp;</p>
<p><!--StartFragment--></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Ich habe die Einladung der offenen T&uuml;ren angenommen. Mit einem mulmigen Gef&uuml;hl &ndash; gebe ich zu. Welcher Anblick w&uuml;rde mich erwarten. L&auml;sst die Achtung vor dem anderen, dessen W&uuml;rde, &uuml;berhaupt einen wie auch immer neugierigen Blick zu &ndash; und mag er noch so vorsichtig und behutsam sein. Vorsichtig auch aus Selbstschutz. &bdquo;Ist dein Verhalten nicht piet&auml;tlos?&ldquo; schie&szlig;t es mir durch den Kopf. Doch da stehe ich schon im Zimmer.&nbsp;</p>
<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;Harald Habermann hat mir von seinen Fahrten nach Bopfingen erz&auml;hlt. Und den Fragen, die er sich gestellt hat. Geht das &uuml;berhaupt? Kann ich mit meinen fotografischen Mitteln den Menschen hier &uuml;berhaupt auch nur ann&auml;hernd in ihrem So-Sein gerecht werden? Den Patientinnen und Patienten und denen, die sie so liebevoll pflegen? Der Schl&uuml;ssel, warum er dieses Wagnis dann doch eingegangen ist, liegt vermutlich gerade in der Erfahrung dieser herzlichen Zuwendung durch die pflegenden H&auml;nde. Er hat diese positive Atmosph&auml;re als inneres Leuchten gesp&uuml;rt. Wo Licht ist, steht der Fotograf nicht auf verlorenem Posten. Ein Lichtbildner von der Qualit&auml;t Habermanns ohnehin nicht.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Also hat er sich auf die Spurensuche nach dem Licht gemacht. Nach dem Licht, das von innen strahlt und zugleich das Drau&szlig;en reflektiert. Keine leichte Aufgabe. Manchmal ist er abends unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren. Kein Licht, nirgendwo. Kein Licht war ihm aufgegangen, keine Idee. Statt Bildern auf dem Chip der Kamera Ratlosigkeit im Kopf. Wer jedoch an diesem Ort aufgibt, sich der Hoffnungslosigkeit hingibt, hat schon verloren. Das Prinzip Hoffnung, das der gro&szlig;e T&uuml;binger Philosoph Ernst Bloch beschrieben hat, ist hier die oberste Maxime. Alles andere ist &ndash; bitte sehen Sie mir das Pathos nach &ndash; alles andere ist Verrat an den Patienten und deren Angeh&ouml;rigen, die Kraft aus der Hoffnung sch&ouml;pfen. Mit dieser in vielen Stunden in der Wachkoma-Station gewonnenen Erkenntnis ist er am n&auml;chsten Tag wieder losgefahren. Auf der Suche nach dem Licht.&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-1013" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_066.jpg" alt="" width="996" height="919" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_066.jpg 996w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_066-300x277.jpg 300w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/HHAustellung_066-768x709.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 996px) 100vw, 996px" /></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Manchmal, ganz unvermittelt, streckt einem das Gl&uuml;ck die Hand entgegen. Der gl&uuml;ckliche Zufall. In einer Vollmondnacht will Habermann einen der mit dem apallischen Syndrom &ndash; wie das Wachkoma auch genannt wird &#8211; darnieder liegenden Menschen nur mit Hilfe des Mondlichtes fotografieren. Doch der Erdtrabant reflektiert nicht genug Sonnenlicht ins Zimmer. Was tun? Dann bringen wir den Mann doch einfach ins Freie, schl&auml;gt der begleitende Nachtdienstler ganz pragmatisch vor. Und schiebt das Bett mit dem Mann hinaus in die laue Sommernacht. Und gleich noch ein paar andere dazu. Hinaus in die von Blumen, Kr&auml;utern, dem Duft der B&auml;ume gew&uuml;rzte Luft. Hinaus in die Natur.</p>
<p>&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;Jetzt verb&uuml;nden sich Gl&uuml;ck und K&ouml;nnen zur Kunst des Fotografen. In diesem Fall ist es der entscheidende Blick. Der den Reflex des Mondlichts auf der Pupille des halb ge&ouml;ffneten Auges wahrnimmt. Diesen Moment, in dem das Auge nicht mehr blicklos wirkt. Ein wenig Licht gen&uuml;gt, um uns diesen Menschen mit dem stark gesch&auml;digten Gehirn ganz nahe zu bringen. Wir wissen zwar nach wie vor nicht, ob und was in diesem Kopf vorgeht &ndash; aber dieses Leuchten macht ihn ganz lebendig, dieses Licht der Hoffnung, des Lebens. Es schenkt ihm und damit uns den Moment einer schwer zu beschreibenden tief ber&uuml;hrenden, kreat&uuml;rlichen Erhabenheit.&nbsp; Ein wenig erinnert mich diese Aufnahme an die dunklen Portr&auml;ts der alten holl&auml;ndischen Meister, in denen das Licht eine entscheidende, weil erhellende Rolle spielt. Sie werden noch weitere Aufnahmen entdecken, auf die diese Beschreibung zutrifft.&nbsp;</p>
<p><strong>Ungeschminkte Wahrheiten</strong></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich m&ouml;chte allerdings nicht im Detail auf die Bilder dieser Ausstellung eingehen. Sie zeigen ungeschminkte Wahrheiten &ndash; das allt&auml;gliche Leben auf der Wachkoma-Station. Und weil sie es mit gr&ouml;&szlig;ter Anteilnahme tun, sind sie wahrhaftig. Sie sprechen f&uuml;r sich. Niemand muss auf die Freude und das Leid, die Zuwendung und den Widerstand, auf tiefe &Uuml;berzeugung und aufkeimende Ratlosigkeit, auf die fr&ouml;hlichen Momente und jene der Trauer &ndash; und auf die nachdenkliche Gelassenheit der Wenigen hinweisen, die ihr Bewusstsein wiederlangt haben.</p>
<p>&nbsp;&nbsp; &nbsp;Einen Sehhinweis m&ouml;chte ich dennoch geben: Halten Sie Distanz &ndash; dann sehen Sie mehr. Vor allem in den Bildsequenzen. Sonst empfindet man nicht die gebrochene Poesie der Serie, in der die Pflegerin einer &auml;lteren Dame eine Rose reicht. Oder das Bem&uuml;hen des Klinik-Clowns &bdquo;LaPique&ldquo;, die Patienten aufzuheitern. Wie mag es in ihm aussehen? Er wei&szlig; doch, dass er gar nicht wahrgenommen wird. Tats&auml;chlich wei&szlig; &bdquo;LaPique&ldquo; viel mehr &#8211; weil sein Kompagnon die Hoffnung ist. Sonst k&ouml;nnte sich der Clown die Kugel geben.&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das von mir oben beschriebene Bild transportiert die darin zum Ausdruck kommende kreat&uuml;rliche Erhabenheit weiter, wenn der Lichtfunke auf der Pupille schon l&auml;ngst erloschen ist. Lassen Sie mich diesen Faden weiterspinnen. Warum soll man diesen Licht-Blick nicht als Zeichen der Dankbarkeit interpretieren f&uuml;r die Zuwendung, die diesen Menschen zuteil wird. Ziemlich sicher ohne Bewusstsein, ohne die F&auml;higkeit zur Kommunikation, sind sie hilflos &ndash; und nur in diesem Sinne ausgeliefert. Wie ein Baby, das auf vertrauensvolle F&uuml;rsorge und z&auml;rtliche Zuwendung&nbsp; angewiesen ist. Mit dem Unterschied, dass es mit seinem Lachen, Weinen und zufriedenen Glucksen etwas von dem zur&uuml;ckgeben kann, was es an Wohltat erfahren hat. Wie das Mobile &uuml;ber dem Wickeltisch, lockt auch &uuml;ber dem Patienten in seinem Bett ein buntes Spielzeugband. Auf seine emotionalen Antworten m&uuml;ssen die Pflegerinnen und Pfleger und die Angeh&ouml;rigen, die ebenfalls auf einigen Bildern erscheinen, verzichten &ndash; mit der Hoffnung im Herzen und einem Optimismus, der sich nicht unterkriegen l&auml;sst. Umso mehr Anerkennung verdient ihr Handeln. Selbstverst&auml;ndlich ist das nicht.&nbsp;</p>
<p><strong>Humanismus kein Selbstl&auml;ufer</strong></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Giovanni Malo, Medizinethiker an der Universit&auml;t Freiburg, hat dieser Tage im Hinblick auf die zunehmende &Ouml;konomisierung im deutschen Gesundheitswesen mahnend festgestellt: &bdquo;Die Frage nach dem Sinnvollen wird ersetzt durch die nach dem Ertragreichen.&ldquo; Diese Wachkoma-Station lohnt sich unter &ouml;konomischen Gesichtspunkten nat&uuml;rlich nicht, obwohl ihre Pflegerinnen und Pfleger systembedingt bei weitem nicht angemessen bezahlt werden. Sie ist jedoch unverzichtbar, weil hier der Mensch in seiner Einmaligkeit geachtet wird. Zugleich ist sie ein wichtiges Bekenntnis zu einer humanen Gesellschaft. Ich will jetzt nicht ethische Fragen vertiefend behandeln, wohl aber auf einige moderne Aspekte von Immanuel Kants &bdquo;kategorischem Imperativ&ldquo; hinweisen.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Philosoph Hans Jonas<span style="text-decoration: underline;"></span>formuliert in der Nachfolge Immanuel Kants in seinem &#8222;Prinzip Verantwortung&#8220;, in welchem er den Versuch einer Ethik f&uuml;r die technologische Zivilisation unternimmt, einen kategorischen Imperativ bez&uuml;glich der Verantwortung f&uuml;r zuk&uuml;nftige Generationen: &bdquo;&sbquo;Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung vertr&auml;glich sind mit der Permanenz und der Integrit&auml;t echten menschlichen Lebens auf Erden&lsquo;; oder negativ ausgedr&uuml;ckt: &sbquo;Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung nicht zerst&ouml;rerisch sind f&uuml;r die k&uuml;nftige M&ouml;glichkeit solchen Lebens&ldquo;.&nbsp; Theodor Adorno wiederum hat sich in seiner Lesart des kategorischen Imperativs in seiner Schrift &bdquo;Negative Dialektik&ldquo; auf ein ganz konkretes Ereignis bezogen: &bdquo;Hitler hat dem Menschen im Stande seiner Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: Ihr Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts &Auml;hnliches geschehe.&ldquo;</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Humanismus im Zeichen der Aufkl&auml;rung ist kein Selbstl&auml;ufer. Das m&uuml;ssen wir jeden Tag erleben, in rechtspopulistischen Bewegungen und autokratischen Regimen wie in Ungarn, der T&uuml;rkei oder Russland, um nur einige zu nennen. Nicht zuletzt auch in der allt&auml;glichen Nachrichten- und Bilderflut mit ihren grausigen Dokumenten zynischer Menschenverachtung aus den Krisengebieten dieser Welt. Insofern d&uuml;rfen, ja m&uuml;ssen wir Harald Habermanns leise Bilder als einen Appell verstehen, die W&uuml;rde des Menschen zu achten.&nbsp;</p>
<p><strong>Fotografieren als Meditation</strong></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Fotografieren sei f&uuml;r ihn wie Meditation, hat mir Harald Habermann erkl&auml;rt. Meditation ist, ganz verk&uuml;rzt, der Versuch, &uuml;ber die Stille, &uuml;ber die Konzentration, &uuml;ber die Ausschaltung des ablenkenden Denkens zu sich selbst zu finden. Damit erkl&auml;rt sich auch seine Aussage, dass sich in jedem Portr&auml;t auch der Portr&auml;tierende wiederfindet. Die Wahrheitssuche bedeutet immer auch Suche nach sich selbst.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und manchmal steht man sich Auge in Auge gegen&uuml;ber. Wie auf jenem lichten Bild, das wie ein Aquarell wirkt. Das Gesicht des Mannes scheint hinter einem Farbschleier verborgen. Umso intensiver wird man seines Blicks gewahr; dieses fragenden, unbestechlich gnadenlosen Augenpaars. Was willst du von mir, fragt dieser Blick. Was erlaubst du dir eigentlich? Fragen, die sich der Fotograf immer wieder gestellt hat. Bis heute. Auch wenn er mit dem Ergebnis seiner fotografischen Wahrheitssuche im Niemandsland des Bewusstseins zufrieden sein darf.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schlie&szlig;en m&ouml;chte ich mit zwei poetischen Imperativen. Den einen hat Erich K&auml;stner formuliert: &bdquo;Es gibt nichts Gutes, au&szlig;er man tut es.&ldquo; Den anderen der italienische Schriftsteller Cesare Pavese: &bdquo;Es ist sch&ouml;n zu leben, weil leben anfangen ist, immer, in jedem Augenblick.&ldquo;</p>
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<p class="MsoNormal" style="margin-right: 28.05pt; text-align: justify; text-justify: inter-ideograph; line-height: 150%;"><span style="font-size: 8.0pt; line-height: 150%; font-family: 'PT Serif Caption';"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: 28.05pt; text-align: justify; text-justify: inter-ideograph; line-height: 150%;"><span style="font-size: 14.0pt; line-height: 150%; font-family: 'PT Serif Caption';">&nbsp; &nbsp;</span></p>
<p><!--EndFragment--></p>
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		<title>Holzhauers Schaffen</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/positive-gesinnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Apr 2017 17:30:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/positive-gesinnung/</guid>

					<description><![CDATA[[caption id="attachment_996" align="alignnone" width=""]<img class=" size-full wp-image-996" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/24d767ce6c156eb07b1fc26c266211f5.jpg" alt="" class="caption" title="Emil Holzhauer, Mildred Weiss, 1928, Öl auf Leinwand, 73,3 x 58 . © Northwest Florida State College Permanent Collection, Niceville, Florida" width="620" height="753" />Emil Holzhauer, Mildred Weiss, 1928, Öl auf Leinwand, 73,3 x 58 . © Northwest Florida State College Permanent Collection, Niceville, Florida[/caption]<div>Erstmals erschlie&#223;t eine Ausstellung im Museum im Prediger einem au&#223;eramerikanischen Publikum das k&#252;nstlerische Werk von Emil Holzhauer.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es stellt den in Europa bislang zu Unrecht wenig bekannten K&uuml;nstler einer breiten &Ouml;ffentlichkeit vor. Dazu zeigt das Museum &nbsp;bis 11. Juni insgesamt 56 Arbeiten aus allen Schaffensphasen Emil Holzhauers. Den Ausgangspunkt bildet ein kleiner Werkbestand aus den Sammlungen des Museums und einige Leihgaben aus Privatbesitz. Das Gros der Werkschau stellen 50 Gem&auml;lde und Aquarelle aus dem Besitz des Northwest Florida State College in Niceville, Florida; als Schenkung des K&uuml;nstlers besitzt das College &uuml;ber 400 Gem&auml;lde, Zeichnungen und historische Dokumente Emil Holzhauers und bewahrt dessen k&uuml;nstlerisches Erbe. Die Ausstellung setzt den Schlusspunkt zu einer Trilogie, in der sich das Museum im Prediger in Schw&auml;bisch Gm&uuml;nd geborenen und nach Amerika ausgewanderten K&uuml;nstlern widmet &ndash; zuvor waren es Emanuel Leutze und Regina Baumhauer.&nbsp;</p></div>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-997" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/bild50713_49706.jpg" alt="" width="620" height="864" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/bild50713_49706.jpg 620w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/bild50713_49706-215x300.jpg 215w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></div>
<div>
<p>Emil Holzhauer, Selbstportr&auml;t, 1933, &Ouml;l auf Leinwand, 75 x 54 cm. &copy; Northwest Florida State College Permanent Collection, Niceville, Florida</p>
</div>
<div>Emil Hozhauer wurde 1887 in Schw&auml;bisch Gm&uuml;nd geboren. Mit 19&nbsp;ging er nach New York: ohne Geld und Englischkenntnisse, daf&uuml;r ausgestattet mit einer Ausbildung zum Ziseleur und Graveur &ndash; und getragen von dem festen Ziel, K&uuml;nstler zu werden. Anfangs arbeitete er als Zeichner und Graveur in Schmuckmanufakturen. Seine Kunststudien f&uuml;hrte er neben dem Beruf weiter. Pr&auml;gend f&uuml;r seinen k&uuml;nstlerischen Werdegang war von 1909 bis 1912 das Studium an der Kunstschule von Robert Henri (1865-1929), einem der einflussreichsten Kunstp&auml;dagogen in den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 1915 bekam er seine erste eigene Ausstellung in New York. Die erste gro&szlig;e Anerkennung bedeutete 1930 der Gewinn der internationalen Logan-Medaille f&uuml;r ein Aquarell. Die Auszeichnung &ouml;ffnete ihm die T&uuml;r f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Auftr&auml;ge und wichtige Einzelausstellungen. Seit 1932 war er auch lehrend t&auml;tig, zuletzt von 1942 bis zur Emeritierung 1953 als Professor f&uuml;r Kunst am Wesleyan College in Macon (Georgia). Als Emil Holzhauer 1986 in Niceville (Florida) im Alter von fast einhundert Jahren starb, hatte sich sein Lebenstraum durch eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche k&uuml;nstlerische Karriere erf&uuml;llt. &bdquo;Holzhauers Courage und Entschlossenheit&ldquo;, schreibt seine Biografien Audrey Edwards, &bdquo;hat viele Menschen inspiriert, besonders seine Studenten. Seine Passion f&uuml;r k&uuml;nstlerische Expressionen und seine stets positive Gesinnung reflektieren in all seinen Sch&ouml;pfungen.&ldquo;</p>
<p><strong>Zauber des Gew&ouml;hnlichen</strong><br />In seiner Malerei nimmt Emil Holzhauer noch die k&uuml;nstlerische &Auml;sthetik des 19. Jahrhunderts mit auf, vor allem die von C&eacute;zanne und Van Gogh, deren Werke er 1913 auf der legend&auml;ren &bdquo;Armory Show&ldquo; in New York kennenlernte. Gleichzeitig steht er in der Tradition des sich formierenden Amerikanischen Realismus, dem ersten eigenen nationalen Kunststil der USA. Einer der Mentoren und Protagonisten dieser Richtung war sein Lehrer Robert Henri. Henri forderte seine Studenten zu einer realit&auml;tsbezogenen Malerei und der Auseinandersetzung mit der amerikanischen Lebenswirklichkeit auf. Holzhauer folgte dem Realismus Henris, wenngleich mit stilistischer Eigenst&auml;ndigkeit und eigener Ausdruckskraft.&nbsp;</div>
<div><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-998" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/bild50713_49779.jpg" alt="" width="620" height="830" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/bild50713_49779.jpg 620w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/bild50713_49779-224x300.jpg 224w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></div>
<div>Emil Holzhauer, Brooklyn-Br&uuml;cke (Brooklyn Bridge), 1960, &Ouml;l auf Leinwand, 105 x 75,3 cm. &copy; Northwest Florida State College Permanent Collection, Niceville, Florida.</div>
<div>&nbsp;</div>
<div>Zu Emil Holzhauers bevorzugten Motiven und Themen geh&ouml;ren Portr&auml;ts und Landschaften in Aquarell-, &Ouml;l- und Kaseinfarben. Dazu kommen noch Stillleben. Vitalit&auml;t und G&uuml;ltigkeit erh&auml;lt sein Werk aber vor allem aus der Darstellungen ganz allt&auml;glicher Sujets, die ihre Spannung aus dem Zauber des Gew&ouml;hnlichen beziehen: der Stadtlandschaft New Yorks mit ihren Stra&szlig;enschluchten, Br&uuml;cken und Hafenanlagen; dem Alltagsleben der einfachen Arbeiter, von Bootsmachern, Fischern oder S&auml;gewerkern, die ihrer Besch&auml;ftigung nachgehen; den H&auml;usern und Vierteln der Arbeiterklasse; den Hinterh&ouml;fen der Schwarzen; der N&uuml;chternheit von Steinbr&uuml;chen, Fabrik- und Gleisanlagen. Es sind Bilder, die weder idealisieren noch romantisieren, sondern einen diskreten, respektvollen Blick aufrichtiger Anteilnahme zum Ausdruck bringen. Holzhauers Bilder verzichten auf alles Anekdotische, sodass die geschilderten Szenen einen universellen und zeitlosen Ausdruck erhalten. Die Anfangs mehr gedeckten Farben weichen Ende der 1940er und zu Beginn 1950er Jahre einer expressiveren Farbgestaltung, verbunden mit einem weniger realistischen Stil.</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Infos:</strong></p>
<p>&Ouml;ffentliche F&uuml;hrungen&nbsp;(ohne Voranmeldung):<br />Sonntag, 23.4., 7.5., 21.5., 4.6. und 11.6.,<br />jeweils 15 Uhr</p>
<p>F&uuml;hrungen f&uuml;r Gruppen und Schulklassen:<br />nach Voranmeldung, Telefon 07171 603-4130</p>
<p>F&uuml;r Kinder und Jugendliche<br />(in Kooperation mit der Jugendkunstschule)<br />Dein Kinder-Kunstwerk des Monats:<br />Samstag, &nbsp;27.5.,11.15-13.15 Uhr, 8-14 Jahre<br />Treffpunkt: 10.50 Uhr Jugendkunstschule im Kepplerhaus,<br />M&uuml;nsterplatz 19.<br />Information / Anmeldung: Gm&uuml;nder VHS, Telefon 07171 92515-0.<br />Weitere Angebote: www.gmuender-vhs.de / Jugendkunstschule</p>
<p>&Ouml;ffnungszeiten<br />Di, Mi, Fr 14 -17 Uhr, Do 14 -19 Uhr, Sa, So, Feiertage 11-17 Uhr,<br />Eintritt:&nbsp;4,50 Euro / 3,50 Euro / Kinder und Jugendliche (bis 18) sowie<br />Inhaber Museums-Pass-Mus&eacute;es frei</p>
<p>www.museum-galerie-fabrik.de</p>
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			</item>
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		<title>Bob Dylan im Schloss</title>
		<link>https://ostalbpresse.de/bob-dylan-im-schloss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[-uss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Apr 2017 11:47:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Archiv Ausstellungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostalbpresse.de/bob-dylan-im-schloss/</guid>

					<description><![CDATA[<img class=" size-full wp-image-993" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/1eca156427374c8abf4738e42b464eef.jpg" alt="Radierungen von Ulrich Brauchle" width="758" height="605" /><p>Die gro&#223;e Fr&#252;hjahrsausstellung auf Schloss Fachsenfeld ist eine Hommage an den Poeten, Musiker und Nobelpreistr&#228;ger Bob Dylan.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vernissage ist am Mittwoch, 5. April, 19 Uhr. In deren Verlauf findet ein K&uuml;nstlergespr&auml;ch statt.</p>
<p>Der Singer-Songwriter Bob Dylan fasziniert sein Publikum seit 50 Jahren durch originelle und dichte Lyrik. Auch der Ellwanger K&uuml;nstler Ulrich Brauchle geh&ouml;rt zu seinen zahlreichen Fans auf der Ostalb.&nbsp;Brauchle besch&auml;ftigt sich seit mehreren Jahren mit dem umfangreichen und komplexen Werk Dylans. Als bildender K&uuml;nstler hat er einen einzigartigen Bilder-Zyklus geschaffen, der &uuml;ber 100 Radierungen zu Dylan und dessen Werk umfasst.&nbsp;Gro&szlig;e Teile dieses druckgraphischen Oeuvres sind nun erstmalig auf Schloss Fachsenfeld zu sehen.&nbsp;Hauptwerke sind das bislang einzige von Dylan autorisierte, handgedruckte und bibliophile K&uuml;nstlerbuch &bdquo;Bob Dylan 15 lyrics&ldquo;, sowie&nbsp;die neue Radier-Mappe mit Bildszenen aus dem Film &bdquo;Dylan 1965&ldquo;, die druckfrisch zur Fachsenfelder Ausstellung erscheint.</p>
<p>Der Zyklus &bdquo;Bob Dylan 15 lyrics&ldquo; entstand im Jahr 2015 und ist die erste Publikation dieser Art, die von Dylans Management genehmigt wurde.&nbsp;Mit 13 locker gezeichneten Portraits dokumentiert Ulrich Brauchle das pers&ouml;nliche Erscheinungsbild des Songwriters in Nahaufnahmen und umrahmt damit 15 auf B&uuml;ttenpapier gesetzte Song-Texte.<br />Die Ausstellung zeigt rund 40 Original-Radierungen, Studien und Vorarbeiten und dokumentiert den Entstehungsprozess des weltweit einzigartigen Werks.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" size-full wp-image-994" src="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/dylan2.jpg" alt="" width="800" height="1068" srcset="https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/dylan2.jpg 800w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/dylan2-225x300.jpg 225w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/dylan2-767x1024.jpg 767w, https://ostalbpresse.de/wp-content/uploads/2017/04/dylan2-768x1025.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p>Die Radiermappe zu D.A. Pennebakers Film &bdquo;Don&lsquo;t look back&ldquo; besteht aus 25 Original-Radierungen, die Motive aus dem 1965 gedrehten&nbsp;Kultstreifen zum Thema haben.<br />Auch diese Arbeiten sind weltweit die einzigen vom Regisseur zur k&uuml;nstlerischen Verarbeitung freigegebenen Filmszenen.</p>
<p><strong>Info:</strong> Die Ausstellung mit dem Untertitel &#8222;Die Zeiten &auml;ndern sich &#8211; The Times They Are A-Changing&#8220; ist bis 25. Juni zu sehen.</p>
<p><strong>Begleitprogramm</strong>: &#8222;Bob Dylan im Wandel der Zeit&#8220; ist ein Abend mit SWR 1-Moderator G&uuml;nter Schneidewind am Freitag, 12. Mai, 19 Uhr &uuml;berschrieben. &#8211; &#8222;Dylan Songs Live&#8220; interpretieren Ulrich Brauchle, Matthias Kehrle und Axel Nagel am Samstag, 29. April und 24. Juni jeweils um 19.30 Uhr auf Schloss Fachsenfeld. &#8211; &#8222;Not dark yet&#8220; lautet das Motto eines Konzerts mit der Band &#8222;Planeausters&#8220; am Samstag, 20. Mai, 19 Uhr.</p>
<p>Weitere&nbsp;Infos unter www.schloss-fachsenfeld.de</p>
<p><span style="box-sizing: border-box; margin: 0px; padding: 0px; border: 0px; vertical-align: baseline; color: #ffffff;"></span></p>
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